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Cybersicherheit

KI-Nation Deutschland: Chancen und Risiken bis 2030

Beim Digitalgipfel in Berlin fordert Kanzler Merz Deutschlands Aufstieg zur KI-Nation. Was das bedeutet und welche Risiken KI birgt, erklärt Schwarz-Digits-CEO Müller.

Redaktion · 3. November 2026, 22:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 03.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Deutschland soll bis 2030 zur KI-Nation aufsteigen – das hat Bundeskanzler Friedrich Merz beim Digitalgipfel in Berlin gefordert. Laut der KI-Task-Force der Bundesregierung sind die kommenden 12 bis 18 Monate entscheidend. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen mindestens 80 Prozent der Großunternehmen und 55 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen künstliche Intelligenz einsetzen. Merz betont dabei: Im Mittelpunkt müsse stets der Mensch stehen, nicht die Technologie.

Deutschlands Stärke liegt in den Industriedaten

Ob das Ziel KI-Nation erreichbar ist, bewertet Christian Müller, CEO von Schwarz Digits, grundsätzlich positiv – allerdings mit einer klaren Einschränkung. Bei den großen Basismodellen, wie sie Google, Amazon oder Microsoft entwickeln, habe Deutschland den Anschluss verpasst. Der eigentliche Schatz liegt jedoch woanders.

„Der Schatz liegt im deutschen Mittelstand – das heißt in den Industriedaten”, so Müller. Deutschland sei bei diesen Daten führend. Werden sie konsequent mit KI-Methoden genutzt, entstehe echter Wettbewerbsvorteil. Es gehe weniger darum, selbst führende Sprachmodelle zu bauen, als vielmehr den wirtschaftlichen Mehrwert aus KI zu ziehen und daraus tragfähige Business Cases zu entwickeln.

Datensouveränität als Fundament der KI-Strategie

Ein zentrales Thema im Gespräch ist die Frage, wo Unternehmensdaten gespeichert und verarbeitet werden. Müller plädiert klar für Datensouveränität: Kritische Daten sollten ausschließlich in KI-Modellen verarbeitet werden, die das Unternehmen selbst kontrolliert oder die nachweislich datensouverän betrieben werden.

Der Grund: „Die KI vergisst nie.” Einmal hochgeladene Daten lassen sich nicht mehr zurückholen. Deshalb sei die Wahl des richtigen Modells keine technische Nebensache, sondern eine strategische Grundsatzentscheidung.

  • Datenspeicherung sollte bei den Unternehmen oder zumindest im Inland verbleiben.
  • Kritische Unternehmensdaten dürfen nur in souveränen oder selbst betriebenen Modellen genutzt werden.
  • Der Aufbau einer souveränen KI-Infrastruktur in Deutschland ist die notwendige Voraussetzung für den KI-Aufstieg.
  • Domänenspezifische Modelle helfen, Industriedaten gezielt nutzbar zu machen.

Müller vergleicht die Entscheidung mit einem Hausbau: Wer KI einsetzen will, muss zuerst klären, wo die Daten liegen – so wie ein Bauherr entscheiden muss, ob er einen Keller baut oder nicht.

Cybersicherheit im KI-Zeitalter: Ein Wettlauf ohne Finish

Neben dem Potenzial der KI thematisiert Müller auch die wachsenden Cyberrisiken. KI-gestützte Angriffe werden seiner Einschätzung nach schneller, raffinierter und durchschlagender. Vollständige Sicherheit sei im Cyberumfeld grundsätzlich nicht erreichbar.

Schwarz Digits selbst war nach eigenen Angaben nicht von einem kürzlich bekanntgewordenen Angriff auf Kühlsysteme europäischer Handelsfilialen betroffen – dank entsprechender Vorsorgemaßnahmen. Als Partner setzt das Unternehmen auf Crowdstrike, um KI-Angriffe mit KI-gestützten Abwehrmethoden zu begegnen.

„Sie müssen KI-Angriffe mit KI-defensiven Maßnahmen gegenüberstellen”, fasst Müller zusammen. Der Kampf zwischen Angreifern und Verteidigern sei wie ein Wettlauf – und im KI-Zeitalter werde dieser Wettlauf deutlich schneller.

Was jetzt konkret passieren muss

Um Deutschland tatsächlich zur KI-Nation zu machen, brauche es vor allem eines: den zielgerichteten Aufbau einer souveränen digitalen Infrastruktur. Viele Mittelständler, aber auch Großunternehmen und Bürger zögerten noch, weil sie befürchteten, die Kontrolle über ihre Daten zu verlieren.

Diesem Vertrauensproblem lässt sich nur mit klaren Rahmenbedingungen und einer Infrastruktur begegnen, bei der Datenspeicherung und Datenverarbeitung transparent und kontrollierbar bleiben. Gelingt das, sieht Müller Deutschland durchaus in der Lage, zu den führenden KI-Nationen der Welt aufzuschließen – nicht als Entwickler von Basismodellen, aber als effizienter und datensouveräner Anwender mit einzigartigen Industriedaten als Rohstoff.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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