Trump-Kritik: So urteilt die Bevölkerung
Viele Menschen in Deutschland sehen Trump kritisch – manche stellen ihn Putin gleich. Wie die Bevölkerung über den US-Präsidenten urteilt und was sie von Europa erwartet.
Dieses Video wurde am 03.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Mit Blick auf die anstehenden Midterm-Wahlen in den USA wächst in der deutschen Bevölkerung die Sorge um die Folgen der Politik von Donald Trump. Straßenumfragen zeigen ein deutliches Bild: Viele Menschen empfinden Trumps Kurs als gefährlich – für Europa, für die Welt und für das globale Gleichgewicht. Die Trump-Kritik reicht dabei von persönlicher Ablehnung bis hin zu geopolitischen Einschätzungen, die den US-Präsidenten in einem Atemzug mit autoritären Staatschefs nennen.
„Nicht ungefährlicher als Putin” – Harte Worte aus der Mitte der Gesellschaft
Besonders auffällig ist die Schärfe, mit der Teile der Bevölkerung über Trump urteilen. „Trump ist nicht viel ungefährlicher als Putin” – so lautet eine der pointiertesten Einschätzungen, die in Gesprächen mit Passanten zu hören ist. Damit wird der amerikanische Präsident in eine Reihe mit dem russischen Staatschef gestellt, der in Europa vor allem seit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine als Bedrohung gilt.
Andere sehen in Trump schlicht einen „furchtbaren Menschen”, dessen Politik sie als untragbar bezeichnen. Der Wunsch nach einem Machtwechsel in Washington ist dabei deutlich spürbar: Mehrere Befragte äußern die Hoffnung, dass Trump bei den nächsten Wahlen abgewählt wird.
Trump-Kritik trifft auch auf Gegenstimmen
Nicht alle Stimmen fallen jedoch gleich aus. Einzelne Befragte mahnen zur Differenzierung: Wer immer nur über Trump schlecht rede, ohne eigene Lösungen anzubieten, mache es sich zu einfach. „Der Nachbar ist ein Trottel – das ist das Leichteste”, bringt es ein Gesprächspartner auf den Punkt.
Einige sehen in Trump auch einen konsequenten Geschäftsmann, der Stärke demonstriert – eine Eigenschaft, die in der Politik selten offen zur Schau gestellt werde. Diese Perspektive bleibt in der Minderheit, zeigt aber, dass das Meinungsbild nicht völlig einseitig ist.
- Viele Deutsche empfinden Trumps Politik als globale Bedrohung.
- Einige setzen ihn in Relation zu Putin als destabilisierende Kraft.
- Kritiker seiner Kritiker mahnen zu konstruktiverer Debatte.
- Der Wunsch nach Abwahl Trumps ist unter Befragten weit verbreitet.
- Europa wird als zu abhängig von den USA wahrgenommen.
Europas Souveränität als Antwort auf Unsicherheit
Ein zentrales Thema, das in den Gesprächen immer wieder auftaucht, ist die strategische Eigenständigkeit Europas. Die Abhängigkeit vom transatlantischen Partner USA wird von vielen als Problem erkannt – gerade in Zeiten, in denen die amerikanische Außenpolitik als unberechenbar gilt.
„Europa muss stärker und unabhängiger werden”, fordert ein Befragter – und zwar nicht nur in sicherheitspolitischer Hinsicht, sondern auch mit Blick auf Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz. Die Sorge ist klar: Wer technologisch und wirtschaftlich von den USA abhängt, ist auch politisch erpressbar.
Diese Forderung nach mehr europäischer Souveränität findet breite Zustimmung. Die Botschaft lautet: Ein selbstständiges Europa müsse sich weder vor Trump noch vor den USA fürchten.
Midterms als Stimmungstest für Trumps Kurs
Die bevorstehenden Midterm-Wahlen gelten als wichtiger Gradmesser für die politische Stimmung in den USA. In Deutschland verfolgen viele Menschen das Geschehen mit Spannung – und mit der Hoffnung, dass die Wahlen eine Korrektur des aktuellen politischen Kurses einleiten könnten.
Die Einschätzungen aus der Bevölkerung verdeutlichen: Das Interesse an der US-amerikanischen Innenpolitik ist in Deutschland ungebrochen hoch. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein, dass Europa langfristig eigene Antworten auf die Herausforderungen der globalisierten Welt finden muss – unabhängig davon, wer im Weißen Haus regiert.
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