Elif Eralp: War ihr Vater mit PKK-Chef Öcalan befreundet?
Hatte der Vater von Elif Eralp enge Verbindungen zur PKK und ihrem Anführer Abdullah Öcalan? Berichte einer kurdischen Zeitung werfen politische Fragen auf.
Dieses Video wurde am 05.11.2026 von NIUS auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Neue Berichte stellen die familiären und politischen Hintergründe der Politikerin Elif Eralp in den Fokus: Ihr Vater soll laut eigenen Angaben gegenüber einer kurdischen Zeitung enge Kontakte zur PKK gepflegt und persönlich mit deren Anführer Abdullah Öcalan befreundet gewesen sein. Das Nachrichtenportal NIUS berichtete über die brisanten Aussagen und fragte Eralp um Stellungnahme — bislang ohne Antwort.
Aussagen des Vaters in einer kurdischen Zeitung
In dem zitierten Zeitungsartikel heißt es in der deutschen Übersetzung, Dr. Eralp — der Vater der Politikerin — habe seine Bekanntschaft mit der kurdischen Freiheitsbewegung bis in das Jahr 1969 zurückverfolgt. Demnach habe er zahlreiche führende PKK-Kader kennengelernt und mit ihnen befreundet gewesen.
Besonders hervorgehoben wird in dem Artikel die angebliche persönliche Freundschaft mit Abdullah Öcalan, dem Gründer und langjährigen Anführer der PKK. Die Zeitung bezeichnet Öcalan als „Anführer des kurdischen Volkes” — eine Formulierung, die in Deutschland politisch hochumstritten ist.
Die PKK: Terrororganisation in der EU
Die Kurdische Arbeiterpartei (PKK) wird sowohl von der Europäischen Union als auch von den USA als Terrororganisation eingestuft. In Deutschland besteht seit 1993 ein Betätigungsverbot für die Organisation.
Die PKK hat in der Vergangenheit zahlreiche Anschläge in der Türkei verübt, darunter auch Attacken auf zivile Ziele mit zivilen Todesopfern. Der Hintergrund des Vaters wird in dem Bericht als der eines extremen türkischen Linken mit starker Nähe zur kurdischen PKK-Bewegung beschrieben.
- Die PKK steht seit 2002 auf der EU-Terrorliste
- In Deutschland gilt ein Betätigungsverbot seit 1993
- Öcalan sitzt seit 1999 in türkischer Haft
- Die PKK verübte Anschläge auf zivile und militärische Ziele in der Türkei
- Der Vater von Eralp floh laut Bericht nach dem Militärputsch 1980 nach Deutschland
Flucht nach Deutschland und Asylantrag
Laut dem Zeitungsbericht verließ der Vater von Elif Eralp die Türkei nach dem Militärputsch von 1980, aus Angst vor einer langjährigen Haftstrafe. Er stellte in Deutschland einen Asylantrag und ließ sich dort nieder.
Der politische Hintergrund des Vaters wirft Fragen nach seiner möglichen Prägung auf seine Tochter auf — insbesondere im Hinblick auf deren politische Haltungen gegenüber der kurdischen Bewegung und der PKK. NIUS wollte von Eralp wissen, ob die Darstellung der Zeitung korrekt sei, in welchem Ausmaß ihr Vater sie politisch beeinflusst habe und — zentral — ob sie die PKK als Terrororganisation betrachte.
Anfrage von NIUS bleibt unbeantwortet
Auf die konkreten Fragen des Nachrichtenportals NIUS reagierte Elif Eralp bislang nicht. Die Redaktion erhielt keine Antwort auf ihre schriftlichen Anfragen. Dieser Umstand dürfte die öffentliche Diskussion über ihre politische Positionierung weiter befeuern.
Die Causa Eralp zeigt, wie familiäre Hintergründe und frühere politische Verbindungen im deutschen Politikbetrieb zunehmend unter die Lupe genommen werden — vor allem dann, wenn es um Organisationen geht, die als Terrorvereinigungen eingestuft sind. Ob und wie Eralp auf die Vorwürfe reagiert, bleibt abzuwarten. Eine klare öffentliche Distanzierung von der PKK steht von ihrer Seite bisher aus.
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