Kamikaze-Delfine: US-Militär bestätigt nichts

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Dieses Video wurde am 05.05.2026 von BBC News auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Geheimnisvolle Berichte über sogenannte Kamikaze-Delfine im Dienst des US-Militärs sorgen für Aufsehen. Auf eine direkte Nachfrage von Journalisten reagierte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums mit einer bemerkenswert ausweichenden Antwort: Man könne weder bestätigen noch dementieren, ob solche Tiere existieren oder eingesetzt werden. Die Aussage fiel im Kontext wachsender Spannungen zwischen den USA und dem Iran und entfachte eine breite Debatte über den möglichen militärischen Einsatz von Meerestieren.

Was sind Kamikaze-Delfine?

Der Begriff „Kamikaze-Delfine” bezieht sich auf Berichte über militärisch abgerichtete Delfine, die mit Sprengstoff oder anderen Waffen ausgestattet feindliche U-Boote oder Taucher angreifen sollen. Obwohl derartige Programme klandestin und kaum offiziell dokumentiert sind, kursieren seit Jahrzehnten Gerüchte über entsprechende Projekte sowohl in den USA als auch in Russland.

Das US Navy Marine Mammal Program ist ein reales, wenn auch streng gehütetes militärisches Forschungsprogramm. Es ist bekannt, dass die US-Marine Delfine und Seelöwen für Aufgaben wie die Minensuche und die Bewachung von Häfen ausbildet. Ob die Tiere jedoch zu Angriffszwecken eingesetzt werden, bleibt offiziell ungeklärt.

Die ausweichende Antwort des Pentagon

Die Reaktion des Sprechers auf die Journalistenfrage war symptomatisch für den Umgang des Militärs mit heiklen Themen. Zunächst gab er an, die Berichte über Kamikaze-Delfine gar nicht zu kennen – ein Kommentator im Raum verglich das Konzept daraufhin scherzhaft mit „Haien mit Laserkanonen”, einer Anspielung auf einen bekannten Filmklassiker.

Trotz des humorvollen Untertons der Situation steht die eigentliche Frage im Raum: Setzt das US-Militär Meerestiere als Waffenträger ein? Die klassische Formel „weder bestätigen noch dementieren” – im Englischen als NCND-Policy bekannt – wird üblicherweise dann angewandt, wenn eine Aussage nationale Sicherheitsinteressen berühren würde.

Hintergrund: Militärische Nutzung von Meeressäugern

Die Idee, Tiere für militärische Zwecke einzusetzen, ist keineswegs neu. Bekannte Fakten zum Thema im Überblick:

  • Das US Navy Marine Mammal Program wurde in den 1960er-Jahren gegründet.
  • Delfine wurden nachweislich im Vietnamkrieg sowie im Persischen Golf eingesetzt.
  • Russland soll nach dem Ende der Sowjetunion sein eigenes Delfin-Programm zeitweise eingestellt und später wieder aufgenommen haben.
  • Die Tiere werden vor allem zur Minenräumung und Feindtaucher-Erkennung trainiert.
  • Tierschutzorganisationen kritisieren den militärischen Einsatz von Meeressäugern seit Langem.

Geopolitischer Kontext: USA und Iran

Die Berichte tauchen in einer Phase erhöhter geopolitischer Spannungen auf. Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind seit Jahren angespannt, insbesondere im Bereich der maritimen Sicherheit im Persischen Golf und der Straße von Hormus. Beide Seiten haben in der Vergangenheit Vorfälle mit Marine-Einheiten gemeldet.

Ob die Gerüchte über Kamikaze-Delfine in einem direkten Zusammenhang mit der aktuellen Lage stehen oder schlicht ein skurriles Randphänomen der Berichterstattung sind, lässt sich derzeit nicht abschließend beurteilen. Fest steht: Das Pentagon hat durch seine ausweichende Antwort eher mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet – und damit ungewollt für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt.

Die Debatte um den ethisch und strategisch vertretbaren Einsatz von Tieren im modernen Krieg dürfte mit solchen Meldungen erneut an Fahrt gewinnen. Militärexperten und Tierschützer werden das Thema voraussichtlich weiter verfolgen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BBC News). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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