Thursday, 8. October 2026
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Gerhard Schröder

Schröder wird Aufsichtsrat bei Hyperglobus in Russland

Gerhard Schröder sitzt nun im Aufsichtsrat der russischen Supermarktkette Hyperglobus. Der Exkanzler soll die strategische Entwicklung des Konzerns unterstützen.

Redaktion · 8. October 2026, 09:03 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 08.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Gerhard Schröder bekleidet eine neue Rolle in Russland: Der frühere Bundeskanzler ist seit Kurzem Mitglied im Aufsichtsrat der russischen Supermarktkette Hyperglobus. Bei einem Besuch in Moskau wurde der 82-Jährige gemeinsam mit seiner Frau von der Belegschaft einer Filiale mit großem Applaus empfangen. Schröder soll den Konzern bei seiner strategischen Entwicklung unterstützen. Der Schritt sorgt erneut für Kritik an dem Politiker, der seit Jahren wegen seiner engen Verbindungen zu Russland unter Druck steht.

Hyperglobus: Vom deutschen Globus-Konzern zur russischen Eigenständigkeit

Die Supermarktkette Hyperglobus war bis zum Jahr 2025 ein Teil des deutschen Globus-Konzerns, eines der bekanntesten deutschen Handelsunternehmen. Nach der formalen Abspaltung operiert das Unternehmen seither als eigenständige russische Handelskette.

Damit reiht sich Hyperglobus in eine Reihe ehemals westlicher Unternehmen ein, die infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der daraus folgenden Sanktionen ihre russischen Töchter veräußerten oder abspalteten. Die genauen Hintergründe und Bedingungen von Schröders Mandat im Aufsichtsrat sind bislang nicht im Detail bekannt.

Schröder lobt Mitarbeiter – auf Deutsch

Beim Besuch der Moskauer Filiale nahm sich Schröder Zeit, die Belegschaft persönlich zu würdigen. Auf Deutsch richtete er lobende Worte an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Er bezeichnete sie als „tolle Menschen, die dafür sorgen, dass die Kunden zufrieden sind”, und äußerte die Hoffnung, dass es den Beschäftigten selbst gut gehe.

Die Szene wirkte auf Beobachter teils befremdlich – nicht zuletzt die Art, wie Schröder in dem russischen Supermarkt angesprochen und empfangen wurde. Der Auftritt erinnert an frühere öffentliche Auftritte des Exkanzlers in Russland, die stets für mediales Aufsehen sorgten.

Schröders Russland-Verbindungen: Eine lange Geschichte

Gerhard Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Bereits gegen Ende seiner Amtszeit legte er den Grundstein für eine bis heute umstrittene Partnerschaft mit Moskau:

  • Er vereinbarte mit Russland den Bau der Gaspipeline Nord Stream.
  • Kurz nach seinem Ausscheiden aus dem Amt übernahm er Führungsfunktionen bei russischen Energiekonzernen, darunter beim staatlich kontrollierten Rosneft.
  • Er gilt als enger persönlicher Freund von Wladimir Putin.
  • Trotz des russischen Angriffs auf die Ukraine hielt Schröder lange an seinen Posten bei russischen Unternehmen fest.

Diese Verbindungen werden seit Jahren von Politikern verschiedener Parteien, aber auch aus der deutschen Öffentlichkeit scharf kritisiert. Die SPD, der Schröder seit Jahrzehnten angehört, leitete zeitweise ein Parteiausschlussverfahren ein, das jedoch scheiterte.

Neue Kritik an umstrittenem Engagement

Das neue Mandat bei Hyperglobus dürfte die Debatte um Schröders Nähe zum russischen Staat neu entfachen. Kritiker werfen dem Exkanzler vor, einem autoritären Regime durch seine prominente Präsenz eine internationale Legitimität zu verleihen – gerade in einer Zeit, in der westliche Staaten Russland mit weitreichenden Sanktionen belegen.

Befürworter hingegen sehen in Schröders Engagement eine rein wirtschaftliche Tätigkeit eines Privatmanns, der längst kein politisches Amt mehr innehat. Doch angesichts seiner Bekanntheit als früherer Regierungschef bleibt die symbolische Dimension seines Auftretens in Russland unbestreitbar.

Was Schröders Rolle bei Hyperglobus konkret umfasst und welche Vergütung er dafür erhält, ist bislang unklar. Es bleibt abzuwarten, ob der Schritt weitere politische oder gesellschaftliche Reaktionen in Deutschland auslöst.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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