Trumps Zölle: Alle verlieren – auch Amerika

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Dieses Video wurde am 08.05.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Trumps Zölle sollten Amerika stärken, Industrie zurückbringen und Jobs schaffen – doch das Gegenteil ist eingetreten. Sandra Navidi, Wirtschaftsexpertin und Gründerin von Beyond Global, zieht eine ernüchternde Bilanz: Die Rechnung zahlen vor allem die amerikanischen Verbraucher, während die erhofften wirtschaftlichen Erfolge ausbleiben. Gleichzeitig nutzt Washington die Handelspolitik gezielt als Druckmittel – auch gegen Europa.

Amerikanische Haushalte tragen die Hauptlast der Zölle

Zu rund 95 Prozent werden die Kosten der Zölle direkt an amerikanische Konsumenten weitergegeben. Eine durchschnittliche US-Familie hatte allein im vergangenen Jahr Mehrausgaben von über tausend Dollar zu stemmen. Die Folgen sind deutlich spürbar: Die Federal Reserve hat ihre Wachstumsprognose für die USA gesenkt und gleichzeitig die Inflationsprognose angehoben.

Führende CEOs warnen öffentlich davor, dass Konsumenten zunehmend an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Die Verschuldung privater Haushalte steigt, wie Banken bestätigen. Besonders problematisch: Das Handelsbilanzdefizit hat sich trotz der Zölle sogar ausgeweitet – von einer Rückkehr der Industrie in die USA ist nichts zu sehen. Die produzierende Industrie ist seit Monaten rückläufig, neue Arbeitsplätze sind nicht entstanden.

Rechtliche Grundlagen der Zollpolitik bröckeln

Amerikanische Gerichte stellen zentrale Zölle inzwischen offen in Frage. Bereits beim Supreme Court scheiterte eine Rechtsgrundlage – die Regierung versuchte, die Maßnahmen auf eine andere juristische Basis zu stellen, die ebenfalls für illegal erklärt wurde. Für Navidi ist das kein Zufall: Trump habe Zeit seines Lebens verstanden, das Rechtssystem zu umgehen und auszutricksen.

Zudem steht der Vorwurf im Raum, dass das ständige Hin und Her bei Zollankündigungen und -rücknahmen möglicherweise gezielt für Börsenbewegungen ausgenutzt wird – zum persönlichen Vorteil des unmittelbaren Umfelds des Präsidenten. Trump selbst trägt die wirtschaftlichen Konsequenzen seiner Politik jedenfalls nicht.

Zölle als Waffe gegen China – eine gescheiterte Strategie?

Die Regierung begründet die harte Zollpolitik auch mit dem Wettbewerb gegen China. Doch auch hier zeigt die Bilanz wenig Wirkung:

  • Chinas Exporte haben sich insgesamt erhöht, nicht verringert.
  • Die US-Einfuhren aus China sind kaum zurückgegangen – die Wirtschaften sind zu stark verflochten.
  • Strategisch sinnvolle Maßnahmen gegen China wären möglich, müssten aber gezielt und intelligent eingesetzt werden.
  • Flächendeckende Strafzölle nach dem aktuellen Muster verfehlen dieses Ziel.

Zölle könnten als wirtschaftspolitisches Instrument durchaus legitim sein, so Navidi – aber nur dann, wenn sie strategisch geplant und konsequent umgesetzt werden. Das Gegenteil ist derzeit der Fall.

Europa im Visier: Spaltung statt Einigung

Für die Europäische Union ist die Lage besonders heikel. Europa setzt traditionell auf regelbasierte Handelsbeziehungen – Trump dagegen auf Druck und Drohungen. Die EU ist durch ihre heterogene Struktur besonders anfällig: Verschiedene Mitgliedstaaten haben unterschiedliche wirtschaftliche Prioritäten.

Für Deutschland steht die Automobilindustrie an erster Stelle, während für Frankreich andere Sektoren dominieren. Einigungsprozesse dauern daher länger. Navidi ist überzeugt: Trump weiß das genau – und setzt die Zölle bewusst ein, um einen Keil in Europa zu treiben, die Union zu schwächen und im besten Fall auseinanderzubrechen.

Die gesamtwirtschaftlichen Konsequenzen sind laut Navidi kaum zu überschätzen. Trumps Zollpolitik habe eine Situation geschaffen, bei der alle verlieren – die USA ebenso wie ihre Handelspartner. Amerika könnte als weltgrößte Volkswirtschaft noch mit einem blauen Auge davonkommen. Doch für rund 90 Prozent der US-Bevölkerung sei die wirtschaftliche Realität bereits jetzt ein erhebliches Problem – unabhängig davon, wie stabil offizielle Kennzahlen und Börsenkurse noch wirken mögen. Eine Trendwende ist derzeit nicht in Sicht.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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