Sojabohnen mit Tiefwurzeln gegen Dürre und CO₂
US-Forscher züchten Sojabohnen mit gezielt modifizierten Tiefwurzeln, die Dürre trotzen und bis zu einer Tonne CO₂ pro Hektar im Boden binden sollen.
Dieses Video wurde am 19.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
US-amerikanische Wissenschaftler arbeiten an einer ungewöhnlichen Lösung im Kampf gegen den Klimawandel: genetisch modifizierte Sojabohnen mit besonders tief wachsenden Wurzeln. Die neu gezüchteten Pflanzen sollen nicht nur Trockenperioden besser überstehen, sondern auch erhebliche Mengen CO₂ dauerhaft im Boden speichern. Mit einem Budget von 18 Millionen US-Dollar, bereitgestellt durch den Bezos Earth Fund, treiben Forscher am S Institute dieses ambitionierte Projekt voran. Erste Ergebnisse werden noch im Herbst 2026 erwartet.
Tiefwurzeln als Schlüssel zur CO₂-Speicherung
Der Kern des Projekts liegt in der gezielten Veränderung des Pflanzenerbguts. Während herkömmliche Sojabohnen flach verwurzelt sind, wachsen die neuen Varianten steil in die Tiefe. Das ist entscheidend, denn Kohlenstoff, der von den Wurzeln in tiefere Bodenschichten transportiert wird, bleibt dort langfristig gebunden – unterhalb der sogenannten Pfluggrenze, wo er nicht durch normale landwirtschaftliche Bearbeitung wieder freigesetzt werden kann.
Die Forscher betonen, dass diese Form der biologischen Kohlenstoffbindung im großen Maßstab einen echten Unterschied machen könnte. Berechnungen zufolge ist eine CO₂-Bindung im Gigatonnenbereich theoretisch möglich – eine Größenordnung, die laut den Wissenschaftlern einen erheblichen Teil des globalen Klimaproblems adressieren würde.
Doppelter Nutzen: Klimaschutz und Dürreresistenz
Die modifizierten Sojabohnen bieten einen doppelten Vorteil für die Landwirtschaft. Tiefere Wurzeln ermöglichen es den Pflanzen, Feuchtigkeit aus tiefen Bodenschichten zu erschließen, die für flach verwurzelte Kulturpflanzen unerreichbar sind. Das macht die neue Sorte deutlich widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und Dürreperioden – ein wachsendes Problem in vielen Anbauregionen weltweit.
Die Vorteile im Überblick:
- Wurzeln wachsen steil in tiefere Bodenschichten
- Zugang zu Wasserreserven unterhalb der Trockenzone
- CO₂-Bindung unterhalb der Pfluggrenze – dauerhaft gesichert
- Potenzial zur Speicherung von rund einer Tonne CO₂ pro Hektar jährlich
- Skalierbar auf globale Sojaanbauflächen
Finanzierung und Forschungsstand
Das Projekt wird durch den Bezos Earth Fund finanziert, den Klimafonds des Amazon-Gründers Jeff Bezos. Mit 18 Millionen Dollar Förderung gehört es zu den größeren Einzelinvestitionen in pflanzengenetische Klimaforschung. Das beteiligte S Institute verfügt über langjährige Expertise in der Pflanzengenetik und der Erforschung von Wurzelarchitekturen.
Die wissenschaftliche Herausforderung besteht darin, das gewünschte Wurzelwachstum gezielt durch Erbgutmodifikation zu steuern, ohne andere wichtige Pflanzeneigenschaften wie Ertrag oder Krankheitsresistenz zu beeinträchtigen. Die Ergebnisse der laufenden Feldversuche sollen im Herbst 2026 vorliegen und zeigen, ob der Ansatz unter realen Bedingungen funktioniert.
Ausblick: Globale Wirkung möglich
Soja gehört zu den meistangebauten Kulturpflanzen der Welt – allein in Nord- und Südamerika werden Hunderte Millionen Hektar bewirtschaftet. Sollte das Tiefwurzel-Konzept im großen Maßstab funktionieren, wäre das Potenzial zur CO₂-Reduktion enorm. Gleichzeitig könnten Landwirte in klimatisch belasteten Regionen von der verbesserten Dürreresistenz profitieren und stabilere Ernteerträge erzielen.
Die Forschung an Tiefwurzel-Sojabohnen steht exemplarisch für einen wachsenden Trend in der Agrarwissenschaft: die gezielte Nutzung von Pflanzengenetik nicht nur zur Ertragssteigerung, sondern auch als aktives Instrument des Klimaschutzes. Ob der Ansatz das Versprechen einlösen kann, werden die Herbstergebnisse zeigen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.