Boeing-Kampfjet F/A-XX: 20-Milliarden-Auftrag der US-Marine
Boeing erhält einen Entwicklungsauftrag über 20 Milliarden Dollar für den neuen Kampfjet F/A-XX der US-Marine. Die Serienproduktion startet in den 2030er Jahren.
Dieses Video wurde am 01.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der US-amerikanische Flugzeugbauer Boeing hat einen weiteren Großauftrag im militärischen Bereich an Land gezogen: Die US-Marine beauftragt den Konzern mit der Entwicklung des neuen Kampfjets F/A-XX. Der Entwicklungsvertrag hat ein Volumen von zunächst 20 Milliarden US-Dollar. Die Serienproduktion der neuen Maschinen ist für die 2030er Jahre geplant. Für Boeing ist es bereits der zweite bedeutende Erfolg bei der Vergabe von Kampfflugzeug-Aufträgen in kurzer Folge.
F/A-XX: Nachfolger für die Trägerflugzeuge der US-Marine
Der neue Kampfjet F/A-XX ist als zukünftiges Trägerflugzeug der US-Marine konzipiert und soll bestehende Muster langfristig ergänzen beziehungsweise ablösen. Trotz der Entwicklung des neuen Typs werden bewährte Flugzeuge wie die F-35 vorerst weiter im Einsatz bleiben. Ein vollständiger Generationswechsel ist demnach nicht unmittelbar geplant — vielmehr sollen beide Systeme parallel operieren, bis die F/A-XX die nötige Einsatzreife erreicht hat.
Die Entscheidung zugunsten von Boeing unterstreicht das Vertrauen des US-Verteidigungsministeriums in den Konzern als strategischen Partner für hochkomplexe Rüstungsprojekte. Mit dem milliardenschweren Entwicklungsvertrag werden zunächst Forschung, Konstruktion und Erprobung des neuen Jets finanziert, bevor es zur eigentlichen Serienbestellung kommt.
Zweiter Großerfolg für Boeing in der Kampfjet-Sparte
Für Boeing markiert der F/A-XX-Auftrag bereits den zweiten großen Erfolg im Bereich militärischer Kampfflugzeuge in kurzer Zeit. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern bereits den Zuschlag erhalten, das neue Tarnkappenflugzeug F-47 für die US Air Force zu entwickeln. Die F-47 gilt als hochmodernes Stealth-Flugzeug der nächsten Generation und soll Boeings Position als führenden Anbieter im US-Verteidigungsmarkt langfristig festigen.
Die Häufung solch bedeutender Vertragsabschlüsse ist für Boeing auch aus wirtschaftlicher Sicht von erheblicher Relevanz. Der Konzern hatte in den vergangenen Jahren mit erheblichen Problemen in seiner zivilen Sparte zu kämpfen — die milliardenschweren Rüstungsaufträge bieten nun wichtige Planungssicherheit und Einnahmen.
Zeitplan und nächste Schritte
Die wichtigsten Eckdaten des F/A-XX-Programms im Überblick:
- Entwicklungsauftrag im Volumen von 20 Milliarden US-Dollar
- Serienproduktion geplant ab den 2030er Jahren
- Parallelbetrieb mit bestehenden Mustern wie der F-35 vorgesehen
- Boeing sichert sich damit zwei Großaufträge in Folge — F-47 und F/A-XX
Bis zur Serienreife des neuen Jets ist noch ein langer Weg zu gehen. Auf den Entwicklungsvertrag folgen typischerweise aufwendige Test- und Zertifizierungsphasen, bevor die Maschinen tatsächlich an die Marine ausgeliefert werden können. Angesichts der Komplexität moderner Kampfflugzeuge sind Verzögerungen in solchen Programmen nicht ungewöhnlich.
Boeings Comeback im Rüstungsgeschäft
Die jüngsten Auftragserfolge markieren eine bedeutende Phase für Boeing. Während der Konzern im zivilen Flugzeugbau zuletzt mit Qualitätsproblemen, Produktionsstopps und einem erheblichen Vertrauensverlust zu kämpfen hatte, behauptet er sich im Rüstungsbereich als unverzichtbarer Partner des US-Verteidigungsministeriums. Mit dem F-47-Tarnkappenjet für die Air Force und dem neuen Träger-Kampfjet F/A-XX für die Marine sichert sich Boeing eine zentrale Rolle in der Neuausrichtung der amerikanischen Luftstreitkräfte für die kommenden Jahrzehnte. Beobachter werten die doppelte Auftragsvergabe als klares Signal, dass Washington auf bewährte heimische Rüstungskonzerne setzt — trotz aller Turbulenzen der jüngeren Vergangenheit.
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