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Deutsche Telekom: Fusion mit T-Mobile wird konkreter

Die Deutsche Telekom legt solide Quartalszahlen vor – doch SpaceX und Starlink bedrohen das US-Kerngeschäft. Was das für eine Fusion mit T-Mobile bedeutet.

Redaktion · 5. November 2026, 17:58 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 05.11.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Deutsche Telekom hat mit ihren Quartalszahlen insgesamt positiv überrascht: Wachstum im deutschen Breitbandgeschäft, eine Trendwende bei der Großkundentochter T-Systems und ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm von 2 Milliarden Euro. Doch hinter den soliden Zahlen wächst eine strategische Bedrohung – und die trägt den Namen Elon Musk. Die mögliche Fusion der Telekom mit ihrer US-Tochter T-Mobile rückt dadurch in ein neues Licht.

Quartalszahlen: Deutschland überrascht, T-Systems liefert

Weil T-Mobile US rund zwei Drittel des Konzernumsatzes ausmacht und die Zahlen der US-Tochter traditionell früher veröffentlicht werden, stand ein Großteil der Ergebnisse bereits vorab fest. Der Fokus lag daher auf dem Rest des Konzerns – und dort gab es durchaus Positives zu berichten.

Im deutschen Breitbandgeschäft gelang erstmals seit längerer Zeit eine echte Trendwende: Die Telekom gewann netto wieder Kunden hinzu, nachdem sie zuletzt mehr klassische DSL-Anschlüsse verloren als Glasfaserkunden gewonnen hatte. Auch T-Systems, jahrelang das Sorgenkind des Konzerns, entwickelt sich besser. Die Großkundentochter, die unter anderem für das KI-Rechenzentrum in München gemeinsam mit Nvidia verantwortlich ist, soll bis 2030 eine Milliarde Euro zusätzlichen Umsatz allein im KI-Bereich erwirtschaften.

Dennoch sorgt das angekündigte Aktienrückkaufprogramm für Diskussionen: Kritiker weisen darauf hin, dass die Telekom zu den am höchsten verschuldeten Konzernen Europas zählt – mit fast 140 Milliarden Euro Schulden. Statt Aktien zurückzukaufen, hätte das Kapital auch in den Schuldenabbau fließen können.

SpaceX und Starlink: Die Bedrohung wird konkret

Telekomchef Tim Höttges nutzte den Earnings Call ungewöhnlich ausführlich, um über Elon Musk und dessen Raumfahrtunternehmen SpaceX zu sprechen – und das hat einen konkreten Grund. Was lange als hypothetisches Zukunftsszenario galt, wird nun Schritt für Schritt Realität:

  • SpaceX hat zuletzt massiv zusätzliches Mobilfunkspektrum zugekauft, darunter Flächenfrequenzen, die auch innerhalb von Gebäuden Empfang ermöglichen.
  • Starlink führt Gespräche mit allen großen Mobilfunk-Standortbetreibern in den USA, um eine eigene Bodeninfrastruktur aufzubauen.
  • Eine neue Partnerschaft mit dem Chiphersteller Qualcomm soll SpaceX helfen, ab dem nächsten Jahr ein landesweites 5G-Netz aufzubauen.

Bislang war Starlink eine Ergänzung zu T-Mobile: Kunden ohne Netzempfang – in den USA keine Seltenheit – konnten auf Satellitenkonnektivität zurückgreifen. Doch die jüngsten Schritte deuten darauf hin, dass SpaceX einen vollwertigen, eigenständigen Mobilfunkdienst anstrebt. Für die Telekom ist das eine ernste Gefahr, denn die USA sind ihr mit Abstand wichtigster Markt.

Deutsche Telekom Fusion mit T-Mobile: Argumente werden stärker

Höttges hat eine mögliche Fusion der Deutschen Telekom mit T-Mobile US offiziell nie bestätigt. Doch die Logik dahinter ist klar: Sowohl die Telekom als auch T-Mobile US seien für sich genommen zu klein, um im verschärften Wettbewerb gegen einen Akteur wie SpaceX zu bestehen. Die Telekom hält knapp mehr als die Hälfte der Anteile an T-Mobile – ein Konstrukt, das große strategische Wetten erschwert.

Die zunehmend konkrete Bedrohung durch SpaceX könnte nun als Argument dienen, eine solche Megafusion politisch und regulatorisch voranzutreiben. Dass Höttges das Thema im Earnings Call so prominent platzierte, dürfte kein Zufall sein. Analysten haben die Risiken aus dem SpaceX-Wettbewerb nach Angaben des Managements bereits in den Aktienkurs eingepreist – was erklären würde, warum die Telekom-Aktie trotz solider Zahlen hinter ihrem inneren Wert zurückbleibt.

Rheinmetall senkt Prognose – Rüstungsbranche mit gemischtem Bild

Ebenfalls im Fokus stand der Rüstungskonzern Rheinmetall, dessen Aktie zwischenzeitlich mehr als 17 Prozent verlor. Auslöser: Ein Bundeswehr-Großauftrag für mindestens 3.000 Boxer-Radpanzer im Rahmen des Projekts Arminius wird sich ins nächste Jahr verschieben. Die Folge: Rheinmetall senkte seine Umsatzprognose um eine Milliarde auf 13,2 Milliarden Euro und erwartet eine Gewinnmarge von 18,5 Prozent – einen halben Prozentpunkt weniger als zuvor. Seit dem Rekordhoch im vergangenen Herbst hat die Aktie damit insgesamt rund 57 Prozent an Wert verloren.

Anders verlief der Tag für den Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt: Gute Quartalszahlen und angehobene Jahresziele – der Umsatz soll 2,8 Milliarden Euro erreichen, die operative Marge am oberen Ende der Spanne zwischen 18,5 und 19 Prozent landen. Die Branche zeigt damit ein gespaltenes Bild: Während Rheinmetall unter Prognoserisiken leidet, profitiert Hensoldt von stabiler Auftragslage.

Insgesamt bleibt die strategische Lage der Deutschen Telekom das zentrale Thema. Die Quartalszahlen liefern eine solide Basis – doch ob das Unternehmen auf die wachsende Konkurrenz durch SpaceX und Starlink mit einer Fusion antworten wird, dürfte die Märkte noch länger beschäftigen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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