Monday, 2. November 2026
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Evakuierung aus Oleschky: Flucht aus der Hungerstadt

Hunderte Bewohner konnten durch eine US-vermittelte Waffenruhe aus der besetzten Frontstadt Oleschky evakuiert werden – nach Monaten ohne Lebensmittellieferungen.

Redaktion · 2. November 2026, 11:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 02.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Evakuierung aus Oleschky ist die größte gemeinsame humanitäre Aktion der Ukraine und Russlands seit Beginn des Krieges. Ermöglicht durch eine mehrtägige Waffenruhe, die von den USA vermittelt wurde, konnten hunderte Menschen die seit 2022 russisch besetzte Frontstadt im Süden der Ukraine verlassen. Es ist Tag 1712 des Ukrainekrieges – und inmitten des anhaltenden Konflikts gibt es einen seltenen Moment der Hoffnung für die Zivilbevölkerung.

Eine Stadt am Rand des Vergessens

Oleschky liegt am Ufer des Flusses Dnipro in einer der am heftigsten umkämpften Regionen der Ukraine. Seit 2022 befindet sich die Stadt unter russischer Besatzung und ist Teil einer Frontlinie, die kaum humanitäre Zugänge zulässt.

Vor dem Krieg zählte Oleschky rund 24.000 Einwohner. Zuletzt sollen es nicht einmal mehr 2.000 gewesen sein – die meisten Menschen sind längst geflohen oder verschollen. Die Verbliebenen harrten unter extremen Bedingungen aus, weitgehend abgeschnitten von der Außenwelt.

Laut den Vereinten Nationen fand der letzte reguläre Lebensmitteltransport in die Stadt im Mai statt. Was danach folgte, beschreiben Überlebende mit erschütternden Worten: Monatelanger Hunger, zerstörte Häuser, keine Dokumente, kein Dach über dem Kopf.

„Wir haben Gras gegessen” – Zeugenberichte aus Oleschky

Die Aussagen der evakuierten Bewohner zeichnen ein drastisches Bild der humanitären Lage vor Ort. Eine Frau berichtet, dass sie und ihre Familie fast ein Jahr lang kaum etwas zu essen hatten:

  • Ernährt wurde sich hauptsächlich von Zucchini, Tomaten und Kräutern aus dem eigenen Garten.
  • Teils wurden Gras und selbst gebackene Fladenbrote gegessen.
  • Im Garten der Familie hinterließen Artillerieangriffe riesige Krater.
  • Häuser wurden niedergebrannt – keine Dokumente, keine persönliche Habe blieb zurück.
  • Drohnen und Artillerie beschossen die unmittelbare Wohnumgebung der Menschen.

„Mein Gott, wir sind fast verhungert”, sagt eine Evakuierte. „Es ist alles niedergebrannt. Kein Dach, keine Dokumente, nichts, gar nichts.” Diese Worte stehen stellvertretend für das Schicksal Tausender Menschen in den besetzten Frontgebieten der Ukraine.

Waffenruhe ermöglicht die humanitäre Evakuierungsaktion

Die Grundlage für die Evakuierung bildete eine mehrtägige humanitäre Waffenruhe, die unter Vermittlung der USA zustande kam. Sie schuf ein begrenztes Zeitfenster, in dem weder Drohnen flogen noch Artillerie eingesetzt wurde – zumindest in der unmittelbaren Evakuierungszone.

Die evakuierten Bewohner wurden zunächst über Belarus geleitet und sollen von dort per Bus in sicherere Gebiete innerhalb der Ukraine gebracht werden. Jeder Bewohner hatte dabei die Wahl: Rückkehr in ukrainisch kontrolliertes Gebiet, Verbleib in russisch kontrollierten Gebieten – oder der Verbleib in der zerstörten Heimatstadt. Nur sehr wenige entschieden sich für Letzteres.

Die Waffenruhe für die Region war zeitlich begrenzt und endete am Sonntagabend. Ob es weitere derartige Aktionen geben wird, blieb zunächst offen.

Einordnung: Ein Hoffnungszeichen inmitten des Krieges

Die Evakuierung aus Oleschky ist mehr als eine humanitäre Einzelaktion – sie zeigt, dass auch nach mehr als vier Jahren Krieg diplomatische Kanäle und internationale Vermittlung in begrenztem Rahmen Wirkung entfalten können. Gleichzeitig verdeutlicht sie das erschreckende Ausmaß der humanitären Krise in den besetzten Frontgebieten, die von der Weltöffentlichkeit häufig kaum wahrgenommen werden.

Für die hunderten Evakuierten beginnt nun ein neues, ungewisses Kapitel – fern von ihrer zerstörten Heimat, aber endlich in Sicherheit. Die Lage der Menschen, die in ähnlichen Städten entlang der Frontlinie verblieben sind, bleibt indes weiterhin kritisch und weitgehend unzugänglich für humanitäre Hilfe.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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