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Kanada als EU-Mitglied: Trump droht mit harten Zöllen

EU-Kommissionschefin von der Leyen schlägt Kanada als assoziiertes EU-Mitglied vor. Trump reagiert wütend und droht mit harten Zöllen gegen Europa und Ottawa.

Redaktion · 18. September 2026, 21:15 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 18.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Idee eines Kanada als assoziiertes EU-Mitglied sorgt für diplomatisches Aufsehen auf beiden Seiten des Atlantiks. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat einen historischen Vorstoß gewagt: Sie schlägt vor, Kanada als erstes assoziiertes Mitglied der Europäischen Union aufzunehmen. Kanadas Premierminister Mark Carney begrüßte den Plan in einer Rede vor dem Europäischen Parlament in Straßburg ausdrücklich. US-Präsident Donald Trump hingegen reagierte mit scharfen Drohungen – und wertet die Annäherung als feindseligen Akt gegen die USA.

Carneys Kurs: Schulterschluss mit Brüssel

Kanadas Premierminister Carney setzt im anhaltenden Wirtschaftskonflikt mit Washington konsequent auf die Karte Europa. Sein erklärtes Ziel ist es, Kanada Schritt für Schritt aus der wirtschaftlichen Abhängigkeit von den USA zu lösen. Beim Europäischen Parlament in Straßburg warb er eindrücklich für eine neue transatlantische Partnerschaft.

„Kanada und Europa sind beide stark. Kanada und Europa zusammen sind noch stärker”, erklärte Carney vor dem Plenum. Die EU-Abgeordneten feierten ihn als eine Art „Mr. Europe aus Amerika”. Carney betonte dabei, das Ziel sei nicht vollständige Autarkie, sondern kollektive Widerstandsfähigkeit: „Vielfalt ist ebenfalls ein Wettbewerbsvorteil.”

Der Hintergrund ist ein eskalierender Zollkrieg zwischen den USA und Kanada, den Trump seit Monaten forciert. Ottawa sucht deshalb aktiv nach Alternativen zum amerikanischen Markt – und findet sie in Brüssel.

Von der Leyens historischer Vorstoß

EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen hat mit ihrem Vorschlag Neuland betreten. Eine assoziierte Mitgliedschaft würde Kanada einen Sonderstatus innerhalb des europäischen Gefüges verleihen – ohne vollständige EU-Mitgliedschaft. Es wäre ein bislang einzigartiges Modell in der Geschichte der Union.

Der Vorstoß zielt darauf ab, die bestehenden Wirtschafts- und Sicherheitsbeziehungen zwischen der EU und Kanada institutionell zu vertiefen. Konkret könnten folgende Bereiche davon profitieren:

  • Engere Handels- und Investitionskooperation über das bestehende CETA-Abkommen hinaus
  • Verstärkte Zusammenarbeit in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik
  • Gemeinsame Positionen in multilateralen Institutionen wie der WTO
  • Koordination bei Technologie und kritischen Rohstoffen

Ob und in welcher Form eine assoziierte Mitgliedschaft rechtlich und politisch umsetzbar ist, muss nun zwischen den EU-Mitgliedstaaten ausgehandelt werden.

Trumps Reaktion: Drohung mit Zöllen und Handelsstopp

Die Annäherung zwischen Brüssel und Ottawa hat im Weißen Haus die Alarmglocken schrillen lassen. Trump wertete die Ankündigung als direkte Provokation und antwortete mit einer unmissverständlichen Drohung: „Wenn sie das tun und ich es als feindseligen Akt betrachte, werde ich sehr harte Zölle verhängen oder den Handel mit Europa in vielen Bereichen einstellen.”

Die Reaktion fügt sich in ein Muster ein: Trump nutzt wirtschaftlichen Druck als außenpolitisches Instrument und betrachtet eine engere EU-Kanada-Bindung offenbar als direkten Angriff auf den amerikanischen Einfluss in Nordamerika.

Weder die EU noch Kanada zeigten sich von den Drohungen beeindruckt. Beide Seiten signalisierten, den eingeschlagenen Kurs weiterzuverfolgen.

Wirtschaftliches Potenzial: Noch Luft nach oben

Trotz der politischen Dynamik bleibt die wirtschaftliche Realität nüchtern. Der Handel zwischen der EU und Kanada ist in den vergangenen Jahren zwar leicht gestiegen, bleibt aber im Vergleich zu anderen Handelspartnern überschaubar.

Für die deutsche Wirtschaft etwa ist der Handel mit Kanada zwar relevant, aber deutlich weniger bedeutend als der Austausch mit anderen EU-Ländern oder den USA. Die Exporte nach Kanada wachsen, doch der Anteil am Gesamthandel fällt weiterhin gering aus.

Das Potenzial einer vertieften EU-Kanada-Partnerschaft ist also real, aber noch längst nicht ausgeschöpft. Experten sehen in einer institutionalisierten Zusammenarbeit die Chance, Handelsströme mittelfristig spürbar umzulenken – vorausgesetzt, die politischen Weichen werden jetzt richtig gestellt.

Der Stein ist ins Rollen gebracht. Ob die EU den Mut aufbringt, dieses neue Kapitel mit Kanada tatsächlich aufzuschlagen – und dabei Trumps Druck standzuhalten –, wird eine der entscheidenden außenpolitischen Fragen der kommenden Monate sein.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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