Tuesday, 13. October 2026
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Diesel-Deal

Ukraine-Waffenruhe: Trumps Ankündigung scheitert

Trump verkündete eine Ukraine Waffenruhe für Energieanlagen – doch die Angriffe gingen sofort weiter. Selenskyj fordert Aufklärung und kritisiert den Diesel-Deal.

Redaktion · 12. October 2026, 18:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 12.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Eine von US-Präsident Donald Trump verkündete Ukraine Waffenruhe für Energieanlagen ist unmittelbar nach ihrer Ankündigung gescheitert. Russland griff kurz nach Trumps Erklärung ein Wärmekraftwerk in Charkiw an, auch in Kiew geriet eine Energieanlage unter Beschuss. Besonders brisant: Weder die ukrainische noch offenbar die russische Seite war vorab über den vermeintlichen Waffenstillstand informiert worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte umgehend Aufklärung aus Washington.

Waffenruhe verkündet – und sofort gebrochen

Trump hatte einen Energiewaffenstillstand zwischen Russland und der Ukraine ausgerufen, ohne dass die betroffenen Parteien dem zugestimmt oder auch nur davon gewusst hätten. Selenskyj bestätigte dies öffentlich: Die ukrainische Seite sei von der Ankündigung überrascht worden.

Die Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur setzten sich unmittelbar fort. Ein russischer Angriff auf das Wärmekraftwerk in Charkiw erfolgte kurz nach Trumps Erklärung, ein weiterer traf eine Anlage in der Hauptstadt Kiew. Damit war die Waffenruhe faktisch hinfällig, bevor sie überhaupt in Kraft treten konnte.

Kiew signalisierte dennoch grundsätzliche Bereitschaft: Die Ukraine sei prinzipiell offen für einen Waffenstillstand beim Beschuss von Energieanlagen – allerdings nur unter der Bedingung, dass Moskau ebenfalls nachzieht. Selenskyj formulierte es klar: „Wir erwarten, dass Putin das umsetzt, was Präsident Trump gesagt hat.”

Diesel-Deal mit Russland sorgt für Empörung

Unmittelbar vor der Waffenruhen-Ankündigung hatte Trump mit Kremlchef Wladimir Putin einen sogenannten Diesel-Deal vereinbart. Russland soll demnach Diesel in die USA und auf den Weltmarkt liefern, um die gestiegenen Energiepreise zu dämpfen. Der Hintergrund: Die USA sind durch den laufenden Konflikt mit dem Iran unter wirtschaftlichem Druck, was die Energiepreise in die Höhe treibt.

Selenskyj bezeichnete diese Entscheidung als „schwach” und warf Trump vor, Russland damit zusätzliche Einnahmen zu verschaffen. Mit diesen Mitteln, so der Vorwurf, könne Moskau seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine weiter finanzieren.

  • Russland soll Diesel in die USA und auf den Weltmarkt liefern
  • Ziel: Senkung der hohen Energiepreise in den USA
  • Kritik: Deal verschafft Moskau zusätzliche Kriegsfinanzierung
  • Selenskyj nennt Trumps Vorgehen „schwach” und ablenkend

Kritiker werfen Trump vor, mit dem Deal wirtschaftliche Eigeninteressen über die Unterstützung der angegriffenen Ukraine zu stellen. Die Aussage, Trump zeige „seinen schlechten Charakter” und versuche, Probleme auf die Ukraine abzuwälzen, die er selbst geschaffen habe, verdeutlicht die wachsende Frustration in Kiew.

Selenskyjs gefährlicher Balanceakt

Für den ukrainischen Präsidenten ist die Lage nach diesen Entwicklungen doppelt gefährlich. Auf der einen Seite greifen russische Streitkräfte gezielt die ukrainische Energieinfrastruktur an – mit Blick auf den bevorstehenden Winter eine existenzielle Bedrohung für die Bevölkerung großer Städte. Weitere Angriffe auf Kraftwerke und Heizungsanlagen könnten die Versorgung von Millionen Menschen gefährden.

Auf der anderen Seite lockert Trump den wirtschaftlichen Druck auf Moskau, während er gleichzeitig die ukrainische Führung öffentlich infrage stellt. Selenskyjs Kritik am US-Präsidenten ist daher rhetorisch riskant: Die Ukraine ist weiterhin auf amerikanische Militär- und Finanzhilfe angewiesen und kann es sich kaum leisten, Washington vor den Kopf zu stoßen.

Selenskyj muss deshalb eine schmale Linie gehen – ukrainische Interessen unmissverständlich vertreten, ohne Trump so weit zu reizen, dass die US-Unterstützung weiter schwindet. Wie lange diese Balance aufrechtzuerhalten ist, bleibt angesichts der jüngsten Entwicklungen fraglich.

Ausblick: Winter als kritische Phase

Die kommenden Monate dürften zur entscheidenden Probe werden. Mit sinkenden Temperaturen steigt die Abhängigkeit der ukrainischen Bevölkerung von funktionierender Energie- und Wärmeversorgung dramatisch. Gleichzeitig scheint Washington seinen außenpolitischen Kurs gegenüber Russland neu zu justieren – in einer Weise, die Kiew zunehmend beunruhigt.

Ob eine echte Waffenruhe für Energieanlagen noch möglich ist, hängt letztlich von Moskaus Bereitschaft ab. Bislang hat Russland keine Signale gesendet, den Beschuss ukrainischer Infrastruktur einzustellen. Die gescheiterte Trump-Ankündigung hat das gegenseitige Misstrauen zwischen Kiew und Washington vorerst eher vertieft als verringert.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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