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Ed Sheeran: Macklemore-Eklat und der Boyko…

Nach antisemitischen Auftritten wird Macklemore von Ed Sheerans US-Tour ausgeschlossen. Doch statt Rückhalt erlebt Sheeran einen massiven Boykott aus der Branche.

Redaktion · 17. September 2026, 20:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Ed Sheeran Macklemore Eklat überschattet die laufende US-Tournee des britischen Popstars: Rapper Macklemore nutzte sein Auftreten im Vorprogramm, um israelfeindliche und antisemitische Parolen vor tausenden Zuschauern zu verbreiten. Nach massiven Beschwerden schlossen die Veranstalter Macklemore von den verbleibenden Tour-Dates aus. Doch anstatt Solidarität zu ernten, sieht sich Sheeran nun einem breiten Boykott der eigenen Branche ausgesetzt – ein Vorfall, der das zunehmend politisierte Klima in der Popkultur schlagartig offenbart.

Macklemores antisemitische Vorgeschichte

Der Vorfall auf Sheerans Tour ist kein Einzelereignis. Macklemore hat eine lange Vorgeschichte antisemitischer Entgleisungen. Bereits 2014 kostümierte er sich mit einer Hakennase und Schläfenlocken – ein klar antisemitisches Stereotyp, für das er sich zwar entschuldigte, aber behauptete, den Hintergrund nicht gekannt zu haben.

Ab 2024 eskalierte sein Verhalten deutlich. Er veröffentlichte Songs, in denen er den Gaza-Krieg einseitig darstellte und Israel scharf angriff. In einem Video verglich er ein Kind aus dem Westjordanland mit einem jüdischen Kind im Warschauer Ghetto.

  • 2014: Auftritt im antisemitischen Kostüm
  • 2024: Songs mit massiven Angriffen gegen Israel
  • Verbreitung antisemitischer Stereotype, u. a. Verbindung eines jüdischen Milliardärspaares mit Waldbränden in Kalifornien
  • Auftritt auf Sheerans Tour: Ruf nach „Free Palestine” und Völkermord-Vorwürfe gegen Israel

Branchenexperte Erie Ingel, Leiter der Initiative Creative Community for Peace, warnt: „Wenn Personen mit solcher Reichweite hetzerischen Vorwürfen ihre Plattform leihen, schafft das eine Atmosphäre, in der Juden zunehmend gemieden, belästigt und angegriffen werden.”

Sheerans Reaktion: Unpolitisch in einer hyperpolitischen Welt

Ed Sheeran gilt als Künstler, der sich bewusst aus dem politischen Diskurs heraushält. Die Ausladung Macklemores bezeichnete er in einem Social-Media-Post ausdrücklich als Entscheidung der Veranstalter, nicht als seine eigene. „Ich nutze meine Bühne, um Menschen zusammenzubringen. Meine Konzerte sollen ein Ort der Sicherheit und Zuflucht sein”, schrieb er.

Tatsächlich war es nach übereinstimmenden Berichten der Eigentümer zweier Stadienhallen, der auf einen Auftritt Macklemores bestand – und damit letztlich die Entscheidung herbeiführte. Sheeran und Macklemore verbindet zudem eine langjährige Freundschaft, was seine Lage zusätzlich erschwert.

Sängerin Pink fand klare Worte: „Jüdische Fans haben Tickets gekauft, um Sheeran singen zu hören, nicht um von Macklemores Anti-Israel-Propaganda überfallen zu werden. Das hat mir und Menschen, die ich liebe, Angst gemacht.”

Boykott der Branche: Solidarität mit Macklemore

Die Konsequenzen für Sheeran sind erheblich. Sämtliche verbliebenen Vorgruppen – darunter Lukas Graham sowie weitere Künstler – sagten ihre Auftritte ab und solidarisierten sich öffentlich mit Macklemore. Die Argumentation lautet einhellig: Man dürfe einem Künstler nicht die Bühne entziehen.

Musikjournalist Dennis Sand, Autor bei WELT für Musik und Popkultur, ordnet den Vorfall strukturell ein: Der Fall zeige, dass Popkultur heute einen regelrechten Bekenntniszwang erzeuge. „Du kommst nicht drum herum, dich zu bekennen. Wer sich neutral verhält, gerät zwischen die Fronten.”

Sand verweist auf eine ähnliche Dynamik in Deutschland: Beim Glücksgefühle-Festival wurden die Band Alphaville wegen politischer Äußerungen gegen die AfD ausgeladen – woraufhin sich andere Künstler auf der Bühne solidarisierten. Das Muster ist dasselbe: Neutralität ist in der heutigen Popwelt kaum noch möglich.

Antisemitismus in der Popkultur: Ein systemisches Problem

Der Eklat rund um Sheerans Tour steht exemplarisch für eine breitere Entwicklung. Weltbekannte Stars wie Dua Lipa werfen Israel öffentlich Apartheid oder Genozid vor. Die Grenze zwischen legitimer politischer Kritik und offenem Antisemitismus verschwimmt zunehmend – auch weil die Stimmung in sozialen Netzwerken und weiten Teilen der linken Kulturszene klar auf Seiten der Israel-Kritiker liegt.

Künstler, die sich pro-israelisch positionieren, müssen mit Gegenwind rechnen. Boy George etwa veröffentlichte kürzlich einen pro-israelischen Song und zog damit Kritik auf sich. Sand fasst die Lage nüchtern zusammen: „Eine pro-israelische Haltung hat in linken Kulturkreisen momentan keine Konjunktur.”

Der Fall Sheeran zeigt: Wer in der Popwelt versucht, Sicherheit für jüdische Fans zu gewährleisten oder schlicht neutral zu bleiben, riskiert, am Ende allein dazustehen. Ob sich an diesem Klima etwas ändert, wird davon abhängen, ob mehr Stimmen aus der Branche bereit sind, klar gegen Antisemitismus Stellung zu beziehen – auch wenn dies karrieretechnische Konsequenzen haben kann.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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