Wednesday, 14. October 2026
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Donald Trump

Ukraine-Krieg: Trump hat keinen Einfluss auf Putin

Politikwissenschaftler Thomas Jäger erklärt, warum Trumps Einfluss auf Putin gleich null ist – und ein Waffenstillstand im Ukraine-Krieg in weiter Ferne bleibt.

Redaktion · 13. October 2026, 17:35 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 13.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

US-Präsident Donald Trump verkündet eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg – doch Russland setzt seine Angriffe unbeirrt fort. Für Politikwissenschaftler Professor Thomas Jäger von der Universität Köln ist das wenig überraschend: Trumps Einfluss auf Putin sei gleich null. Vielmehr sei es der russische Präsident, der wisse, wie er Trump für seine Zwecke instrumentalisiert. Die Lage im Konflikt bleibt damit auch zum Beginn des Winters angespannt – und eine echte Waffenruhe ist nach Einschätzung des Experten nicht in Sicht.

Trump ohne Einfluss – Putin bestimmt das Tempo

Nahezu zwei Jahre lang hat Trump versprochen, den Krieg in der Ukraine zu beenden – bereits vor seiner Amtsübernahme wollte er den Konflikt gelöst haben. Die Realität sieht anders aus. Putin macht, was er will, und zeigt damit unmissverständlich, dass er Trump nicht ernst nimmt. Jäger formuliert es pointiert: Der einzige, der das offenbar nicht bemerke, sei Trump selbst.

Dass Russland unmittelbar nach Trumps Waffenruhe-Ankündigung weiterbombardiert, ist für den Kölner Politologen kein Zufall, sondern Kalkül. Putin demonstriere damit seine Überlegenheit in diesem Verhältnis – und Trump füge sich, bewusst oder unbewusst, in das russische Narrativ ein.

Europäische Energiezahlungen: Trumps Konter trifft sich selbst

Angesichts parteiübergreifender Kritik im US-Kongress und scharfer Töne aus Europa an Trumps Annäherung an Moskau verwies der US-Präsident auf europäische Milliardenzahlungen für russisches Öl und Gas – ein Vorwurf der Heuchelei. Jäger räumt ein, dass daran ein Körnchen Wahrheit steckt: Einige EU-Staaten beziehen noch immer Energie aus Russland.

Allerdings dreht sich der Vorwurf schnell um. Jäger erinnert daran, dass der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán im November 2025 in Washington darum bat, weiterhin russische Energie importieren zu dürfen – und Trump bereitwillig zustimmte. Die Heuchelei, die Trump Europa unterstellt, falle damit direkt auf ihn zurück.

Selenski, Wahlen und das russische Propagandanarrativ

Trump fordert einen Machtwechsel in Kiew und stellt die Legitimität von Präsident Wolodymyr Selenski infrage. Damit übernimmt er laut Jäger ein zentrales Element der russischen Propaganda: Putin bestreitet seit Langem, dass Selenski ein legitimer Verhandlungspartner sei.

Selenski konterte die Wahlforderung mit einem Angebot: Bei einer vollständigen 60-tägigen Waffenruhe könnten Wahlen organisiert werden. Moskaus Antwort darauf war bezeichnend – Russland bot eine eintägige Waffenruhe am Wahltag an. Jäger wertet das als durchsichtiges Manöver:

  • Russland will Selenski als illegitim darstellen, um Verhandlungen zu umgehen.
  • Trump unterstützt dieses Narrativ, ob bewusst oder nicht.
  • Selenski nutzt das Wahlangebot, um den Schwarzen Peter zurückzuspielen.
  • Am Ende führt dieses Taktieren nach Einschätzung Jägers zu keinem Ergebnis.

Dass ein amtierender US-Präsident russische Propagandaframes übernimmt, sei zwar bemerkenswert – aber letztlich nicht verwunderlich, so Jäger.

Kein Waffenstillstand in Sicht – Strategie der Erschöpfung

Für die kommenden Wintermonate sieht Jäger keine realistische Chance auf einen Waffenstillstand. Eine Waffenruhe werde erst dann möglich, wenn eine der beiden Seiten so stark unter Druck gerate, dass sie militärisch nicht mehr weiterkomme.

Genau darauf zielt Russlands aktuelle Strategie ab: Durch systematische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur soll die Bevölkerung zermürbt und der Wille zum Widerstand gebrochen werden. Die Ukraine versucht dagegenzuhalten, indem sie russische Ölraffinerien trifft und die Exporteinnahmen Moskaus schmälert – mit dem Ziel, Russlands Kriegsfinanzierung zu schwächen.

Doch die Unterstützung für beide Seiten bleibt bestehen: Europa und andere Partner stehen weiter zur Ukraine, China stützt weiterhin Russland. Die USA allein können den Ausgang nicht bestimmen. Damit droht ein Winter erheblicher Belastungen auf beiden Seiten – ohne dass ein Ende des Konflikts absehbar wäre. Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung bleibt vorerst unerfüllt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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