Tuesday, 13. October 2026
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Bärbel Bas

Bärbel Bas tritt zurück: SPD kritisiert Umgang

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas kritisiert die SPD scharf den Umgang mit der Ex-Ministerin in der Trauerzeit. Was folgt nun für die Koalition?

Redaktion · 12. October 2026, 18:15 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 12.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der Rücktritt von Bärbel Bas aus dem Ministeramt hat in Berlin eine heftige Debatte über den politischen Umgangston ausgelöst. Die SPD übt scharfe Kritik daran, dass Bas trotz eines persönlichen Schicksalsschlags – dem Tod eines engen Familienmitglieds – weiterhin öffentlichem politischem Beschuss ausgesetzt war. Jochen Ort, SPD-Fraktionsvorsitzender in Nordrhein-Westfalen, fordert mehr Menschlichkeit in der politischen Auseinandersetzung – ohne dabei die inhaltliche Schärfe aufzugeben.

Bas als Symbol des demokratischen Aufstiegs

Jochen Ort würdigt Bärbel Bas als eine Politikerin, die aus einfachen Verhältnissen in höchste Staatsämter aufgestiegen ist. Als Bundestagspräsidentin habe sie der Demokratie bedeutende Dienste geleistet – für die SPD ebenso wie für das gesamte Land.

Umso schmerzhafter sei es, so Ort, dass Bas in einer Phase tiefer persönlicher Trauer weiterhin politisch unter Druck gesetzt worden sei. Obwohl das Wissen um ihren Verlust in Berlin weitverbreitet gewesen sei, hätten politische Akteure und Teile der Medien nicht zurückgesteckt.

„Eine Art des Umgangs, die geht gar nicht”, sagte Ort mit Blick auf den Chef der Mittelstandsvereinigung, der Bas zuletzt wiederholt öffentlich angegangen war. Auch das Verhalten mancher Wirtschaftsverbände sei in dieser Situation nicht hilfreich gewesen.

Forderung nach Demut im politischen Betrieb

Ort wirbt für einen neuen politischen Stil: hart in der Sache, menschlich im Umgang. Diese Formel, so der SPD-Politiker, solle Richtschnur für alle politischen Akteure sein – unabhängig von Partei oder Lager.

Der Kanzler habe mit seinen Äußerungen im Zuge des Rücktritts den richtigen Ton gesetzt und damit ein Signal gegeben, das Ort ausdrücklich begrüßt. Konkrete Namen für diejenigen, die Bas in der Trauerphase unter Druck gesetzt hätten, nennt Ort bewusst nicht – mit dem Hinweis, die Betroffenen wüssten selbst, wer gemeint sei.

Als Konsequenz fordert Ort eine konzertierte Aktion von Bundesregierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften, um politische Stabilität zu schaffen und der Bevölkerung Orientierung zu geben, statt täglich neue Debatten zu entfachen.

Nachfolge und Stabilität: Alexander Schweizer übernimmt

Die Entscheidung, das Ministeramt mit Alexander Schweizer zu besetzen, wertet Ort als stabilisierendes Signal. Schweizer bringe Erfahrung in der Leitung großer Behörden mit und gelte als durchsetzungsstark.

Einen politischen Zeitverlust bei den anstehenden Reformvorhaben befürchtet Ort deshalb nicht. Zu den zentralen Projekten zählen:

  • Reform der Rentenversicherung, inklusive der Frage nach 45 Beitragsjahren als Respektfrage
  • Steuerliche Entlastungen für Bürgerinnen und Bürger
  • Die Debatte um eine gerechtere Krankenversicherung (Bürgerversicherung)
  • Weitere strukturelle Reformprojekte der Koalition

Ort betont, diese Reformen müssten gemeinsam und ohne weiteren Zeitverzug angepackt werden.

SPD-Führung und Abgrenzung vom linken Flügel

Die Einordnung von Bärbel Bas als Vertreterin des linken SPD-Flügels weist Ort entschieden zurück. Themen wie Respekt für langjährige Beitragszahlerinnen und -zahler oder die Ungerechtigkeit im Krankenversicherungssystem seien keine linke Nischenpolitik, sondern Überzeugungen der gesellschaftlichen Mitte.

Mit Blick auf die Union mahnt Ort, sich nicht einseitig an den Positionen der Mittelstandsvereinigung zu orientieren, wenn sie wieder mehrheitsfähig werden wolle. Zugleich macht er klar: Auch die SPD müsse ihr Profil schärfen und deutlicher kommunizieren, wofür sie steht – es reiche nicht, lediglich das „Schlimmste der Union zu verhindern”.

Die Nachbesetzung in der SPD-Parteiführung soll Präsidium und Bundesvorstand gemeinsam regeln. Ort zeigt sich zuversichtlich, dass die Partei zügig einen überzeugenden Vorschlag vorlegt und die Koalition damit in ruhigeres Fahrwasser gelangt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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