Kalte Progression 2027: Heimliche Steuererhöhung

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Dieses Video wurde am 12.08.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ab dem Jahr 2027 droht Millionen Deutschen eine heimliche Steuererhöhung: Die Bundesregierung plant, die sogenannte kalte Progression nicht mehr auszugleichen. Damit würden Arbeitnehmer, deren Löhne lediglich mit der Inflation steigen, real keinen Cent mehr in der Tasche haben – gleichzeitig aber in einen höheren Steuertarif rutschen. Der finanzielle Effekt für die Bürger: bis zu 8,8 Milliarden Euro weniger Kaufkraft pro Jahr. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte im Wahlkampf noch das Gegenteil versprochen.

Was ist die kalte Progression – und wie viel hat ihr Ausgleich bisher gekostet?

Die kalte Progression entsteht, wenn Lohnerhöhungen lediglich die Inflation ausgleichen, der progressive Steuertarif die Beschäftigten dadurch aber automatisch in eine höhere Steuerklasse schiebt. Unterm Strich zahlen Betroffene dann mehr Steuern, ohne real mehr Geld zu verdienen.

In den vergangenen elf Jahren haben aufeinanderfolgende Bundesregierungen diesen Effekt konsequent ausgeglichen und den Steuertarif entsprechend angepasst. Der Steuerzahlerbund beziffert das Gesamtvolumen dieser Entlastungen auf rund 170 Milliarden Euro.

Ab 2027 soll dieser Ausgleich ausbleiben. Für die Haushaltslage mag das kurzfristig helfen – für die Steuerzahler bedeutet es eine spürbare, aber politisch schwer greifbare Mehrbelastung.

Rekordschulden und trotzdem weniger Entlastung

Besonders brisant wirkt die Entscheidung vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltspolitik. Der Bundeshaushalt liegt bei deutlich über 500 Milliarden Euro, hinzu kommt das sogenannte Sondervermögen – faktisch ein schuldenfinanziertes Ausgabenpaket in XXL-Größe, das über steigende Zinsen und künftige Steuereinnahmen zurückgezahlt werden muss.

Die Logik der Regierung: zu viele Ausgaben, zu wenig Einnahmen. Um die Lücke zu schließen, werden die Steuerzahler schlicht weniger entlastet, als ihnen nach bisheriger Praxis zustünde.

  • Haushaltsvolumen 2025: über 500 Milliarden Euro
  • Sondervermögen (Sonderschulden): bereits weitgehend verplant
  • Ausbleibender Progressionsausgleich 2027: bis zu 8,8 Milliarden Euro zu Lasten der Bürger
  • Geplante Steuerentlastung 2028: nur noch rund 7 statt ursprünglich 10 Milliarden Euro

Merz zwischen Wahlversprechen und Koalitionszwängen

Friedrich Merz hatte sich im Bundestagswahlkampf als wirtschaftsfreundlicher Kanzler positioniert und explizit Steuererhöhungen eine Absage erteilt. Doch bereits kurz nach der Regierungsbildung musste er zentrale Versprechen revidieren – der Koalitionspartner SPD steht für eine andere Steuerpolitik.

Finanzminister Lars Klingbeil hatte vorgeschlagen, eine breitere Steuerentlastung durch höhere Abgaben auf Topverdiener gegenzufinanzieren. Das Ergebnis: Die versprochene Entlastung schrumpfte von geplanten 10 auf mutmaßlich 7 Milliarden Euro für 2028. Glaubwürdigkeit hat Merz durch diese Kurskorrektur verloren – sowohl bei Wählern als auch innerhalb der Union, nachdem ihm kurz vor der Sommerpause auch noch sein Fraktionschef abhandenkam.

Vertrauenskrise: Mehr als die Hälfte der Deutschen sieht keine Problemlösungskompetenz

Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt das Ausmaß der politischen Vertrauenskrise: Mehr als die Hälfte der Deutschen schreibt keiner Partei mehr die Fähigkeit zu, die Probleme des Landes zu lösen.

Besonders dramatisch ist der Absturz von CDU und CSU: Zu Zeiten von Angela Merkel im Jahr 2021 schrieben noch rund 40 Prozent der Deutschen der Union Lösungskompetenz zu. Im vergangenen Sommer waren es noch 25 Prozent – heute sind es nur noch 12 Prozent. Die SPD liegt im einstelligen Bereich. Erstmals führt in dieser Kategorie die AfD mit 13 Prozent, was laut Beobachtern auch ein Vorgeschmack auf anstehende Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sein könnte.

Als Ursache gilt neben dem Streit um die Steuerpolitik auch das strukturelle Dilemma der Großen Koalition: Union und SPD wollen in zentralen Fragen – Migration, Wirtschaft, Steuern – grundlegend Verschiedenes. Das lähmt Reformen und nährt Frust bei Millionen Wählern, die seit Jahren auf spürbare Verbesserungen warten. Ob die Regierung noch die Kraft findet, das Steuer herumzureißen, gilt derzeit als offen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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