Dieses Video wurde am 21.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Vier Wochen vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 hat SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach die Bildungspolitik der CDU scharf kritisiert. Im Mittelpunkt: ein Vorstoß der amtierenden Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, der vorsieht, sogenannte Problemschüler gezielt an bestimmten Schulen zu konzentrieren. Krach wertete den Plan als Ausdruck politischer Ratlosigkeit – und warf der CDU vor, dringende Probleme erst kurz vor der Wahl anzugehen.
CDU-Schulplan: Hilflosigkeit statt Lösung?
Krahs Urteil über den CDU-Vorschlag fiel deutlich aus. Bildungssenatorin Günther-Wünsch sei seit dreieinhalb Jahren im Amt – die Probleme an Berliner Schulen, darunter Gewalt und Disziplinlosigkeit, seien jedoch seit vielen Jahren bekannt. Dass jetzt kurz vor der Wahl eine Studie präsentiert und ein neues Konzept vorgestellt werde, sei kein Aufbruchssignal, sondern ein Zeichen von Versäumnis.
Den Vorschlag, Problemschüler räumlich zu konzentrieren, verglich Krach mit DDR-Umerziehungsheimen – ein starkes Bild, das er bewusst wählte. Als Alternative nannte er das Modell der temporären Klassen, das die SPD bereits eingeführt habe und das die CDU hätte finanziell unterstützen können.
Auch der Acht-Punkte-Plan der CDU, der Lehrkräften empfiehlt, bei Gewaltfällen „hinzuschauen statt wegzuschauen”, stieß auf Widerspruch. Krach betonte, Lehrerinnen und Lehrer seien hoch engagiert – ihnen diesen Vorwurf zu machen, sei falsch und demotivierend.
Krahs Gegenvorschläge: Demokratiepflicht und Handy-Verbot
Statt Sondereinrichtungen setzt Krach auf präventive Konzepte. Er fordert ein Pflichtfach Demokratie bereits ab der ersten Klasse – angelehnt an Modelle aus Frankreich und Dänemark, wo vergleichbare Fächer unter dem Namen „Empathie” erfolgreich eingeführt wurden. Inhalte sollen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Meinungsfreiheit und der Umgang mit Vielfalt sein.
Zudem sprach sich Krach erneut für ein Handy-Verbot an Grundschulen aus – ein Vorhaben, das bereits im SPD-Wahlprogramm steht. Die Bildungssenatorin könnte dies nach seinen Worten per Rundschreiben sofort umsetzen, ohne auf Gesetze warten zu müssen. Dass sie es nicht tue, kritisierte er als weiteres Versäumnis der laufenden Amtszeit.
- Pflichtfach Demokratie / Empathie ab Klasse 1
- Ausbau und Finanzierung temporärer Klassen für auffällige Schüler
- Handy-Verbot an allen Berliner Grundschulen (Klassen 1–6)
- Stärkere finanzielle Unterstützung für Lehrkräfte
- Mehr Mittel für das Rütli-Campus-Modell als Blaupause
Sicherheit in Berlin: Mehr Polizei, kein Linke-Kurs
Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die öffentliche Sicherheit in der Hauptstadt. Krach verwies auf Clankriminalität, Drogenkriminalität und organisierte Kriminalität als zentrale Herausforderungen. Er sprach sich klar für einen Ausbau der Berliner Polizei aus und distanzierte sich ausdrücklich von Forderungen der Linkspartei nach Kürzungen im Polizeibereich.
In diesem Zusammenhang verteidigte Krach auch eine umstrittene Aussage aus einem Podcast, in der er darauf hingewiesen hatte, als weißer heterosexueller Mann im ÖPNV weniger gefährdet zu sein als etwa jüdische Menschen, queere Personen oder Frauen. Der Comedian Felix Lobrecht hatte diese Äußerung öffentlich kritisiert. Krach bestand auf seiner Position und verwies auf eindeutige Statistiken zur unterschiedlichen Gefährdungslage verschiedener Bevölkerungsgruppen.
Zur möglichen Schließung des Russischen Hauses in Berlin, über die der Spiegel berichtet hatte, äußerte sich Krach positiv: Er begrüßte das Signal der Bundesregierung, mahnte aber an, dass dieser Schritt schon früher hätte erfolgen können.
Koalitionsfrage: SPD schließt Linke faktisch aus
Auf die Frage nach einer möglichen rot-grün-roten Koalition reagierte Krach mit einer klaren Absage. Auslöser war die Ankündigung der Linkspartei-Spitzenkandidatin, die Vergesellschaftung von Wohnungsunternehmen durchsetzen zu wollen – ohne einen konkreten Zeitplan nennen zu können. Für Krach ist das ein K.-o.-Kriterium: Ein seriöser Koalitionsvertrag sei unter diesen Umständen nicht möglich.
Damit zeichnet sich im Berliner Wahlkampf eine deutliche Frontstellung ab. Für Krach und die SPD geht es am 20. September nicht nur um Bildung und Sicherheit, sondern auch darum, welche Koalitionsoptionen nach der Wahl überhaupt realistisch bleiben. Wie sich die Kräfteverhältnisse verschieben, wird sich in den verbleibenden Wochen des Wahlkampfs zeigen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.


