Iran-Deal und Ukraine-Krieg: Jägers Analyse

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Dieses Video wurde am 08.05.2026 von phoenix auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Ein Iran-Deal innerhalb von 30 Tagen, wie ihn US-Präsident Donald Trump in Aussicht stellt – ist das realistisch? Und was verrät die abgespeckte Siegesparade in Moskau über den Zustand des Putin-Regimes? Der Kölner Politikwissenschaftler Professor Thomas Jäger ordnet beide Konflikte nüchtern ein: Trumps Rhetorik sei vor allem Marketingstrategie, und Putins Krieg sei längst auch in Russland selbst angekommen.

Iran-Deal: Trumps Ziel ist ein Marketingerfolg

Trotz laufender Kampfhandlungen gegen den Iran stellt Trump einen Deal binnen eines Monats in Aussicht. Jäger hält das für politisches Kalkül, kein außenpolitisches Konzept. Die zentrale Frage sei nicht, was verhandelt werde, sondern was Trump seinen Amerikanern als Erfolg verkaufen könne.

Trump wolle aus dem Krieg heraus. Seine Drohungen seien hohl, sein plötzliches Interesse an den Vereinten Nationen ein „Treppenwitz der Weltgeschichte”. Das viel zitierte Problem der Straße von Hormus habe vor Kriegsbeginn kaum eine Rolle gespielt – was zeige, dass man in Washington sehr wohl verstanden habe, in welchem Ausmaß man eine Katastrophe angerichtet habe.

Jägers Einschätzung: Es gehe Washington nicht um ein tragfähiges Abkommen, sondern um eine Absichtserklärung – einen diplomatischen Fetzen Papier, den Trump sich an die Wand heften könne. Eine bloße iranische Erklärung, keine Atomwaffen bauen zu wollen, erinnere ihn an das historische Zitat „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen.”

Iran sitzt die Zeit aus – Trump steht unter Druck

Der Iran befindet sich nach Jägers Analyse in einer strategisch günstigeren Position als oft angenommen. Amerikanische Geheimdienste hätten Trump unterrichtet, dass die Resilienz des Iran noch drei bis fünf Monate anhalte und über 70 Prozent der Offensivfähigkeiten intakt seien.

Das hat unmittelbare innenpolitische Konsequenzen für Washington:

  • Im November 2026 finden in den USA Zwischenwahlen statt.
  • Ein anhaltender Krieg bis September oder Oktober würde Trump innenpolitisch belasten.
  • Ein Regimewechsel im Iran – das eigentliche Kriegsziel laut Jäger – ist nicht erreichbar.
  • Die veränderte Diktion aus Washington zeige, dass man längst zurückgerudert sei.

Der Druck liegt damit klar auf amerikanischer Seite. Teheran kann warten – Washington nicht.

Putins Parade: Ein Regime verrät seine Schwäche

Am 9. Mai, dem russischen Jahrestag des Sieges über Hitler-Deutschland, zog die Kreml-Führung Luftabwehrsysteme aus dem ganzen Land nach Moskau zusammen, schaltete das mobile Internet in der Hauptstadt ab und drohte mit massiven Vergeltungsschlägen für den Fall ukrainischer Angriffe auf die Parade.

Für Jäger sind das klare Zeichen einer Erosion: Russland könne selbst in Moskau keine Sicherheit mehr garantieren. Putin habe sich mit der Parade „völlig verrannt”. Die Feierlichkeiten wurden stark abgespeckt, eine zeitverzögerte Übertragung war geplant – um im Notfall den Bildschirm dunkelschalten zu können.

Der Kontrast im Krieg sei deutlich: Russland greife zivile Ziele an und habe offen damit gedroht, Botschaftspersonal solle Kiew verlassen. Die Ukraine hingegen schlage militärische Ziele an – Drohnenangriffe auf Tschetschenien, auf Ölraffinerien, auf strategische Stützpunkte.

Ukraine als Partner: Was der Westen jetzt tun muss

Die Ukraine habe im Krieg technologische Fähigkeiten entwickelt, die es ihr ermöglichen, den Krieg in russisches Territorium zu tragen. Das sei ein qualitativer Sprung, den westliche Verbündete bisher zu wenig würdigten.

Jäger appelliert an die Europäer: Die Ukraine beweise nicht nur militärische Standhaftigkeit, sondern auch, dass sie ein verlässlicher Sicherheitspartner sei. Europa sollte das dringend anerkennen und in seiner Unterstützungspolitik berücksichtigen – statt auf eine Vermittlerrolle der USA zu warten, die laut Jäger ohnehin keine substanzielle Veränderung bringe.

Die kommenden Wochen dürften in beiden Konflikten entscheidend sein: Im Iran-Konflikt, weil Trumps innenpolitischer Kalender tickt. Und in der Ukraine, weil Moskaus Fähigkeit, den Krieg zu kontrollieren, nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers weiter schwindet.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (phoenix). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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