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Friedrich Merz als Kanzler: Wie lange hält er sich noch?

Fast jeder zweite Deutsche rechnet laut Umfragen mit einer Ablösung von Friedrich Merz als Kanzler. Wer könnte sein Nachfolger werden – und wann?

Redaktion · 19. September 2026, 07:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 19.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Fast jeder zweite Deutsche rechnet laut einer aktuellen Jugov-Umfrage damit, dass Friedrich Merz noch in diesem Jahr als Bundeskanzler abgelöst wird. Politisch beobachter halten dieses Szenario kurzfristig für wenig realistisch – doch die Signale aus der Union verdichten sich: Intern läuft offenbar eine Debatte über einen geordneten Machtwechsel, der sich bis weit ins Jahr 2027 hinziehen könnte.

Landtagswahlen als Stimmungstest für Merz

Die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin gelten als unmittelbarer Gradmesser für die Lage des Kanzlers. In Mecklenburg-Vorpommern droht der CDU der Rauswurf aus dem Landtag, sollte sie die Fünf-Prozent-Hürde verpassen. In Berlin liefert sie sich ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Linkspartei.

Für Merz gibt es dabei zwei mögliche Szenarien:

  • Die CDU liegt in Berlin vorne und übersteht die Hürde in Mecklenburg-Vorpommern – ein kleines Aufatmen für den Kanzler.
  • Die Linke siegt in Berlin, und die CDU fliegt im Norden aus dem Landtag – ein doppelter Rückschlag, der den Druck erheblich erhöhen würde.
  • Schlechtestmögliches Ergebnis: Beide Wahlen gehen verloren – dann würde die Diskussion über die Kanzlerschaft spürbar an Fahrt gewinnen.

Unabhängig vom Wahlausgang sehen Beobachter den Sonntag als möglichen Startpunkt einer „Mission geordnete Amtsübergabe” innerhalb der CDU.

Nachfolgefrage: Kein klarer Kandidat in Sicht

Eines der größten Probleme für diejenigen, die einen raschen Kanzlerwechsel anstreben: Es gibt schlicht keinen offensichtlichen Nachfolger. Mehrere Namen kursieren in der Unionsdebatte, keiner drängt sich jedoch eindeutig auf.

Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, wird häufig gehandelt – muss aber im Frühjahr zunächst selbst eine Landtagswahl gewinnen. Markus Söder steht ebenfalls auf der Kandidatenliste, wobei zwischen ihm und Wüst eine ausgeprägte persönliche Rivalität besteht. Daneben fällt immer wieder der Name Alexander Dobrindt als möglicher Kompromisskandidat, und auch Boris Rhein, Ministerpräsident von Hessen, wird ins Spiel gebracht.

Das Fehlen einer klaren Führungspersönlichkeit ist paradoxerweise ein Stabilitätsfaktor für Merz: Solange niemand überzeugend als sein Nachfolger gilt, bleibt ein geordneter Übergang die bevorzugte Option der Partei.

Unterstützerschreiben und das Signal der Ministerpräsidenten

Für Aufsehen sorgte ein Schreiben der Ministerpräsidenten, in dem Merz Rückendeckung signalisiert werden sollte. Laut dem Podcast „Machtwechsel” soll ausgerechnet Boris Rhein verhindert haben, dass Merz darin namentlich genannt wird – ein Detail, das viel über die innerparteiliche Stimmungslage verrät.

Das Schreiben lässt sich unterschiedlich deuten: als echte Unterstützung, als halbherziges Signal oder als verklausulierte gelbe Karte. Einig sind sich die Beteiligten offenbar in einem Punkt: Offenes Chaos in der Bundesregierung soll vermieden werden. Deutschland ist die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt – ein unkontrollierter Machtvakuum hätte weitreichende Folgen.

Geordneter Übergang statt abruptem Sturz

Das vorherrschende Interesse in der Union scheint nicht der sofortige Sturz zu sein, sondern ein Szenario, das Merz einen würdevollen Abgang ermöglicht. Eine mögliche Erzählung: Merz ist als Reformkanzler angetreten, ist an den Widerständen gescheitert, hat aber Verantwortung übernommen. Diese Narrative-Strategie würde der CDU erlauben, einen Neuanfang zu starten, ohne das Bild einer zerstrittenen Partei zu liefern.

Aktuell steht die CDU in Umfragen bei lediglich 18 bis 20 Prozent – ein Wert, der weder Kanzler noch Ministerpräsidenten zufriedenstellen kann. Alle Beteiligten haben ein gemeinsames Interesse daran, dass sich die Lage bessert. Die entscheidende Frage lautet: Gelingt das noch mit Friedrich Merz – oder erst nach ihm? Die Antwort dürfte sich nicht vor 2027 endgültig abzeichnen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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