Friday, 2. October 2026
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Andy Burnham

Brexit-Rücknahme: Frankreich und Spanien begrüßen Burnham

Frankreich und Spanien heißen eine mögliche Brexit-Rücknahme willkommen. Premier Andy Burnham stößt eine Debatte über Großbritanniens Rückkehr in die EU an.

Redaktion · 1. October 2026, 10:44 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 01.10.2026 von Handelsblatt auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Debatte um eine mögliche Brexit-Rücknahme gewinnt an Fahrt: Der britische Premierminister Andy Burnham hat öffentlich über eine Rückkehr Großbritanniens in die Europäische Union nachgedacht – und stößt damit in Paris und Madrid auf offene Ohren. Frankreich und Spanien signalisierten umgehend ihre Bereitschaft, das Vereinigte Königreich wieder in der EU willkommen zu heißen. Die Reaktionen auf der Insel selbst fallen jedoch gemischt aus.

Macron und Sánchez: „Willkommen zurück”

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Madrid sprach sich Emmanuel Macron klar für eine Rückkehr der Briten aus. „Wenn die Briten da wieder anknüpfen wollen, halte ich das für eine sehr gute Nachricht, sowohl für Irland als auch für die Europäer”, sagte der französische Präsident. Sein Gastgeber, der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez, ergänzte, Spanien würde Großbritannien „mit offenen Armen” wieder in der EU empfangen.

Die positiven Signale aus zwei der größten EU-Mitgliedstaaten verleihen der Debatte erhebliches politisches Gewicht. Sie zeigen, dass eine mögliche Annäherung auf europäischer Seite grundsätzlich auf Gegenliebe stoßen könnte – auch wenn konkrete Verhandlungen noch in weiter Ferne liegen.

Burnham stößt Debatte über EU-Optionen an

Auslöser der neuen Diskussion ist ein Auftritt Burnhams beim Sender BBC, in dem der Labour-Chef offen Bilanz zog: „Der Brexit habe mehr Schaden als Nutzen gebracht”, erklärte er und verwies darauf, dass rund 60 Prozent der britischen Bevölkerung diese Einschätzung teilen würden.

Burnham präsentierte dabei mehrere Optionen für die künftige Beziehung seines Landes zur EU:

  • Beibehaltung des aktuellen Status quo
  • Rückkehr in den europäischen Binnenmarkt
  • Beitritt zu einer Zollunion mit der EU
  • Vollständige Rückkehr in die Europäische Union

Der seit Juli 2025 amtierende Premier bezeichnete seinen Ansatz als ehrlich: Er wolle den Menschen konkrete Möglichkeiten vorlegen, die sie selbst bewerten könnten. Einen EU-Großbritannien-Gipfel, der voraussichtlich im November stattfinden soll, nannte er als Rahmen, um die Optionen öffentlich vorzustellen.

Wahlversprechen als Hürde für schnellen Kurswechsel

Politisch bewegt sich Burnham auf schmalem Grat. Die Labour-Partei hatte im Wahlkampf 2024 explizit ausgeschlossen, Großbritannien zurück in die EU oder den Binnenmarkt zu führen. An diese Versprechen ist der Premier formal gebunden.

Dennoch ließ Burnham keinen Zweifel an seiner persönlichen Vision: Er wolle einen Wiedereintritt Großbritanniens in die EU noch zu seinen Lebzeiten erreichen. Diese Aussage ist politisch bedeutsam – sie signalisiert eine langfristige Richtungsänderung, ohne kurzfristig konkrete Schritte ankündigen zu müssen. Kritiker sehen darin einen Balanceakt zwischen Glaubwürdigkeit und politischer Realität.

Gespaltene Reaktionen in der britischen Bevölkerung

Auf den Straßen Londons spiegeln sich die unterschiedlichen Stimmungen in der Gesellschaft wider. Während einige Passanten eine engere Zusammenarbeit mit der EU grundsätzlich befürworten, zweifeln andere daran, ob das Land eine erneute intensive Brexit-Debatte verkraften kann.

Bemerkenswert: Selbst ehemalige Brexit-Befürworter zeigen sich nachdenklich. „Ich habe für den Austritt gestimmt, weil ich dachte, es würde uns besser gehen. Aber alles ist teurer geworden – Lebensmittel, Benzin, alles Mögliche. Also bin ich jetzt wohl für den Verbleib”, schildert ein Londoner seine veränderte Haltung.

Andere mahnen zur Besonnenheit und fragen, ob ein Wiedereintritt mit Strafzahlungen oder Sonderkonditionen verbunden wäre. Die Stimmung ist pragmatischer als ideologisch – viele Briten denken weniger in politischen Lagern als in wirtschaftlichen Alltagsfragen.

Die Debatte um eine mögliche Brexit-Rücknahme steht damit erst am Anfang. Der Novembergipfel dürfte zeigen, wie weit London und Brüssel tatsächlich aufeinander zuzugehen bereit sind – und ob aus vorsichtigen Signalen ein handfester politischer Prozess werden kann.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (Handelsblatt). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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