Thursday, 15. October 2026
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Bank of America

Wall Street unter Druck: Inflation, Banken & Visa

Höher als erwartete US-Inflationsdaten belasten Märkte zum Handelsstart. Bank of America enttäuscht, BlackRock glänzt – alle Quartalszahlen im Überblick.

Redaktion · 14. October 2026, 14:41 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 14.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Überraschend starke US-Inflationsdaten haben zum Handelsstart an der Wall Street für Ernüchterung gesorgt. Die Verbraucherpreise stiegen im September auf 3,7 Prozent – Ökonomen hatten lediglich 3,6 Prozent erwartet. Auch die Kernrate legte stärker als prognostiziert zu, von 2,4 auf 2,6 Prozent. Das belastet die Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve und drückte Nasdaq-, S&P- und Dow-Jones-Futures vorbörslich ins Minus. Gleichzeitig lieferten mehrere Großkonzerne ihre Quartalszahlen und sorgten für ein gemischtes Bild.

Inflationsdaten belasten Märkte diesseits und jenseits des Atlantiks

Die höher als erwarteten US-Verbraucherpreise schickten nicht nur die amerikanischen Futures ins Minus, sondern hinterließen auch beim DAX deutliche Spuren. Der Deutsche Leitindex gab nach Veröffentlichung der Daten kurzfristig nach, behauptete sich aber mit einem moderaten Plus von rund 0,3 Prozent bei knapp 25.300 Punkten – einer Zone, die technisch noch keine klare Trendwende signalisiert.

Positiv wirkten sich fallende Gaspreise auf den DAX aus. Die EU-Kommission plant, Importregeln für fossile Brennstoffe weiter in die Zukunft zu verschieben, was Energie- und Chemiewerte stützte. Im DAX zählten MTU, Rheinmetall und BASF zu den gefragtesten Titeln. Infineon profitierte von starken Quartalszahlen des niederländischen Chip-Ausrüsters ASML. Auf der Verliererseite standen Volkswagen – belastet durch einen Software-Datenskandal – sowie Zalando nach einem gesenkten Kursziel durch die UBS.

Die Anleiherenditen zogen im Zuge der Inflationsdaten erneut an: Die zehnjährigen US-Staatsanleihen rentierten zeitweise über 5,3 Prozent, auch der Ölpreis kletterte mit WTI wieder über 95 Dollar je Barrel.

Quartalszahlen der US-Banken: Licht und Schatten

Im Mittelpunkt der Berichtssaison standen mehrere Finanzschwergewichte:

  • Bank of America: Umsatz von 30 Mrd. USD verfehlte die Erwartung von 30,58 Mrd. USD. Eine Regulierungsstrafe von über 1,2 Mrd. USD für Verstöße gegen Sanktionsgesetze belastete den Gewinn je Aktie, der von 1,04 auf 0,91 Dollar sank. Die Aktie verlor vorbörslich rund 6 Prozent und fiel unter die 200-Tage-Linie.
  • Morgan Stanley: Zahlen leicht über den Analystenerwartungen, angetrieben durch einen überdurchschnittlich starken Aktienhandel. Vermögensverwaltung und Anleihenhandel blieben hingegen unter den Schätzungen. Die Aktie gab vorbörslich rund 1 Prozent nach und nähert sich einer wichtigen charttechnischen Unterstützungszone.
  • BlackRock: Der weltgrößte Vermögensverwalter übertraf die Erwartungen deutlich. Der Gewinn je Aktie stieg um 38 Prozent gegenüber dem Vorquartal, der Umsatz wuchs um 19 Prozent. Das verwaltete Vermögen erreichte mit 15,49 Billionen US-Dollar einen neuen Rekordstand. Die Aktie legte vorbörslich rund 2 Prozent zu.

BlackRock kündigte zudem an, im vierten Quartal verstärkt auf KI-Infrastruktur zu setzen – darunter Stromnetze, Rechenzentren, Chips und Speicherlösungen.

Qualcomm siegt gegen Arm Holdings im Lizenzstreit

Eine Geschworenenjury sprach sich im langjährigen Rechtsstreit zwischen Qualcomm und Arm Holdings für Qualcomm aus. Arm soll vertragswidrig wichtige Software-Patches und Testwerkzeuge zurückgehalten sowie unrechtmäßig Einfluss auf einen Deal zwischen Qualcomm und Meta genommen haben – mit einem geschätzten Schaden von 170 Millionen Dollar für Qualcomm.

Der symbolische Schadensersatz beläuft sich auf lediglich 2 US-Dollar, doch die eigentliche Tragweite liegt in der möglichen Befreiung Qualcomms von Lizenzansprüchen durch Arm – eine Entscheidung, die noch eine Richterin treffen muss und weitreichende Folgen für die Halbleiterbranche haben könnte. Qualcomm legte vorbörslich leicht zu, Arm Holdings verlor rund 2 Prozent.

Visa mit China-Einstieg, Rio Tinto solide

Visa erhielt die Genehmigung, ein eigenes Bankkarten-Clearing-Geschäft in China aufzunehmen und künftig Transaktionen in Renminbi abzuwickeln. Der chinesische Markt für bargeldlose Zahlungen umfasst rund 27 Billionen US-Dollar – ein enormes Wachstumspotenzial. Die Aktie generierte zuletzt ein neues charttechnisches Kaufsignal durch das Überschreiten der 50-Tage-Linie.

Bergbaukonzern Rio Tinto legte solide Produktionszahlen für das dritte Quartal vor. Der Eisenerzabsatz in der Kernregion Pilbara stieg um 3 Prozent, die Kupferförderung blieb stabil – gestützt durch ein Förderplus von 27 Prozent in einer mongolischen Mine. Die Jahresziele wurden bestätigt. Die Aktie bewegte sich kaum und notierte knapp im Minus.

Die Kombination aus unerwartet hartnäckiger Inflation, uneinheitlichen Quartalsergebnissen und steigenden Anleiherenditen dürfte die Märkte in den kommenden Handelstagen weiter beschäftigen. Entscheidend wird sein, wie die Federal Reserve auf die anhaltend hohen Verbraucherpreise reagiert – und ob die laufende Berichtssaison weitere positive Überraschungen bereithält.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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