Hantavirus: Wie gefährlich ist der Ausbruch?

Date:

Dieses Video wurde am 07.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein Hantavirus-Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff hat in Deutschland für Aufmerksamkeit gesorgt: Eine Reisende wird in der Uniklinik Düsseldorf behandelt, weitere mögliche Kontaktpersonen aus einem Flug werden gesucht. Virologe Jonas Schmidthanasit vom Institut für Tropenmedizin in Hamburg erklärt, warum das Virus deutlich schwerer übertragbar ist als das Coronavirus, welche Symptome auf eine Infektion hindeuten und weshalb Experten eine Pandemie für unwahrscheinlich halten.

Hantavirus: Übertragung nur bei engem Kontakt

Anders als das Coronavirus ist das Hantavirus nicht leicht von Mensch zu Mensch übertragbar. Eine Ansteckung setzt engen, länger andauernden Kontakt mit einer infizierten Person voraus. Die Übertragung erfolgt über Tröpfchen sowie durch den Austausch von Körperflüssigkeiten.

Besonders gefährdet sind daher Ehe- und Lebenspartner sowie Familienangehörige erkrankter Personen. Im historischen Kontext waren Infektionen vor allem unter Menschen zu beobachten, die eng zusammenleben. Passagiere auf einem Schiff oder Mitreisende in einem Flugzeug, die weiter entfernt von der infizierten Person saßen, tragen dem Experten zufolge ein deutlich geringeres Risiko.

Kreuzfahrtschiff als ungewöhnlicher Ausbruchsort

Normalerweise tritt das Andenvirus – eine spezifische Hantavirus-Variante – im ländlichen Raum auf, etwa bei Förstern oder Waldarbeitern in Südamerika. Ein Ausbruch auf einem Kreuzfahrtschiff gilt als singuläres, höchst ungewöhnliches Ereignis.

Wie die Infektion ihren Ursprung nahm, ist noch nicht abschließend geklärt. Als mögliche Quelle gilt eine Vogelbeobachtungstour in Argentinien, auf der die erste infizierte Person mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnte. Über Sequenzanalysen des Virus lässt sich künftig rekonstruieren, ob die Ansteckung an Bord oder bereits an Land stattfand – etwa durch kontaminierte Bereiche des Schiffs, die durch Nagerausscheidungen belastet sein könnten.

Symptome und Sterblichkeit: Das steckt hinter dem Virus

Die ersten Symptome einer Hantavirus-Infektion sind unspezifisch und ähneln einem grippalen Infekt:

  • Fieber und Schüttelfrost
  • Gliederschmerzen
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Rasche Verschlechterung des Allgemeinzustands

Besonders gefürchtet ist der weitere Krankheitsverlauf: Die Infektion kann zu einem schweren Lungenversagen führen, das als Hantavirus-kardiopulmonales Syndrom bezeichnet wird. Dabei sind Lunge und Herz gleichermaßen betroffen. Die Fallsterblichkeit liegt beim Andenvirus bei bis zu 50 Prozent – ein außergewöhnlich hoher Wert im Vergleich zu vielen anderen Viruserkrankungen.

Deutschland gut vorbereitet – keine Pandemiegefahr

Deutschland verfügt über spezialisierte Behandlungszentren für hochinfektiöse Erkrankungen, unter anderem in Düsseldorf, München und Hamburg. Da die betroffene Patientin über Amsterdam eingereist ist, wurde sie folgerichtig in einem dieser Zentren untergebracht, wo Diagnose und Behandlung unter höchsten Sicherheitsstandards möglich sind.

Die Behörden haben zudem begonnen, alle Mitreisenden des betreffenden Fluges zu kontaktieren, um mögliche Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen. Dabei gilt: Nur wer direkt neben der Patientin saß oder ihr bei Symptomen geholfen hat, gilt als enger Kontakt.

Eine Pandemiegefahr besteht nach Einschätzung von Experten nicht. Das Hantavirus ist wesentlich schwerer übertragbar als das Coronavirus, alle notwendigen Isolations- und Kontaktnachverfolgungsmaßnahmen sind eingeleitet. Solange diese konsequent umgesetzt werden, ist davon auszugehen, dass der Ausbruch eingedämmt werden kann.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

LEAVE A REPLY

Please enter your comment!
Please enter your name here

xxx

Popular

Ähnliche Beiträge
Related

EU-Handelsdeal mit den USA gescheitert – Ärger mit Trump

Der EU-Handelsdeal mit den USA stockt: Brüsseler Nachtverhandlungen scheiterten – nun droht Trump mit 25 % Zöllen auf EU-Autos. Was das bedeutet.

WHO lenkt Kreuzfahrtschiff zu den Kanaren

Die WHO hat Spanien gebeten, ein Kreuzfahrtschiff mit kranken Passagieren an den Kanaren anlanden zu lassen. Drei symptomatische Fälle wurden identifiziert.

Hantavirus auf Kreuzfahrtschiff: Anlegestreit

Ein bestätigter Hantavirus-Fall auf einem Kreuzfahrtschiff sorgt für diplomatische Spannungen beim Anlegen. Was über den Ausbruch bekannt ist.

Kreuzfahrtschiff auf den Kanaren: Kompetenzstreit eskaliert

Ein Kreuzfahrtschiff darf laut kanarischer Regionalregierung nicht anlegen – obwohl Madrid grünes Licht gab. Der Kompetenzstreit in Spanien eskaliert.