DAX-Check: Jost Werke, OHB, Ottobock & Secunet im Fokus

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Dieses Video wurde am 13.08.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der DAX hat am 13. August ein neues Allzeithoch bei 26.573 Punkten markiert, bevor zum Handelsschluss Gewinnmitnahmen den Index auf rund 26.331 Zähler zurückführten. Zum Handelsauftakt zeigte sich der deutsche Leitindex vorbörslich dennoch freundlich. Während die großen DAX-Konzerne abwarteten, lieferte die Berichtssaison vor allem in der zweiten und dritten Reihe Schlagzeilen: Insgesamt 25 Unternehmen aus MDAX und SDAX legten Quartalszahlen vor. Der DAX-Check nimmt die spannendsten Einzelwerte unter die Lupe.

Jost Werke: Starkes Halbjahr mit 132 Prozent Gewinnanstieg

Jost Werke, Hersteller von Kupplungen, Hydrauliksystemen und Komponenten für Nutzfahrzeuge sowie Landmaschinen, überraschte mit bemerkenswert starken Halbjahreszahlen. Der Umsatz legte um 13 Prozent zu, das bereinigte EBIT verbesserte sich um 19 Prozent, und das Nettoergebnis wuchs um beeindruckende 132 Prozent.

Alle Regionen und Geschäftsbereiche trugen zum Wachstum bei. Das organische Wachstum war dabei der entscheidende Treiber. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Vorbörslich reagierte die Aktie positiv und näherte sich dem charttechnischen Widerstandsbereich knapp unterhalb von 60 Euro. Gelingt der Ausbruch, wäre weiteres Aufwärtspotenzial möglich – wenngleich Nebenwerte wie Jost Werke im Fokus institutioneller Anleger oft hinter Schwergewichten wie Alphabet oder Micron zurückstehen.

OHB: Raumfahrtaktie tritt dem SDAX bei

Der Raumfahrt- und Technologiekonzern OHB rückt außerplanmäßig in den SDAX auf und könnte im September auch in den TecDAX aufgenommen werden. Das Unternehmen hat zuletzt eine Kapitalerhöhung von 484 Millionen Euro durchgeführt, um Kapazitäten auszubauen, Übernahmen zu finanzieren und Zukunftsprogramme voranzutreiben.

Für das laufende Jahr peilt OHB eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro sowie eine bereinigte EBITA-Marge von 10,5 bis 11 Prozent an. Mittelfristig ist ein Umsatz von 4 Milliarden Euro mit einer Marge von mindestens 13 Prozent das Ziel. Eine Kooperation mit Rheinmetall im Raumfahrtbereich unterstreicht das strategische Gewicht des Unternehmens. Nach einer Normalisierung der Bewertung – Raumfahrtaktien hatten im Zuge von SpaceX zeitweise überhitzte Niveaus erreicht – nimmt die OHB-Aktie wieder Fahrt auf. Analysten sehen Potenzial zurück über die 300-Euro-Marke.

Ottobock und Secunet: Solide Zahlen aus dem Gesundheits- und IT-Sektor

Ottobock, führender Hersteller von Prothesen und Orthesen, meldete ebenfalls solide Halbjahreszahlen:

  • Umsatzwachstum im Kerngeschäft: +10,7 Prozent
  • Bereinigter Konzerngewinn: 62,5 Millionen Euro (+28,5 Prozent)
  • Bereinigte EBIT-Marge: 27,9 Prozent (+2,8 Prozentpunkte)
  • Organisches Wachstumsziel: 6 bis 8 Prozent

Das Kerngeschäft in der Prothetik und Orthetik läuft besonders gut. Ottobock hat sein Portfolio durch die Übernahme von Fesia sowie den Verkauf des Bereichs Human Mobility strategisch fokussiert. Vorbörslich notierte die Aktie wieder über der 60-Euro-Marke; technisches Ziel ist der Bereich um 64 Euro, mittelfristig sogar 70 bis 75 Euro.

Noch stärker fiel die Reaktion bei Secunet Security Networks aus. Der IT-Sicherheitsspezialist überzeugte mit einem Umsatzplus von 19 Prozent, einem EBIT-Wachstum von 20 Prozent – und vor allem einem Auftragseingang, der um 79 Prozent auf 287 Millionen Euro sprang. Treiber war die starke Nachfrage aus dem öffentlichen Sektor, insbesondere aus den Bereichen Verteidigung und Raumfahrt. Der Umsatzausblick wurde an das obere Ende der Prognosespanne von 460 bis 500 Millionen Euro angehoben. Der charttechnische Widerstandsbereich zwischen 200 und 215 Euro wird zur entscheidenden Hürde.

Sixt und Thyssenkrupp: Rekordquartal trifft Holdingstrategie

Sixt vermeldete das 20. Rekordquartal in Folge: Der Umsatz wuchs um 9 Prozent, das EBIT im ersten Halbjahr legte um 39 Prozent zu, und die EBIT-Rendite verbesserte sich um 1,3 Prozentpunkte. Die Jahresprognose von 4,45 bis 4,6 Milliarden Euro Umsatz wurde bestätigt, Wachstum zeigte sich in allen Regionen. Die Aktie pendelt derzeit zwischen 58 und 62 Euro – ein nachhaltiger Ausbruch aus dieser Spanne wäre ein prozyklisches Kaufsignal.

Thyssenkrupp entwickelt sich zunehmend zur Holdinggesellschaft – ein Modell, das an den Märkten traditionell mit Abschlägen auf den inneren Wert bewertet wird. Im dritten Geschäftsquartal stieg der Umsatz um 8 Prozent, das EBIT legte um 18 Prozent zu. Das untere Ende der Prognose für das bereinigte EBIT wurde um 100 Millionen Euro angehoben, gleichzeitig wird nun ein Umsatzrückgang von 1 bis 3 Prozent erwartet. Das interne Effizienzprogramm Apex zeigt erste Früchte. Die Beteiligungen an TKMS, der Stahlsparte und der Aufzugssparte bleiben vorerst im Konzern.

Insgesamt zeichnet die Berichtssaison ein überwiegend positives Bild für deutsche Neben- und Spezialwerte. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürften neben den Unternehmensgewinnen auch makroökonomische Daten sein – allen voran die US-Erzeugerpreise, die am Nachmittag erwartet werden. Ob DAX, MDAX oder SDAX: Die Zahlen aus der zweiten und dritten Reihe liefern solide Argumente für mittel- bis langfristig orientierte Anleger.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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