Friday, 2. October 2026
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Ukraine-Krieg: Putins Botschaft beim Waldai-Forum

Sicherheitsexperte Nico Lange ordnet Putins Drei-Stunden-Rede beim Waldai-Forum ein: Was steckt hinter seinen Aussagen zum Ukraine-Krieg und zum Donbas?

Redaktion · 2. October 2026, 15:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 02.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Beim Waldai-Forum in Moskau hat Wladimir Putin erneut klare Signale gesendet: Er werde den Ukraine-Krieg so lange fortführen, bis Russland den gesamten Donbas unter Kontrolle hat – und deutete an, dieses Ziel schneller als in anderthalb Jahren erreichen zu können. Sicherheitsexperte Nico Lange ordnet diese Aussagen ein und kommt zu einem ernüchternden Befund: Putins Worte sind weniger ein Zeichen von Stärke als eine verklausulierte Botschaft an den Westen – und an alle, die noch auf Verhandlungen hoffen.

Putins Donbas-Versprechen: Zeichen der Stärke oder der Schwäche?

Putin kündigte beim Waldai-Forum an, die Einnahme des Donbas könne schneller vorangehen als bislang angenommen. Auf den ersten Blick klingt das nach militärischer Zuversicht. Doch Experte Lange sieht das anders: Russland wollte die Ukraine ursprünglich innerhalb weniger Tage unterwerfen – im Jahr 2022. Dann folgten wiederholte, nicht erfüllte Versprechen für die Jahre 2023, 2024 und 2025.

Dass Putin nun im fünften Kriegsjahr von „anderthalb Jahren” spricht, sei vor allem eines: ein Eingeständnis, dass die ursprünglichen Ziele klar verfehlt wurden. Die eigentliche Botschaft laute: Ich mache weiter, egal wie lange es dauert. Diese Aussage richte sich nicht nur an das russische Publikum im Saal, sondern auch an westliche Regierungen und Unterstützer der Ukraine.

Die Lücke zwischen Putins Worten und der Realität an der Front

In seiner Rede behauptete Putin, die Angriffsgeschwindigkeit russischer Truppen im Osten der Ukraine steige. Tatsächlich zeichnet die Lage an der Front laut Lange ein gegenteiliges Bild. Solche Diskrepanzen zwischen öffentlicher Rhetorik und militärischer Wirklichkeit seien ein bekanntes Muster des Kreml-Chefs.

Auch die Narrative, die Putin beim Forum bediente, sind nicht neu:

  • Russland sei zum Einmarsch gezwungen worden, um sich zu „verteidigen”.
  • Der Westen habe sich verschworen, Russland zu schaden und ihm die Souveränität zu nehmen.
  • Frieden sei möglich – wenn die NATO sich aus mittel- und osteuropäischen Staaten zurückziehe und die Ukraine Russland überlassen werde.

Diese Forderungen machen deutlich: Frieden zu russischen Bedingungen bedeutet faktisch die Kapitulation der Ukraine und eine fundamentale Neuordnung der europäischen Sicherheitsarchitektur.

Warum Putin das Wort „Frieden” meidet

Auffällig war, dass Putin in seiner stundenlangen Rede den Begriff Frieden kaum verwendete. Lange erklärt dies mit Putins grundlegendem Politikverständnis: Der russische Präsident begreife den Angriff auf die Ukraine als Verteidigung – und Gewalt sowie Kriege seien für ihn seit Beginn seiner Präsidentschaft Instrumente der Machtausübung gewesen.

Putin denke schlicht nicht in der Kategorie Frieden, die westliche Regierungen und Gesellschaften als selbstverständlich voraussetzen. Wer auf eine spontane Kehrtwende oder einen Sinneswandel des Kreml-Chefs hofft, verkennt nach Einschätzung des Experten die Grundlogik seiner Herrschaft.

Was kann den Krieg stoppen? Lange fordert mehr Druck

Die bisherige westliche Strategie – die Ukraine gerade so zu unterstützen, dass sie durchhalten kann – reiche laut Lange nicht aus. Sie sende an Putin genau das falsche Signal: dass er einfach weitermachen könne.

Um den Krieg tatsächlich zu beenden, brauche es einen koordinierten Ansatz auf mehreren Ebenen:

  • Ökonomischer Druck durch verschärfte Sanktionen, die Russlands Kriegswirtschaft ernsthaft belasten.
  • Finanzieller Druck, der Russlands Zugang zu internationalen Märkten weiter einschränkt.
  • Militärische Unterstützung für die Ukraine in einem Umfang, der Russland tatsächlich stoppt – nicht nur verlangsamt.

Wer darauf warte, dass Putin eines Tages freiwillig erkläre, er habe sich geirrt und höre auf, warte vergeblich. Das sei von Anfang an keine realistische Erwartung gewesen.

Putins Auftreten beim Waldai-Forum unterstreicht, dass der Krieg gegen die Ukraine für den Kreml keine verhandelbare Variable ist, sondern ein gesetztes Ziel. Für den Westen bedeutet das: Eine Strategie, die auf Erschöpfung oder Einsicht Putins setzt, dürfte langfristig scheitern. Entscheidend wird sein, ob die unterstützenden Staaten den politischen Willen aufbringen, den Druck substanziell zu erhöhen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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