Axel-Springer-Award: Wie Thelen & Co. KI nutzen
Beim Axel-Springer-Award berichten Frank Thelen, Ronzheimer und andere Prominente, wie sie Künstliche Intelligenz im Alltag und Beruf einsetzen.
Dieses Video wurde am 25.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Beim Axel-Springer-Award gaben bekannte Persönlichkeiten aus Medien, Journalismus und Unternehmertum Einblicke in ihren ganz persönlichen Umgang mit Künstlicher Intelligenz. Von der Aktienanalyse bis zur Bar-Empfehlung: KI ist längst im Alltag angekommen – und das generationsübergreifend. Die Aussagen zeigen, wie unterschiedlich, aber zugleich wie selbstverständlich KI-Tools heute eingesetzt werden.
Künstliche Intelligenz im Alltag: Von Monopol-Strategien bis Barlisten
Die Bandbreite der KI-Nutzung könnte kaum größer sein. Frank Thelen, bekannter Investor und Technologie-Unternehmer, nutzte KI zuletzt für eine höchst strategische Frage: Wie lässt sich ein Monopol im aufstrebenden Markt für Brain-Computer-Interfaces aufbauen? Die Frage hatte ihm niemand Geringeres als Peter Thiel spontan gestellt – und Thelen griff direkt zum KI-Tool, um sich vorzubereiten.
Journalist Paul Ronzheimer hingegen berichtet von einem deutlich pragmatischeren Anwendungsfall: Er fragte die KI schlicht nach den besten Bars in Köln – für den Abend zuvor. Beide Beispiele verdeutlichen, dass KI-Assistenten heute sowohl für komplexe Geschäftsfragen als auch für spontane Alltagsentscheidungen herangezogen werden.
Generationenübergreifende Nutzung – von 4 bis 70 Jahren
Besonders bemerkenswert ist die generationenübergreifende Akzeptanz der Technologie. Thelen berichtet, dass nicht nur er selbst KI täglich nutzt, sondern auch seine 70-jährige Mutter die Tools selbstverständlich verwendet. Sein vierjähriger Sohn geht sogar noch einen Schritt weiter: Wann immer der Vater eine Frage nicht beantworten kann, fordert das Kind ihn auf, doch einfach die KI zu fragen.
Diese Beobachtung steht exemplarisch für einen gesellschaftlichen Wandel, der längst alle Altersgruppen erfasst hat. KI ist keine Nischentechnologie mehr, die nur Tech-Aficionados vorbehalten ist – sie ist ein Alltagswerkzeug geworden.
- Investor Frank Thelen nutzt KI für strategische Marktanalysen
- Journalist Paul Ronzheimer setzt KI für Alltagsentscheidungen ein
- 70-Jährige und Kleinkinder verwenden KI-Tools gleichermaßen
- KI dient als Ergänzung menschlicher Entscheidungsfindung, nicht als Ersatz
Chancen überwiegen – aber mittelfristige Risiken ernst nehmen
Trotz der großen Begeisterung mahnen die Beteiligten zur Besonnenheit. Thelen betont, dass er als Mensch – als „Frank” – am Ende des Tages weiterhin die finale Entscheidung treffen muss. KI liefert Informationen und Analysen, doch die menschliche Urteilsfähigkeit bleibt unverzichtbar. Diese Haltung spiegelt eine reife, reflektierte Nutzung wider, die weder blinde Euphorie noch pauschale Ablehnung kennt.
Auch die Risiken der KI werden nicht ausgeblendet. Mittelfristig, so die Einschätzung, seien durchaus Gefahren vorhanden, die ernst genommen werden müssten. Kurzfristig jedoch dominieren klar die Chancen und Möglichkeiten. Diese Sichtweise teilte auch ein 84-jähriger Medien-Veteran, der beim Gespräch mit einem der Teilnehmer bedauerte, nicht in dieser „Zeit voller Möglichkeiten” aufgewachsen zu sein.
Journalismus und Unternehmertum: KI als tägliches Werkzeug
Im journalistischen Alltag findet KI ebenfalls ihren festen Platz. Ronzheimer nutzt KI-Tools intensiv bei der inhaltlichen Vorbereitung – etwa wenn er Gäste für seinen Podcast recherchiert oder sich auf Interviews vorbereitet. Die Technologie beschleunigt Recherchearbeit und liefert erste Orientierung, ohne dabei den journalistischen Kern zu ersetzen.
Für Unternehmer wie Thelen, der selbst im KI-Bereich investiert und aktiv tätig ist, sind die Vorteile ohnehin kaum zu überschätzen. Er beschreibt das Potenzial als schlicht „unvorstellbar” – eine Einschätzung, die viele Akteure der Branche teilen. Die Debatte rund um KI verlagert sich damit zunehmend von der Frage, ob man sie nutzen soll, hin zur Frage, wie man sie klug und verantwortungsvoll einsetzt. Der Axel-Springer-Award bot dafür eine prominente Bühne.
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