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Gasspeicher zu leer: Droht ein teurer Winter?

Deutschlands Gasspeicher sind zum Winterstart deutlich zu leer. Was der niedrige Füllstand von 61,4 % für Verbraucher und Gaspreise bedeutet.

Redaktion · 2. November 2026, 17:45 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 02.11.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Deutschland geht mit deutlich weniger Gasreserven als vorgesehen in den Winter 2026/27. Zum 1. November lag der Gasspeicher Füllstand bei lediglich 61,4 Prozent – und damit rund neun Prozentpunkte unter der gesetzlichen Vorgabe von etwa 70 Prozent. Während die Behörden Entwarnung geben, warnen unabhängige Experten vor einem potenziell knappen und teuren Frühjahr, sollte der Winter länger oder kälter als erwartet ausfallen.

Behörden beruhigen – Experten sind skeptischer

Die Bundesnetzagentur und das Bundeswirtschaftsministerium betonen, die Energieversorgung sei stabil und gewährleistet. Engpässe seien unter normalen Bedingungen nicht zu erwarten.

Ein Vertreter des Speicherverbands Ines sieht das differenzierter: Die geringeren Sicherheitsreserven könnten bei ungünstigen Bedingungen zum Problem werden. Konkret nennt er zwei Szenarien:

  • Anhaltende Kälteperioden im Februar oder März, die den Verbrauch stark ansteigen lassen
  • Importstörungen, die die Nachspeisung aus dem Ausland erschweren
  • Ein Zusammentreffen beider Faktoren, das die Reserven frühzeitig aufzehren könnte

In solchen Szenarien könnten die Gaspreise im späten Winter deutlich anziehen – mit direkten Folgen für Verbraucher und Industrie.

Irankrieg verteuert das Einspeichern

Als Hauptursache für den niedrigen Füllstand gelten die stark gestiegenen Marktpreise für Erdgas. Diese sind wesentlich auf den Irankrieg zurückzuführen, der die globalen Energiemärkte verunsichert und die Beschaffungskosten in die Höhe getrieben hat. Dadurch wurde das Einspeichern von Gas für Energieunternehmen wirtschaftlich unattraktiv – sie kauften weniger ein als nötig, um die gesetzlichen Zielvorgaben zu erfüllen.

Die hohen Preise spiegeln eine strukturelle Schwäche wider: Wenn Marktanreize und Versorgungssicherheit auseinanderfallen, leidet am Ende die strategische Reserve.

Politischer Streit um die Verantwortung

Grünenpolitiker Michael Kellner macht Wirtschaftsministerin Katharina Reiche direkt verantwortlich für die unzureichende Befüllung der Speicher. Die Bundesregierung reagierte bereits Ende September mit einer Anweisung an das Energieunternehmen Sefe, zusätzliche Gasmengen einzuspeichern – ein Schritt, der jedoch offenbar nicht ausreichte, um die Lücke vollständig zu schließen.

Der Vorgang zeigt, dass die Politik weiterhin direkt in den Gasmarkt eingreifen muss, wenn Marktmechanismen allein die Versorgungssicherheit nicht garantieren können.

Nationale Gasreserve als langfristige Lösung

Um solche Situationen künftig zu vermeiden, ist eine nationale strategische Gasreserve in Planung. Sie soll einen Umfang von 24 Milliarden Kilowattstunden umfassen – das entspricht rund 10 Prozent der gesamten deutschen Speicherkapazität.

Diese Reserve würde als Puffer in Krisenzeiten dienen und unabhängig von Marktpreisen gehalten werden. Bis zu ihrer Einrichtung bleibt Deutschland jedoch auf funktionierende Importrouten und milde Wintermonate angewiesen.

Der Winter 2026/27 wird damit zum Stresstest für die deutsche Energieversorgung. Wie teuer Gas im Februar und März tatsächlich wird, hängt von Faktoren ab, die sich kaum vorhersagen lassen – vom Wetter bis zur geopolitischen Lage im Nahen Osten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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