Dieses Video wurde am 08.05.2026 von DER SPIEGEL auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Deutschland war über viele Jahre das meistangesteuerte Ziel für illegale Migration in Europa – doch das hat sich verändert. Aktuell belegt die Bundesrepublik nur noch Platz 4 unter den europäischen Ländern, die am stärksten von irregulärer Zuwanderung betroffen sind. Die Bundesregierung wertet das als direktes Ergebnis ihrer neuen migrationspolitischen Kurskorrektur. Doch Experten wie der renommierte Migrationsforscher Gerald Knaus zweifeln daran, ob allein politische Maßnahmen für den Rückgang verantwortlich sind.
Vom Spitzenreiter auf Platz 4: Der Rückgang illegaler Migration
Jahrelang zog Deutschland mehr irreguläre Migranten an als jedes andere Land in der Europäischen Union. Der aktuelle Rückgang auf den vierten Platz wird von der Bundesregierung als klares Signal gewertet, dass die ergriffenen Maßnahmen wirken. Der Vergleich mit anderen europäischen Ländern zeige dabei, dass die Veränderungen in Deutschland besonders deutlich ausfielen.
Tatsächlich ist der Regierungswechsel in Deutschland für die internationale Öffentlichkeit kaum zu übersehen. Die neue migrationspolitische Ausrichtung hat laut Regierungsvertretern weltweit Signalwirkung entfaltet und das Bild Deutschlands als besonders attraktives Ziel für irreguläre Einwanderer verändert.
Streit um die Ursachen: Politik oder Syrien-Effekt?
Migrationsforscher Gerald Knaus widerspricht der Interpretation, die Maßnahmen der Bundesregierung seien der entscheidende Faktor. Er hebt stattdessen den sogenannten Syrien-Effekt hervor: Der Regimewechsel in Syrien habe enorme Auswirkungen auf die Migrationsdynamik in Europa gehabt und sei eine der wesentlichen Ursachen für den Rückgang der Zuwanderungszahlen.
Demgegenüber argumentieren Regierungsvertreter, dass Knaus dabei konkrete politische Entscheidungen vernachlässige, die nachweislich Pull-Faktoren reduzierten. Als Beispiele werden genannt:
- Die Aussetzung des Familiennachzugs für bestimmte Schutzberechtigte
- Die Abschaffung der sogenannten Turboeinbürgerung nach drei Jahren, die es in dieser Form weltweit kaum anderswo gab
- Weitere Korrekturen an Regelungen, die bislang als Magnetwirkung fungierten
Diese Maßnahmen seien nicht neu: Bereits in einer früheren Großen Koalition hatte die Aussetzung des Familiennachzugs nachweislich Wirkung gezeigt – ein Beleg dafür, dass sich diese Effekte nun wiederholen.
Familiennachzug und Magnetwirkung: Die Logik hinter den Maßnahmen
Das zentrale Argument der Befürworter dieser Politik lautet: Wer weiß, dass er seine Familie nicht nachholen kann, geht das erhebliche Risiko einer gefährlichen Migrationsroute seltener ein. Die Aussetzung des Familiennachzugs sende demnach ein klares Signal, das potenzielle Migranten bereits im Herkunftsland erreicht und ihre Entscheidung beeinflusst.
Ähnlich verhält es sich mit der Einbürgerungspolitik. Die frühere Möglichkeit einer beschleunigten Einbürgerung bereits nach drei Jahren habe eine besondere Anziehungskraft ausgeübt, die in keinem anderen Land der Welt in dieser Form existiert habe. Die Abschaffung dieser Regelung gilt als ein weiterer Baustein, um die außergewöhnliche Attraktivität Deutschlands im europäischen Vergleich zu verringern.
Insgesamt zeichnet die Regierung das Bild eines systematischen Abbaus von Magnetfaktoren, der nun messbare Ergebnisse zeige.
Einordnung: Politischer Erfolg oder externe Faktoren?
Die Debatte um die Ursachen des Rückgangs irregulärer Zuwanderung nach Deutschland spiegelt eine grundlegende Kontroverse in der Migrationspolitik wider: Wie viel Einfluss haben nationale Maßnahmen tatsächlich – und wie stark werden die Zahlen durch externe Ereignisse wie geopolitische Umbrüche bestimmt? Wahrscheinlich ist, dass beide Faktoren zusammenwirken.
Für die kommenden Monate und Jahre bleibt entscheidend, ob der Rückgang auf Platz 4 dauerhaft anhält oder ob neue Krisen – ähnlich dem Syrien-Konflikt – die Migrationsdynamik erneut verschieben. Die politische Diskussion über die richtige Migrationspolitik in Deutschland ist damit keineswegs abgeschlossen, sondern gewinnt angesichts neuer globaler Entwicklungen weiter an Brisanz.
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