Felssturz an der Zugspitze hüllt Gondelbahn ein
Ein gewaltiger Felssturz an der Zugspitze löste riesige Gesteinsmassen und eine kilometerweit sichtbare Staubwolke aus – Drohnen sollen den Schaden untersuchen.
Dieses Video wurde am 23.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Ein massiver Felssturz an der Zugspitze hat am höchsten Gipfel Deutschlands große Gesteinsmassen in die Tiefe gerissen und dabei eine gewaltige Staubwolke ausgelöst. Die Wolke war kilometerweit sichtbar und hüllte weite Teile des Berges sowie die Bayerische Zugspitzbahn vollständig ein. Verletzte oder Schäden an der Infrastruktur sind nach aktuellem Stand nicht bekannt. Die Behörden haben Drohnen für weitere Untersuchungen angekündigt.
Felssturz auf der Tiroler Seite der Zugspitze
Nach ersten Beobachtungen ereignete sich der Felssturz auf der Tiroler Seite der Zugspitze, die sich als Grenzberg zwischen Bayern und Österreich erstreckt. Große Gesteinsmassen lösten sich vom Fels und stürzten in die Tiefe, wobei sie eine mächtige Staubwolke erzeugten, die sich rasch über den Gipfelbereich ausbreitete.
Das charakteristische Krachen des abgehenden Gesteins soll dabei bis ins Tal zu hören gewesen sein – ein Hinweis auf die enorme Wucht des Ereignisses. Aufnahmen von der deutschen Seite des Berges zeigen eindrücklich, wie dicht und ausgedehnt die Staubwolke war.
Gondelbahn von Staubwolke eingehüllt
Besonders spektakulär dokumentiert wurde das Ereignis durch Videoaufnahmen, auf denen die Bayerische Zugspitzbahn vollständig von der Staubwolke eingehüllt wird. Die Gondeln verschwanden zeitweise vollständig im aufgewirbelten Gesteinsstaub.
Trotz der dramatischen Bilder sind nach aktuellem Kenntnisstand keine Personen verletzt worden. Auch Schäden an der Seilbahninfrastruktur oder anderen Anlagen am Berg wurden bislang nicht gemeldet. Die zuständigen Stellen beobachten die Lage weiterhin aufmerksam.
Drohnen sollen Ausmaß des Schadens klären
Um das genaue Ausmaß des Gesteinsabgangs zu dokumentieren und mögliche Gefahren für die Infrastruktur sowie den Bergbereich zu bewerten, sollen nun Drohnen eingesetzt werden. Diese ermöglichen eine präzise Bestandsaufnahme aus der Luft, ohne dass Einsatzkräfte sich in potenziell instabilem Gelände bewegen müssen.
- Felssturz ereignete sich auf der Tiroler Seite der Zugspitze
- Staubwolke war kilometerweit sichtbar
- Das Krachen war bis ins Tal zu hören
- Die Bayerische Zugspitzbahn wurde von der Wolke eingehüllt
- Drohneneinsatz zur Schadensbewertung geplant
Felsstürze in hochalpinen Lagen sind keine Seltenheit, werden jedoch durch den Klimawandel und das zunehmende Auftauen des Permafrosts begünstigt. Dauerhaft gefrorener Boden hält Gestein zusammen – taut er, verliert der Fels seinen natürlichen Halt.
Zugspitze im Fokus des Klimawandels
Die Zugspitze mit ihren 2.962 Metern über dem Meeresspiegel ist als Hochgebirgsstandort besonders von den Folgen steigender Temperaturen betroffen. Wissenschaftler beobachten seit Jahren einen verstärkten Rückgang von Permafrost und Gletschern am höchsten deutschen Berg.
Ereignisse wie dieser Gesteinsabgang verdeutlichen, wie dynamisch und potenziell gefährlich das Hochgebirge ist – gerade in einer Periode des beschleunigten Klimawandels. Für Bergsteiger, Touristen und den Betrieb der Bergbahnen stellen solche Ereignisse eine ernste Herausforderung dar.
Die Ermittlungen zum genauen Hergang und zum Schadensbild laufen. Sobald die Drohnenaufnahmen ausgewertet sind, dürften die Behörden ein klareres Bild über das Ausmaß des Felssturzes gewinnen – und darüber, ob und welche Sicherungsmaßnahmen am Gipfel notwendig werden.
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