Johannesburg im Müll: 2000 illegale Deponien
Johannesburg versinkt im Abfall: Über 2000 illegale Deponien belasten Südafrikas größte Stadt. Was hinter der Müllkrise steckt und was die Weltbank warnt.
Dieses Video wurde am 19.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Johannesburg, Südafrikas größte Metropole, kämpft mit einer dramatischen Müllkrise. Mehr als 2000 illegale Deponien haben sich mitten in der Stadt ausgebreitet – auf Brachflächen, an Straßenrändern und in Wohngebieten. Weil offizielle Deponien überfüllt sind und die städtische Müllabfuhr nicht mehr funktioniert, suchen Anwohner und Unternehmen eigenmächtig nach Alternativen. Die Folgen für Mensch, Tier und Umwelt sind gravierend.
Volle Deponien, überforderter Stadtbetrieb
Die Ursache der Krise liegt im Zusammenbruch der kommunalen Infrastruktur. Die offiziellen Mülldeponien der Stadt sind an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, der reguläre Abfuhrbetrieb hat faktisch kapituliert. Wo keine städtischen Fahrzeuge mehr kommen, organisieren Bewohner und Gewerbetreibende private Transporter – doch diese bringen den Abfall schlicht an unkontrollierten Stellen ab.
Bilder aus der Millionenstadt zeigen das Ausmaß: Ziegen fressen Plastikmüll am Straßenrand, Kinder spielen in der Nähe offener Abfallhaufen, und Rauch steigt auf, wo Müll unter freiem Himmel verbrennt. Lokale Politiker prangern seit Jahren Misswirtschaft und fehlende Investitionen in die Abfallwirtschaft an – ohne durchschlagende Wirkung.
Recycling als schwacher Gegenpol
Einzelne Recyclinghöfe versuchen, dem unkontrollierten Müllwachstum entgegenzuwirken. Sie sammeln verwertbare Materialien wie Plastik, Papier und Metall, bevor diese auf wilden Kippen landen. Doch die Kapazitäten dieser Einrichtungen sind gemessen am Abfallvolumen einer Metropole wie Johannesburg verschwindend gering.
Das strukturelle Problem bleibt ungelöst: Es fehlen finanzielle Mittel, politischer Wille und funktionierende Entsorgungsinfrastruktur gleichermaßen. Solange der Kreislauf aus überfüllten Deponien und privaten Entsorgungsfahrzeugen nicht durchbrochen wird, wächst die Zahl der illegalen Abkippstellen weiter.
Afrika-weites Problem mit globaler Dimension
Johannesburg steht dabei nicht allein. Laut Vereinten Nationen (UN) landen in Afrika über 90 Prozent des Mülls auf unkontrollierten Deponien oder werden offen verbrannt. Das hat weitreichende Konsequenzen:
- Verbrennender Müll setzt Schadstoffe und Treibhausgase frei, die die Luftqualität in Städten erheblich verschlechtern.
- Unkontrollierte Deponien verunreinigen Grundwasser und Böden in der Umgebung.
- Tiere – wie die Ziegen in Johannesburg – nehmen Plastik und Giftstoffe auf und geraten in den Nahrungskreislauf.
- Bewohner in der Nähe illegaler Kippen sind einem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt.
- Die sozialen Kosten treffen besonders einkommensschwache Stadtteile, die von der formellen Müllabfuhr zuerst abgehängt werden.
Weltbank warnt vor Müllkollaps bis 2050
Die Weltbank zeichnet ein düsteres Zukunftsbild: Ohne entschlossenes Gegensteuern droht das globale Müllaufkommen bis zum Jahr 2050 um 124 Prozent zu steigen. Für afrikanische Großstädte, deren Bevölkerung rasant wächst während die Infrastruktur stagniert, könnte das den vollständigen Kollaps der Abfallwirtschaft bedeuten.
Experten fordern ein Bündel an Maßnahmen: Investitionen in formelle Entsorgungsinfrastruktur, strengere Gesetze gegen illegale Entsorgung, den Aufbau von Recyclingwirtschaft sowie internationale Unterstützung für Kommunen im Globalen Süden. Für Johannesburg bleibt die Lage akut – und die über 2000 illegalen Deponien sind ein sichtbares Symbol für ein Problem, das weit über eine einzelne Stadt hinausgeht.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.