Tuesday, 3. November 2026
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Día de los Muertos

Xoloitzcuintli: Nackthunde beim Tag der Toten

Beim Tag der Toten ziehen Dutzende Xoloitzcuintli durch Mexiko-Stadt – als heilige Seelengeleiter und lebendiges Symbol mexikanischer Identität.

Redaktion · 3. November 2026, 00:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 02.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Zum Tag der Toten verwandelt sich das historische Zentrum von Mexiko-Stadt in eine lebendige Bühne für eine ganz besondere Parade: Dutzende Xoloitzcuintles – die charakteristischen mexikanischen Nackthunde – ziehen mit ihren Haltern durch die Straßen der Hauptstadt. Direkt vor riesigen Skelettfiguren recken stolze Besitzer ihre Hunde in den Himmel, als wollten sie sie der Welt präsentieren. Die Veranstaltung verbindet präkolumbianische Mythologie mit modernem Gemeinschaftsgefühl und ist weit mehr als ein folkloristisches Spektakel.

Heilige Begleiter aus vorspanischer Zeit

Die Geschichte des Xoloitzcuintli reicht Tausende von Jahren zurück. Vor der spanischen Eroberung galten die Nackthunde bei den indigenen Völkern Mexikos als heilige Tiere. Ihre wichtigste Aufgabe: die Seelen der Verstorbenen sicher durch die Unterwelt Mictlan zu geleiten. In der aztekischen Mythologie war Mictlan das Reich der Toten, das die Seelen nach einem beschwerlichen Weg durchqueren mussten – und der treue Xolo stand ihnen dabei zur Seite.

Diese spirituelle Bedeutung macht die Hunde zu einem idealen Symbol für den Tag der Toten, ein Fest, an dem die Grenzen zwischen der Welt der Lebenden und der Toten symbolisch verschwimmen. Die Parade greift diese uralte Verbindung bewusst auf und verleiht dem Fest eine tiefere, kulturhistorische Dimension.

Immaterielles Kulturgut mit besonderem Pflegebedarf

Der Xoloitzcuintli ist in Mexiko-Stadt offiziell als immaterielles Kulturgut anerkannt – eine Auszeichnung, die seiner herausragenden kulturellen Bedeutung Rechnung trägt. Doch die Haltung dieser Rasse ist anspruchsvoll. Die haarlosen Tiere benötigen intensive Pflege, da ihnen der natürliche Schutz eines Fells fehlt.

  • Regelmäßiger Sonnenschutz, da die nackte Haut empfindlich auf UV-Strahlung reagiert
  • Besondere Hautpflege, um Austrocknung und Reizungen zu vermeiden
  • Schutzkleidung bei Kälte, da die Tiere schnell auskühlen
  • Sorgfältige Ernährung und regelmäßige tierärztliche Betreuung

Hinzu kommt, dass sich die mexikanische Rasse nicht leicht kreuzt. Die Züchter betonen, wie wichtig es ist, die genetische Reinheit und die Legende dieser Hunde zu bewahren. Für viele Halter ist die Zucht deshalb eine Frage der Verantwortung gegenüber dem kulturellen Erbe.

Bekenntnis zu Wurzeln und mexikanischer Identität

Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Parade ist der gemeinsame Zug durch die Straßen weit mehr als ein Ausflug. Es ist ein klares Bekenntnis zu den eigenen Wurzeln. „Mir gefällt diese Geschichte sehr. Es ist toll, so etwas zu Hause zu haben und dass alle es anerkennen”, bringt eine Halterin die Stimmung auf den Punkt.

Das Treffen stärkt den Zusammenhalt der Gemeinschaft der Xolo-Liebhaber in Mexiko-Stadt und sendet gleichzeitig ein Signal nach außen: Diese Hunde sind kein museales Relikt, sondern ein lebendiges Stück mexikanischer Identität. Die Parade macht sichtbar, was sonst im Alltag verborgen bleibt – eine jahrtausendealte Verbindung zwischen Mensch, Tier und Kultur.

Lebendige Tradition im Fest der Toten

Der Tag der Toten – Día de los Muertos – ist in Mexiko eines der bedeutendsten Feste des Jahres. Er verbindet indigene Traditionen mit katholischen Einflüssen zu einem einzigartigen kulturellen Ausdruck. Die Xoloitzcuintli-Parade fügt diesem vielschichtigen Fest eine weitere Facette hinzu: Sie erinnert daran, dass gelebte Geschichte nicht in Büchern verstaubt, sondern auf vier Pfoten durch die Straßen läuft.

Angesichts des wachsenden internationalen Interesses am Tag der Toten und an indigenen Traditionen Mexikos dürfte die Bekanntheit der Xoloitzcuintli-Parade in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Das Bewusstsein für den Schutz dieser einzigartigen Rasse – kulturell wie biologisch – bleibt dabei eine dauerhafte Aufgabe für die Gemeinschaft der Halter und Züchter.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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