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Atomstreit: Iran will hochangereichertes Uran abgeben

Iran signalisiert Bereitschaft im Atomstreit: Präsident Peseschkian will hochangereichertes Uran abgeben – unter Bedingungen. Was steckt hinter dem Angebot?

Redaktion · 25. September 2026, 22:30 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 25.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Im festgefahrenen Atomstreit zwischen Iran und dem Westen gibt es ein überraschendes Signal aus Teheran: Der iranische Präsident Masud Peseschkian hat sich in einem Interview mit dem US-Sender Fox News bereit erklärt, das hochangereicherte Uran des Landes herauszugeben. Damit verbunden sind jedoch klare Bedingungen – und viele Fragen bleiben offen.

Peseschkians Angebot: Uran gegen Rechtssicherheit

Peseschkian machte deutlich, dass Iran das hochangereicherte Uran nur dann abgeben werde, wenn das Völkerrecht und der Atomwaffensperrvertrag von allen Seiten eingehalten werden. Das Angebot ist damit an eine politische Gegenleistung geknüpft: Teheran verlangt internationale Rechtssicherheit und die Einhaltung multilateraler Abkommen, bevor es zu konkreten Schritten kommt.

Das Interview mit Fox News ist diplomatisch bemerkenswert – Iran wendet sich damit direkt an ein amerikanisches Publikum und sendet ein Signal an die US-Regierung. Es ist ein seltener, öffentlicher Gesprächsversuch auf einem ungewöhnlichen Kanal.

Irans Urananreicherung: Was die Zahlen bedeuten

Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) verfügt Iran derzeit über rund 440 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran. Zum Vergleich: Für den Bau einer Atombombe ist eine Anreicherung auf mindestens 90 Prozent erforderlich – der sogenannte waffenfähige Grad.

  • Normales Reaktoruran wird auf 3–5 Prozent angereichert.
  • Iran betreibt Anreicherung auf 60 Prozent – weit über zivile Zwecke hinaus.
  • Waffenfähiges Uran erfordert eine Anreicherung auf mindestens 90 Prozent.
  • Die IAEA überwacht Irans Atomanlagen, beklagt jedoch eingeschränkten Zugang.

Iran bestreitet offiziell, Atomwaffen anzustreben, und begründet die hohe Anreicherung mit zivilen und technologischen Zielen. Internationale Beobachter und westliche Regierungen zweifeln jedoch an dieser Darstellung.

Offene Fragen: Was passiert mit dem Material?

Unklar bleibt, wie mit dem hochangereicherten Uran im Falle einer Einigung konkret verfahren werden soll. Würde es ins Ausland transferiert, verdünnt oder unter internationaler Aufsicht gelagert? Diese technischen und politischen Details sind bislang nicht geklärt und dürften im Zentrum möglicher Verhandlungen stehen.

Frühere Abkommen, etwa der Wiener Atomdeal (JCPOA) von 2015, sahen ähnliche Mechanismen vor – sie scheiterten letztlich am gegenseitigen Misstrauen und am einseitigen Rückzug der USA unter der damaligen Trump-Administration im Jahr 2018.

Einordnung: Annäherung oder taktisches Manöver?

Peseschkians Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt erhöhter regionaler Spannungen und laufender diplomatischer Aktivitäten am Rande der UN-Generalversammlung. Ob das Signal ein echter Kurswechsel oder ein taktisches Zugeständnis ist, um Druck aus dem Westen abzuwenden, lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen.

Fest steht: Der Atomstreit mit Iran bleibt eine der zentralen sicherheitspolitischen Herausforderungen der internationalen Gemeinschaft. Peseschkians Interview zeigt, dass Teheran zumindest den Dialog sucht – die Substanz eines möglichen Deals muss jedoch erst noch verhandelt werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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