Friday, 2. October 2026
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DAX, Micron & VW: Märkte zum Quartalsstart

Zum Start ins vierte Quartal zeigt der DAX vorbörslich Schwäche. Micron überzeugt mit starken Zahlen, VW kündigt Tarifverträge – ein Marktüberblick.

Redaktion · 1. October 2026, 08:15 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 01.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Mit dem DAX Quartalsstart am 1. Oktober richtet sich der Blick zunächst zurück: Im September verlor der deutsche Leitindex rund 4 Prozent, im abgelaufenen dritten Quartal konnte er immerhin ein kleines Plus von 0,8 Prozent verbuchen. In den ersten Handelsstunden des neuen Quartals wird der DAX vorbörslich mit einem Minus von etwa 0,4 Prozent erwartet – ein verhaltener Start in den Oktober. Belastend wirkte zuletzt die deutsche Inflationsrate für September, die mit 3,3 Prozent leicht über den erwarteten 3,2 Prozent lag.

Gemischtes Bild an den globalen Märkten

Die US-Börsen schlossen am Vortag uneinheitlich. Der Dow Jones gab rund 0,9 Prozent nach, der S&P 500 verlor zwischen 0,2 und 0,3 Prozent. Eine Ausnahme bildete der Nasdaq, der rund 0,25 Prozent zulegen konnte – gestützt von Technologiewerten.

In Asien dominieren hingegen grüne Vorzeichen: Der Nikkei legte zum Morgen stark um 3,2 Prozent zu, der Hang Seng gewann 0,4 Prozent und der Shanghai Composite rund 0,3 Prozent.

Bei den Rohstoffen entspannt sich die Lage leicht: Brent-Öl notiert wieder unter der Marke von 100 US-Dollar bei rund 97,21 Dollar, die Sorte WTI liegt bei etwa 89,42 Dollar. Der Bitcoin hält sich stabil über der Marke von 84.000 US-Dollar.

Micron Technology mit starken Quartalszahlen

Nachbörslich legte Micron Technology Ergebnisse für das vierte Quartal des gebrochenen Geschäftsjahres vor – und übertraf dabei die Erwartungen deutlich:

  • Umsatz: 54,29 Milliarden Dollar (Konsens: 51,49 Mrd. Dollar)
  • Gewinn je Aktie: 3,42 Dollar (Konsens: 3,183 Dollar)
  • Bruttomarge: 87 Prozent (Konsens: 86,2 Prozent)

Auch der Ausblick auf das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres 2026/27 überzeugte: Micron rechnet mit einem Umsatz von 60 bis 63 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie zwischen 3,715 und 3,915 Dollar – jeweils über den Analystenschätzungen. Lediglich beim Margenziel blieb das Unternehmen mit 86,3 Prozent knapp unter dem erwarteten Wert von 86,7 Prozent. Die Reaktion der Aktie fiel nachbörslich mit einem Plus von rund 1,2 Prozent dennoch verhalten aus – der Markt hatte Schwankungen von bis zu 11 Prozent eingepreist.

Hewlett Packard Enterprise sichert sich Milliarden-Auftrag

Hewlett Packard Enterprise (HPE) verbuchte im regulären Handel ein deutliches Plus von 3,9 Prozent. Auslöser war ein Großauftrag im Volumen von 1,2 Milliarden US-Dollar – der erste für das neue AMD-KI-Rechnersystem „Helios AI”. HPE liefert die Netzwerktechnik, während AMD die Server und Spezialchips beisteuert. Das Projekt markiert den Beginn einer Konstellation, aus der weitere Aufträge folgen könnten.

Volkswagen kündigt Tarifverträge – BMW senkt Margenziele

Volkswagen hat 10 von 13 Haustarifverträgen fristgerecht zum 31. Dezember gekündigt, darunter den Manteltarifvertrag. Betroffen sind die Arbeitsbedingungen, Arbeitszeiten und Zulagen für mehr als 100.000 Beschäftigte in Deutschland. IG Metall und Betriebsrat haben bereits heftige Auseinandersetzungen zum Jahreswechsel angekündigt. Ab Januar 2027 drohen Streiks, die Produktionsrisiken mit sich bringen könnten. Die VW-Aktie reagierte mit einem Minus von 0,8 Prozent.

Bei BMW endeten die Kapitalmarkttage mit gedämpften Margenerwartungen: Das bisherige Ziel von 8 bis 10 Prozent Marge wird in die nächste Dekade verschoben. Für 2025 bis 2027 sind nur noch 3 bis 5 Prozent angepeilt. Die Aktie legte dennoch 1,5 Prozent zu – offenbar hatten Anleger Schlimmeres befürchtet.

DAX-Tops und Flops im dritten Quartal

Der Rückblick auf das dritte Quartal zeigt ein klares Bild: Größter Verlierer im DAX war Infineon mit einem Kursminus von über 27 Prozent, gefolgt von Hochtief, Nemetschek (–21 %), Adidas (–19 %) und Heidelberg Materials (–15 %).

Auf der Gewinnerseite dominierte SAP mit einem beeindruckenden Plus von 38,5 Prozent. Dahinter folgte die Deutsche Börse mit knapp 20 Prozent Kursgewinn. Gefragt waren zudem defensive Werte wie Qiagen, Fresenius und Balentak. Goldman Sachs hob das Kursziel für die Deutsche Börse zuletzt von 275 auf 295 Euro an – die Einstufung bleibt jedoch bei „Neutral”.

Der Quartalsstart bleibt damit von Unsicherheit geprägt: Während Technologiewerte wie Micron und SAP positive Signale setzen, belasten Strukturprobleme in der Automobilindustrie und eine hartnäckige Inflation das Sentiment. Entscheidend wird sein, wie sich die Unternehmensergebnisse der kommenden Berichtssaison entwickeln.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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