Altersvorsorge für Selbstständige: So viel brauchst du

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Dieses Video wurde am 07.05.2026 von Finanzfluss auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Wer selbstständig arbeitet, muss sich seine Altersvorsorge in der Regel vollständig selbst aufbauen – ohne die Unterstützung eines Arbeitgebers. Das hat weitreichende Konsequenzen: Um im Alter ähnlich gut abgesichert zu sein wie ein Angestellter, müssen Selbstständige heute schlicht mehr verdienen und konsequenter sparen. Doch mit der richtigen Strategie ist eine solide Absicherung durchaus erreichbar.

Warum Selbstständige mehr verdienen müssen als Angestellte

Angestellte profitieren von einem oft unterschätzten Vorteil: Ihr Arbeitgeber trägt rund 12,5 % des Bruttogehalts zu den Sozialversicherungen bei – darunter die gesetzliche Rentenversicherung, die Pflegeversicherung und die Arbeitslosenversicherung. Dieser Beitrag fließt automatisch in die Altersabsicherung, ohne dass der Arbeitnehmer selbst aktiv werden muss.

Selbstständige hingegen müssen diese Kosten vollständig selbst schultern. Wer also netto vergleichbar viel für seine Altersvorsorge zurücklegen möchte, benötigt ein entsprechend höheres Bruttoeinkommen, um dieselben Beträge aufbringen zu können.

Hinzu kommt die Eigenverantwortung beim Aufbau eines zweiten Vorsorgebausteins, der für finanzielle Flexibilität im Alter sorgt. Auch dieser Posten fehlt bei der klassischen Selbstständigkeit im Gegensatz zu vielen Arbeitnehmern.

Die zwei Bausteine der Altersvorsorge für Selbstständige

Experten empfehlen Selbstständigen häufig eine Strategie aus zwei sich ergänzenden Bausteinen – ähnlich dem Modell, das auch für Angestellte gilt:

  • Baustein 1 – Lebenslange Rente: Produkte wie eine Rürup-Rente, das Versorgungswerk der jeweiligen Berufskammer oder freiwillige Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung sichern ein regelmäßiges Einkommen bis ans Lebensende.
  • Baustein 2 – Freies Vermögen: Ein breit gestreuter ETF-Sparplan auf einen weltweiten Index bietet maximale Flexibilität – etwa für größere Ausgaben, Reisen oder die finanzielle Unterstützung der Familie.
  • Kombination beider Bausteine: Erst das Zusammenspiel aus garantierter Rente und flexiblem Kapitalvermögen schafft eine stabile und anpassungsfähige Absicherung im Alter.

Für den zweiten Baustein wird eine zusätzliche Sparquote von 10 bis 20 % des Nettoeinkommens empfohlen – je nach individuellem Absicherungsziel und Lebensstil.

Welche Optionen für den ersten Baustein in Frage kommen

Die Wahl des richtigen Instruments für die lebenslange Rente hängt stark von der persönlichen Situation ab. Die drei gängigsten Optionen im Überblick:

Die Rürup-Rente (auch Basisrente genannt) ist speziell auf Selbstständige zugeschnitten und bietet erhebliche Steuervorteile in der Einzahlungsphase. Beiträge können in großem Umfang als Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Das Versorgungswerk der Berufskammer steht bestimmten freien Berufen – etwa Ärzten, Rechtsanwälten oder Architekten – als Pflichtversorgung offen und bietet häufig attraktive Konditionen.

Die freiwillige Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung ist eine weitere Möglichkeit, die insbesondere dann sinnvoll sein kann, wenn man bereits Anwartschaften gesammelt hat und diese gezielt ausbauen möchte.

Konkrete Planung ist entscheidend

Der größte Fehler, den Selbstständige bei der Altersvorsorge machen können, ist das Aufschieben. Wer früh mit dem systematischen Aufbau beider Bausteine beginnt, profitiert vom Zinseszinseffekt und hat mehr Spielraum bei der Wahl der Sparquote.

Eine individuelle Beratung durch einen unabhängigen Honorarberater kann helfen, die passende Kombination aus den verschiedenen Vorsorgeoptionen zu finden – ohne Interessenkonflikt durch Produktprovisionen. Dabei werden sowohl steuerliche Aspekte als auch persönliche Ziele und Risikobereitschaft berücksichtigt.

Insgesamt gilt: Die Altersvorsorge für Selbstständige erfordert mehr Eigeninitiative und ein höheres Einkommen als für Angestellte. Wer jedoch frühzeitig plant und konsequent beide Vorsorgebausteine aufbaut, kann im Alter finanziell genauso gut aufgestellt sein wie ein Arbeitnehmer – oder sogar besser.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Finanzfluss). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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