Friday, 2. October 2026
Aktienmarkt

Gewinneraktien finden: Strategie für starke Rendite

Nur wenige Aktien liefern langfristig starke Renditen. Wie Anleger Gewinneraktien systematisch identifizieren und ihr Portfolio gezielt optimieren können.

Redaktion · 1. October 2026, 10:00 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 01.10.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

An der Börse laufen nicht alle Aktien gleich gut – das ist bekannt. Doch das Ausmaß der Ungleichverteilung überrascht viele Anleger: Studien zeigen, dass die allermeisten Aktien über lange Zeiträume keine nachhaltig positive Rendite erzielen. Nur wenige Gewinneraktien treiben die Indexrendite maßgeblich an. Wer diese Titel frühzeitig identifiziert, kann sein Portfolio deutlich besser aufstellen als der Durchschnitt. Doch wie gelingt das systematisch – und was müssen Anleger über Diversifikation, Gewichtung und Momentum wissen?

Wenige Aktien, große Wirkung: Was Studien belegen

Eine viel zitierte Untersuchung analysierte rund 25.000 US-Aktien über einen Zeitraum von annähernd 100 Jahren. Das Ergebnis ist ernüchternd: Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen lieferte unter dem Strich keine positive Rendite. Viele Titel stiegen zwar phasenweise stark an, verloren aber anschließend ebenso deutlich – oder verschwanden ganz vom Markt.

Gleichzeitig erzielen breit gefasste Aktienindizes wie der S&P 500 oder der DAX historisch rund 7 bis 8 Prozent Rendite pro Jahr. Dieser Durchschnitt wird jedoch von einer verhältnismäßig kleinen Zahl an Ausnahmetiteln getragen, die über Jahrzehnte konstant Gewinne steigern und innovativ bleiben.

Ein klassisches Beispiel ist Coca-Cola: Das Unternehmen erhöht seine Dividende seit mehr als 60 Jahren ununterbrochen – möglich nur durch ein nachhaltiges Geschäftsmodell mit kontinuierlichem Gewinnwachstum. Solche Unternehmen sind jedoch absolute Ausnahmen.

Diversifikation vs. Konzentration: Der richtige Ansatz

Aus dieser Erkenntnis ergeben sich zwei grundlegende Anlagestrategien, die jeweils eigene Vor- und Nachteile haben:

  • Breite Streuung: Ein Portfolio aus 100 Aktien reduziert das Einzeltitelrisiko stark – ein Totalverlust bei einer Position fällt kaum ins Gewicht. Allerdings verwässert sich auch der Effekt eines Kursknallers: Verdoppelt sich eine Aktie mit 1-%-Gewichtung, steigt das Gesamtportfolio nur um 1 %.
  • Konzentriertes Portfolio: Mit 10 Titeln zu je 10 % Gewichtung entfaltet eine Verdoppelung einer Aktie deutlich mehr Wirkung. Das Risiko ist jedoch höher, da die Streuung fehlt.
  • Kombination beider Ansätze: Ein systematischer Filter reduziert das Aktienuniversum zunächst stark, anschließend werden aus den verbleibenden Kandidaten gezielt Positionen aufgebaut.

Welche Strategie passt, hängt stark vom Anlegertyp ab: Wer kurz vor der Rente steht und das Kapital bald benötigt, braucht eine andere Ausrichtung als ein junger Investor mit jahrzehntelangem Anlagehorizont.

Momentum und relative Stärke als systematischer Ansatz

Neben dem klassischen News-Trading – etwa dem Einstieg nach starken Quartalszahlen oder positiven Studien bei Biotech-Unternehmen – gibt es einen methodischeren Weg: die Analyse von relativem Momentum.

Das Prinzip: Aktien, die im Verhältnis zum Gesamtmarkt und zu ihren Sektorpeers überproportional steigen, ohne dass eine große Schlagzeile dahintersteckt, signalisieren oft substanzielle fundamentale Veränderungen. Großinvestoren bauen Positionen auf – etwa wegen eines Infrastrukturprogramms, einer neuen Chipfabrik oder langfristiger Branchentrends. Solche Bewegungen brauchen Monate oder sogar Jahre, um sich zu entfalten.

Dieser Ansatz hat gegenüber dem News-Trading einen entscheidenden Vorteil: Er ist reproduzierbar und marktphasenunabhängig. Statt auf die nächste Schlagzeile zu warten, durchsucht ein Algorithmus regelmäßig alle Kursdaten und filtert die relativ stärksten Titel heraus. Das reduziert emotionale Entscheidungen und erhöht die Objektivität.

Praktische Umsetzung: So finden Anleger starke Aktien

Ein bewährter Prozess kombiniert mehrere Schritte, um die Wahrscheinlichkeit eines Treffers zu erhöhen:

  • Wöchentlicher Algorithmus-Lauf über ein definiertes Aktienuniversum
  • Filter nach relativer Kursstärke im Vergleich zur Vorwoche und zum Gesamtmarkt
  • Ampelsystem (grün/neutral/rot) zur schnellen Einschätzung der Dynamik
  • Konzentriertes Musterdepot mit rund 10 Positionen für ausreichend Gewichtungseffekt
  • Klare Stop-Loss-Regeln und Gewinne laufen lassen – Verluste konsequent begrenzen

Ergänzend lohnt es sich, Kursalarme auf die vorgefilterten Kandidaten zu setzen und Quartalszahlen aktiv zu nutzen: Bestätigt ein starker Ausblick die technische Stärke, steigt die statistische Wahrscheinlichkeit für eine Outperformance deutlich.

Wichtig bleibt: Kein Ansatz ist eine Garantie. Auch die beste Methode trifft nicht jedes Mal ins Schwarze. Der entscheidende Unterschied liegt darin, ob Anleger systematisch und wiederholbar vorgehen – oder von News zu News springen und damit von externen Faktoren abhängig bleiben. Wer den Prozess diszipliniert anwendet und die eigenen Anlageziele klar definiert hat, schafft die beste Ausgangsbasis, um in einem ungleich verteilten Aktienmarkt dauerhaft auf der Gewinnerseite zu stehen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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