Plagiatsvorwürfe gegen Berlins Justizsenatorin Badenberg

Date:

Dieses Video wurde am 20.08.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Schwere Plagiatsvorwürfe erschüttern Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg: Der renommierte Plagiatsforscher Stefan Weber will in ihrer 2005 eingereichten Doktorarbeit insgesamt 83 schwerwiegende Textübernahmen entdeckt haben. Weber bezeichnet den Fall als den gravierendsten Plagiatsfall in der deutschen Rechtswissenschaft seit dem Rücktritt von Karl-Theodor zu Guttenberg als Verteidigungsminister im Jahr 2011. Badenberg, die derzeit für die CDU mit Wahlplakaten wirbt, auf denen ihr Doktortitel prominent erscheint, sieht sich damit mit Vorwürfen konfrontiert, die ihre politische Zukunft grundlegend in Frage stellen könnten.

Plagiat beginnt bei der Danksagung

Besonders pikant: Die dokumentierten Übernahmen beginnen laut Weber bereits in der persönlichen Danksagung der Doktorarbeit. Badenbergs Widmung an ihre Eltern und ihren Ehemann lautet: „Meinen lieben Eltern, meinem Mann als Dank für die mir entgegengebrachte Liebe und ihr Verständnis, die mir die Kraft zur Anfertigung dieser Arbeit gaben.”

Eine fast identische Formulierung findet sich in einer Doktorarbeit aus dem Jahr 1995: „Meinen Eltern, meinen beiden Töchtern als Dank für die mir entgegengebrachte Liebe und ihr Verständnis, die mir die Kraft zur Anfertigung dieser Arbeit gaben.” Der Satz ist nahezu wortgleich – lediglich die genannten Personen wurden ausgetauscht.

Dieser Befund ist in mehrfacher Hinsicht brisant: Danksagungen gelten als besonders persönlicher Teil einer wissenschaftlichen Arbeit und sollen individuelle Dankbarkeit ausdrücken – keine übernommenen Textbausteine.

Weitere Textübernahmen – teils mit minimalen Änderungen

Die Vorwürfe beschränken sich nicht auf die Danksagung. Weber dokumentiert zahlreiche weitere Übernahmen aus wissenschaftlichen Texten, bei denen Badenberg offenbar lediglich einzelne Wörter austauschte, um die Herkunft zu verschleiern. Ein anschauliches Beispiel betrifft einen Satz über das Recht von Kindern, ihre Eltern zu kennen:

  • Vorlagetext (1989): „…dieses Urverlangen des Menschen Aufklärung über die eigene Herkunft zu erlangen…”
  • Badenbergs Version: „…dieses Urverlangen des Menschen Aufklärung über die eigene Herkunft zu gewinnen…”
  • Der restliche Satz bleibt nahezu identisch, inklusive der Formulierung „durch die stürmischen Fortschritte in Wissenschaft und medizinischer Technik eine neue Dimension erlangt”.
  • In einem weiteren Fall übernahm Badenberg einen längeren Abschnitt zur UN-Kinderrechtskonvention und fügte lediglich die Wendung „meines Erachtens” ein – ausgerechnet, um scheinbar eigene Wertung zu signalisieren.

Kritiker werten dies als besonders perfide: Der Zusatz „meines Erachtens” innerhalb eines kopierten Textes erweckt den Eindruck eigenständiger Analyse, wo keine vorliegt.

Politische Dimension: Justizsenatorin überwacht Prüfungswesen

Die Vorwürfe wiegen politisch umso schwerer, weil Badenberg als Berliner Justizsenatorin unter anderem für das Justizprüfungsamt zuständig ist – also für die Behörde, die in Berlin das Erste Staatsexamen für angehende Juristen abnimmt. Wer dort beim Abschreiben erwischt wird, riskiert den Ausschluss vom Prüfungsverfahren und den Verlust des Prüfungsanspruchs.

Darüber hinaus ist geistiges Eigentum in Deutschland strafrechtlich geschützt. Die unerlaubte Übernahme fremder Texte ohne Quellenangabe kann als Urheberrechtsverletzung gewertet werden – ein Tatbestand, der in den Zuständigkeitsbereich eben jener Senatorin fällt, gegen die nun Plagiatsvorwürfe erhoben werden.

Badenberg kandidiert zudem mit dem Titel „Dr.” auf Wahlplakaten, die derzeit in ganz Berlin hängen. Sollten die Vorwürfe zur Aberkennung des Doktortitels führen, wäre dies rechtlich als Täuschung der Wählerinnen und Wähler zu bewerten.

Vergleich mit Guttenberg – Rücktrittsforderungen werden laut

Der Vergleich mit dem ehemaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg liegt nahe: Dieser musste 2011 nach dem Bekanntwerden massiver Plagiate in seiner Doktorarbeit nicht nur den Titel, sondern auch sein Ministeramt abgeben. Weber selbst stellt Badenbergs Fall in eine ähnliche Kategorie.

Hinzu kommt, dass Badenberg früher als Vizepräsidentin beim Bundesamt für Verfassungsschutz tätig war – eine Position, die höchste persönliche Integrität voraussetzt. Kritische Stimmen fordern bereits ihren Rücktritt als Senatorin; der Berliner Senat und die CDU haben sich bislang noch nicht offiziell zu den Vorwürfen positioniert.

Ob die Humboldt-Universität zu Berlin, an der die Arbeit eingereicht wurde, ein Überprüfungsverfahren einleitet, ist offen. Für Badenberg dürfte die nächste Zeit politisch turbulent werden – zumal in Berlin am 20. September Wahlen stattfinden und der Doktortitel auf sämtlichen Wahlkampfmaterialien prangt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (NIUS). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

xxx

Popular

Ähnliche Beiträge
Related

Hackerangriff auf Berlins Landesnetz: Entwarnung für Wahl

Ein Hackerangriff auf das Berliner Landesnetz trifft zwei Senatsverwaltungen. Die Wahlsysteme für September sind laut Innensenatorin bislang nicht betroffen.

CDU-Bürgermeister spendet für AfD und empfiehlt deren Wahl

Ein CDU-Bürgermeister aus Sachsen-Anhalt spendet 10.000 Euro an die AfD und empfiehlt deren Wahl – die CDU prüft nun seinen Parteiausschluss.

CDU will AfD-freundlichen Bürgermeister ausschließen

Ein CDU-Bürgermeister spendet 10.000 € an die AfD und ruft zu ihrer Wahl auf. Die CDU Sachsen-Anhalt droht nun mit Parteiausschluss – ist das die richtige Reaktion?

AfD-Spende: CDU-Bürgermeister rechnet mit eigener Partei ab

Ein CDU-Ortsbürgermeister aus Sachsen-Anhalt spendet 10.000 Euro an die AfD und attackiert in einem Brandbrief die eigene Partei scharf. Was steckt dahinter?