DAX-Check: TKMS, Talanx und Adesso im Fokus

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Dieses Video wurde am 14.08.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der DAX-Check vom Freitag, 14. August, liefert ein gemischtes Bild: Während der deutsche Leitindex bei rund 26.450 Punkten notiert und nur gut 120 Zähler vom Rekordhoch bei 26.570 entfernt ist, sorgen einzelne Titel für klare Bewegungen. TKMS markiert ein neues Allzeithoch, Talanx überzeugt mit angehobener Prognose, Adesso zeigt solides Wachstum – und Energiekontor schockt Anleger mit einer drastischen Gewinnwarnung.

DAX nähert sich Rekordhoch – Schwergewichte treiben den Index

Der DAX bewegt sich in einer engen Handelsspanne zwischen 26.250 und 26.500 Punkten. Auf der Unterseite bietet der Bereich 26.250 bis 26.300 Unterstützung, darunter liegt das alte Ausbruchsniveau bei rund 25.900. Die Tendenz zeigt jedoch wieder in Richtung der oberen Begrenzung.

Treiber sind vor allem die Indexschwergewichte: SAP zeigt sich weiter stark, Siemens läuft in Richtung Allzeithoch, und Rheinmetall nähert sich erneut der Marke von 1.200 Euro. Die US-Renditen, ein wichtiger Einflussfaktor, sind nach den jüngsten Erzeugerpreisdaten auf 3,14 Prozent in Deutschland gefallen, in den USA liegt die Rendite bei 4,65 Prozent.

TKMS und Thyssenkrupp: Kursfeuerwerk mit Luft nach oben

TKMS (Thyssenkrupp Marine Systems) erreicht mit einem Kurs von 104,80 Euro ein neues Rekordhoch. Die zuletzt angehobene Prognose untermauert die starke Kursentwicklung fundamental. Analysten sehen auf Sicht der nächsten Wochen Kurse zwischen 115 und 120 Euro als realistisch, sofern das Signal in den kommenden Tagen bestätigt wird.

Die Muttergesellschaft Thyssenkrupp notiert bei rund 13,50 Euro – ein Niveau, das zuletzt Ende 2018 erreicht wurde. Im 10-Jahres-Chart zeigt sich: Nächste nennenswerte Widerstände liegen bei 15, dann bei 17 und schließlich bei rund 20 Euro. Die Holdingstruktur des Konzerns mag für Kapitalmarktteilnehmer schwer greifbar sein, doch die steigenden Kurse sprechen vorerst für den eingeschlagenen Weg.

Talanx und Adesso mit soliden Halbjahreszahlen

Talanx legt einen starken Halbjahresbericht vor und hebt die Ergebnisprognose an. Statt der ursprünglich geplanten 2,7 Milliarden Euro Jahresgewinn wird nun „deutlich mehr” erwartet – Analysten gehen von rund 2,82 Milliarden Euro aus. Damit ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 10,5, vergleichbar mit dem Niveau der Munich Re. Das nächste charttechnische Ziel liegt beim Zwischenhoch bei rund 120 Euro.

Das IT-Beratungsunternehmen Adesso überzeugt ebenfalls: Im ersten Halbjahr stieg der Umsatz um 13 Prozent, das EBITDA legte um 21 Prozent zu, die EBITDA-Marge verbesserte sich um 0,4 Prozentpunkte. Als strategisches Alleinstellungsmerkmal gilt die sogenannte digitale Souveränität – Kundendaten werden nicht auf US-Servern gespeichert. Die Aktie pendelt um die 60-Euro-Marke; ein nachhaltiger Anstieg über 64 bis 65 Euro wäre ein Befreiungsschlag. Auf mittlere Sicht erscheinen wieder 70 Euro möglich.

SFC Energy mit starken Zahlen – Energiekontor mit Gewinnwarnung

SFC Energy überrascht positiv: Der Umsatz wächst um 12 Prozent, das bereinigte EBIT springt um beeindruckende 200 Prozent, das bereinigte EBITDA legt um 116 Prozent zu. Die Prognose wurde in den oberen Bereich eingeengt:

  • Bereinigtes EBITDA: 31,5 bis 34 Millionen Euro
  • Bereinigtes EBIT: 21,5 bis 25,5 Millionen Euro
  • Hohe Nachfrage und starke Auftragslage als Treiber

Die Aktie ist von über 22 Euro etwas zurückgefallen, der mittelfristige Trend zeigt aber aufwärts. Ein Test der 24-Euro-Marke innerhalb der nächsten vier bis acht Wochen gilt als realistisch.

Einen herben Rückschlag erleidet dagegen Energiekontor: Nach einer Ausblicksbestätigung am Morgen senkte das Unternehmen die Prognose noch am selben Abend drastisch. Das Konzern-EBIT wird nun bei nur noch 5 bis 10 Millionen Euro erwartet – die bisherige Spanne lag bei 40 bis 60 Millionen. Als Begründung werden spätere Netzanschlüsse bei schottischen Windparkprojekten und ins nächste Geschäftsjahr verschobene Ergebnisbeiträge genannt. Die Aktie reagiert mit starken Kursverlusten; charttechnisch wurde ein klares Verkaufssignal ausgelöst. Vorerst gilt: Finger weg.

Der DAX bleibt damit in einer spannenden Ausgangslage: Die Schwergewichte stützen, ausgewählte Einzelwerte liefern starke Signale, und mit den US-Konjunkturdaten am Nachmittag – Einzelhandelsumsätze und BIP-Wachstum – stehen noch potenzielle Impulsgeber auf dem Programm. Ob der Index das Rekordhoch bei 26.570 in der kommenden Handelswoche knackt, dürfte maßgeblich von der weiteren Entwicklung an den US-Märkten abhängen.

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