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Friedensnobelpreis 2026 geht an Navi Pillay

Der Friedensnobelpreis 2026 wird an die südafrikanische Juristin Navi Pillay verliehen – Auszeichnung für ihren Einsatz für Menschenrechte und Völkerrecht.

Redaktion · 9. October 2026, 16:02 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 09.10.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Friedensnobelpreis 2026 geht an die 85-jährige südafrikanische Juristin und frühere UN-Menschenrechtskommissarin Navi Pillay. Das norwegische Nobelkomitee gab die Entscheidung am Freitag in Oslo bekannt. Ausgezeichnet wird Pillay für ihren jahrzehntelangen Einsatz zur Förderung von Frieden und Völkerrecht – von ihrem Kampf gegen die Apartheid in Südafrika bis hin zu ihrer Tätigkeit als Richterin in bedeutenden internationalen Gerichtsverfahren.

Nobelkomitee würdigt jahrzehntelangen Menschenrechtseinsatz

Das norwegische Nobelkomitee hob bei der Bekanntgabe in Oslo einen klaren roten Faden in Pillays Lebenswerk hervor: Ihr Engagement begann mit der Unterstützung von Antiapartheidaktivisten in Südafrika und setzte sich auf internationaler Ebene fort. Als Richterin wirkte sie an wegweisenden Verfahren internationaler Gerichte mit und prägte das moderne Völkerrecht maßgeblich mit.

Pillay stand von 2008 bis 2014 als Hochkommissarin für Menschenrechte an der Spitze des zuständigen UN-Büros. In dieser Rolle machte sie immer wieder auf Menschenrechtsverletzungen weltweit aufmerksam und scheute dabei auch Konfrontationen mit mächtigen Staaten nicht.

Werdegang: Von Südafrika zu den Vereinten Nationen

Navi Pillays Karriere ist eng mit dem Kampf für Menschenrechte und Gerechtigkeit verknüpft. Als Anwältin in Südafrika verteidigte sie während der Apartheid politische Aktivisten – zu einer Zeit, als dies persönliche und berufliche Risiken mit sich brachte.

Anschließend stieg sie in die internationale Justiz auf und wurde unter anderem Richterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda, wo sie an der juristischen Aufarbeitung des Völkermords von 1994 mitwirkte. Später übernahm sie ein Richteramt am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag.

  • Anwältin und Antiapartheidaktivistin in Südafrika
  • Richterin am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda
  • Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag
  • UN-Hochkommissarin für Menschenrechte (2008–2014)
  • Leiterin der UN-Untersuchungskommission zu Syrien

Preisgeld und Verleihung im Dezember

Der Friedensnobelpreis ist die letzte der diesjährigen Nobelauszeichnungen und traditionell die bekannteste. Er ist in diesem Jahr mit 12 Millionen schwedischen Kronen dotiert, was umgerechnet rund einer Million Euro entspricht.

Die feierliche Verleihung findet am 10. Dezember in Oslo statt – dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel. Damit wird Pillay als bislang eine der wenigen Südafrikanerinnen in die Reihe der Friedensnobelpreisträgerinnen und -träger aufgenommen.

Einordnung: Ein Signal für das Völkerrecht

Die Wahl Pillays sendet ein deutliches Signal zur Bedeutung internationaler Institutionen und des humanitären Völkerrechts in einer Zeit, in der diese weltweit unter Druck stehen. Mit ihrer Auszeichnung würdigt das Nobelkomitee nicht nur eine Einzelperson, sondern auch die Idee, dass Recht und Gerechtigkeit universelle Werte sind – unabhängig von nationalen Interessen.

Pillays Lebenswerk zeigt, dass zivilgesellschaftliches Engagement und institutionelle Arbeit einander ergänzen können. Ihre Auszeichnung dürfte die globale Debatte über die Rolle internationaler Gerichte und Menschenrechtsmechanismen neu beleben.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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