Wetter Deutschland: Kälte im Anmarsch
Ein Hochdruckgebiet sorgt aktuell für ruhiges Herbstwetter in Deutschland – doch die Strömung dreht auf Nord. So entwickeln sich die Temperaturen in den nächsten Tagen.
Dieses Video wurde am 29.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Das Wetter in Deutschland zeigt sich Ende Oktober von seiner typisch herbstlichen Seite: Ein Hochdruckgebiet festigt sich über Europa und sorgt vorerst für einen weitgehend ruhigen Tag – doch der Schein trügt. Die Strömung dreht auf Nord, die Temperaturen sinken spürbar, und der Frühwinter kündigt sich bereits an. Wer auf goldene Herbsttage hofft, sollte die kommenden Stunden genießen.
Hochdruck über Europa – ruhig, aber nicht überall sonnig
Ein Hochdruckgebiet hat sich über Europa etabliert und bringt einen vergleichsweise ruhigen Herbsttag. Richtig sonnig zeigt es sich jedoch nur im Zentrum und auf der Ostseite des Hochs. Auf der anderen Seite strömen feuchte Luftmassen von der Nordsee ins Land – im Herbst bedeutet das: dichte Wolken statt blauer Himmel.
Norddeutschland startet mit stark bewölktem Himmel, später zieht die Bewölkung auch in den Osten. Vereinzelte Tröpfchen sind möglich. Im Süden sorgen Nebelfelder am Morgen für trübe Sicht, besonders in Sachsen-Anhalt, dem Süden Niedersachsens und dem Norden Hessens. Diese lösen sich im Tagesverlauf aber nach und nach auf.
Temperaturen: Mild im Norden, frisch im Süden
Die Höchstwerte fallen heute regional sehr unterschiedlich aus:
- Kiel und Köln: bis zu 15 °C
- Hamburg: etwa 14 °C
- Berlin: rund 12 °C
- Erzgebirge und München: nur 8 °C
Besonders an der Nordsee und in der Grenzregion zu Österreich sind gelegentliche Schauer möglich. Ansonsten bleibt es weitgehend trocken.
Herbstliches Stadtbild – aber Vorsicht auf den Straßen
In vielen Städten – allen voran Berlin – bieten die bunten Herbstblätter derzeit ein malerisches Bild. Parks wie der Tiergarten erstrahlen in leuchtendem Rot, Orange und Gelb. Doch das herbstliche Laub bringt auch eine Schattenseite: Nasse Blätter auf Gehwegen und Straßen können rutschig werden und zur echten Gefahr für Fußgänger und Radfahrer werden.
Der Spätherbst ist spürbar – und er ist nicht nur hübsch anzusehen. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte in den kommenden Tagen besondere Vorsicht walten lassen.
Ausblick: Kältewelle zum Wochenbeginn
Der hohe Luftdruck bleibt zwar noch einige Tage bestimmend, doch er bringt keinen goldenen Herbst. Stattdessen prägt ein Mix aus Wolken, Hochnebel und gelegentlichem Sonnenschein die nächsten Tage – die sogenannte herbstliche Dreifaltigkeit.
Entscheidend ist die Windströmung: Sie dreht zunehmend auf Nord, was Tag für Tag kühlere Luftmassen nach Deutschland bringt. Zum Montag hin werden die Temperaturen auf lediglich 6 bis 11 °C sinken. Der Frühwinter lässt nicht mehr lange auf sich warten.
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