Friday, 2. October 2026
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Antisemitismus

Berliner Linke: Antisemitismus und Clan-Kontakte

Antisemitismusvorwürfe, Verbindungen zu Clans und Mitgliedschaft bei der Roten Hilfe: Kann die Berliner Linke glaubwürdig eine Koalition mit SPD und Grünen eingehen?

Redaktion · 2. October 2026, 06:30 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 02.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

In Berlin stehen Sondierungsgespräche zwischen SPD, Grünen und der Linken an – doch bevor es überhaupt zu offiziellen Verhandlungen kommt, müssen zunächst sogenannte Vorgespräche geführt werden. Themen wie Antisemitismus, Rassismus, organisierte Kriminalität und gesellschaftlicher Zusammenhalt stehen auf der Agenda. Die Berliner Linke, die bei der Wahl 25,7 Prozent holte, steht dabei unter erheblichem Druck: Immer neue Widersprüche und Vorwürfe kommen ans Licht und stellen die Glaubwürdigkeit einer möglichen Regierungsbeteiligung ernsthaft infrage.

Clan-Verbindungen: Remo und Barbach auf der Wahlparty

Besondere Aufmerksamkeit erregen Berichte über die Anwesenheit von Mitgliedern des Remo-Clans und des sogenannten Barbach-Clans auf der Wahlparty der Linken. Während der Remo-Clan bereits seit Längerem im Fokus der Ermittlungsbehörden steht, ist der Barbach-Clan vor allem dadurch bekannt, propalästinensische Demonstrationen zu organisieren, bei denen es nachweislich zu antisemitischen Vorfällen kam.

Linken-Abgeordnete wie Herr Kotchack erklärten, die Gäste nicht persönlich gekannt zu haben. Kritiker halten dieser Darstellung jedoch entgegen, dass die Kontaktmuster ein anderes Bild nahelegen. Der Tagesspiegel-Journalist Stefan Andreas Carstoff kommentiert, die Partei werde argumentieren, sie habe das nicht gewollt – doch die wiederholten Vorfälle machten eine solche Erklärung zunehmend unglaubwürdig.

Berliner Linke Antisemitismus: Verharmlosung statt Abgrenzung?

Parteivertreter wie der frühere Parteivorsitzende Jan van Aken verweisen darauf, dass antisemitische Einzelpositionen innerhalb der Partei keine Mehrheit darstellten und die Richtung der Partei nicht bestimmen könnten. Ähnliche Relativierungen gibt es aus dem gesamten politischen Spektrum – auch andere Parteien hätten Antisemiten in ihren Reihen.

Kritiker widersprechen dieser Einschätzung scharf. Zentrales Argument: Gerade Berlin, als Stadt, in der der Holocaust geplant und organisiert wurde, trägt eine historisch besondere Verantwortung. Jede Partei, die hier mitregieren möchte, müsse bei diesem Thema besonders klare Kante zeigen – und nicht relativieren.

  • Antisemitismus in Deutschland befindet sich auf einem historischen Höchststand.
  • Die Linke hat von Teilen antisemitisch geprägter Milieus Stimmen erhalten.
  • Linken-Senatorin in spe Elif Eralp war Mitglied bei der Roten Hilfe, einer vom Verfassungsschutz beobachteten linksextremistischen Organisation.
  • Ihre Darstellung der eigenen Aktivitäten in dieser Vereinigung gilt als widersprüchlich.
  • Berlin ist eine Stadt, in die besonders viele israelische Staatsangehörige ziehen – die Signalwirkung ist entsprechend groß.

SPD als Zünglein an der Waage

Politisch hängt eine mögliche Links-Koalition vor allem an der SPD. Die Grünen gelten Beobachtern als deutlich koalitionswilliger gegenüber der Linken. Aussagen von Vertretern wie Werner Graf deuten darauf hin, dass die Grünen bereits auf Koalitionskurs sind.

Anders bei der SPD: Sollte Steffen Krach klare rote Linien bei Themen wie Enteignungen oder Antisemitismus ziehen, bliebe als Alternative nur eine Minderheitsregierung – ein Szenario, das in Berlin als kaum regierbar gilt. Gleichzeitig sehen manche Sozialdemokraten den Wahlsieg der Linken mit über 25 Prozent als demokratisches Signal, das man nicht einfach ignorieren könne.

Ausblick: Glaubwürdige Abgrenzung gefordert

Damit eine Koalition politisch tragfähig wird, reicht eine verbale Distanzierung von Antisemitismus und Clanstrukturen nicht aus. Gefordert sind laut Beobachtern konkrete Beschlüsse, personelle Konsequenzen und transparente Maßnahmen innerhalb der Partei.

Ob SPD und Grüne in den Vorgesprächen tatsächlich harte Bedingungen stellen werden, bleibt offen. Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Berliner Linke die nötige Glaubwürdigkeit aufbringen kann – oder ob die Koalitionsverhandlungen an den ungelösten Fragen zu Antisemitismus und organiserter Kriminalität scheitern.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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