Saturday, 17. October 2026
AfD

Klara von Nathusius tritt nicht erneut als JU-Schatzmeisterin an

Klara von Nathusius kandidiert nicht erneut als Schatzmeisterin der Jungen Union. Parteiinterne Kritik, ein Finanzskandal und der Streit um den Umgang mit der AfD spielen eine Rolle.

Redaktion · 16. October 2026, 08:10 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 16.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Klara von Nathusius, Bundesschatzmeisterin der Jungen Union und eine der bekanntesten CDU-Influencerinnen im Netz, wird nicht erneut für ihr Amt kandidieren. Medienberichten zufolge haben Parteifreunde sie dazu gedrängt, auf eine weitere Kandidatur zu verzichten. Der Rückzug wirft ein Schlaglicht auf interne Spannungen innerhalb der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU — und das ausgerechnet kurz vor dem anstehenden Deutschlandtag der Jungen Union.

Interne Kritik: Alleingänge statt Teamarbeit

Parteiinterne Kritiker werfen von Nathusius vor, zu häufig im Alleingang gehandelt und zu wenig auf Teamarbeit gesetzt zu haben. Damit eckte die Schatzmeisterin in den eigenen Reihen an, obwohl — oder gerade weil — sie zu den wenigen CDU-Politikerinnen gehört, die in den sozialen Medien eine erhebliche Reichweite besitzen.

Von Nathusius ist CDU-Mitglied und als Schatzmeisterin der Jungen Union offiziell für die Finanzen der Nachwuchsorganisation verantwortlich. Ihre öffentliche Präsenz und ihre teils provokanten politischen Aussagen haben ihr sowohl Anhänger als auch innerparteiliche Gegner eingebracht.

Finanzskandal: Rückzahlung von 350.000 Euro

Neben dem politischen Streit spielt offenbar auch eine finanzielle Affäre eine Rolle. Laut Medienberichten musste die Junge Union knapp 350.000 Euro an Fördermitteln zuzüglich Zinsen zurückzahlen. Um diese Summe aufzubringen, war die Organisation auf einen Kredit der CDU angewiesen.

Welche konkrete Verantwortung von Nathusius als Schatzmeisterin für diesen Vorgang trägt, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Hintergründe der fehlerhaften Mittelverwendung sind ebenso wenig vollständig öffentlich bekannt wie die genauen Umstände, die zur Rückforderung geführt haben.

  • Rückzahlungssumme: knapp 350.000 Euro inklusive Zinsen
  • Finanzierung der Rückzahlung über einen CDU-Kredit
  • Verantwortlichkeit von Nathusius als Schatzmeisterin noch unklar

Streit um den Umgang mit der AfD

Über die Finanzfrage hinaus sorgt von Nathusius mit ihrer Haltung zur AfD für politischen Zündstoff. Sie kritisiert den bisherigen Kurs der CDU, der auf strikter Abgrenzung — der sogenannten Brandmauer — zur AfD beruht.

Von Nathusius plädiert dafür, dass ihre Partei das Gespräch mit der AfD sucht und dabei klar benennt, wo die inhaltlichen Grenzen liegen. Sie warnt eindringlich davor, am bisherigen Kurs festzuhalten: Bleibe alles wie bisher, könnte die AfD eines Tages allein regieren. In ihren eigenen Worten laufe man auf ein „wirkliches Inferno” zu, wenn der gegenwärtige Umgang mit der Partei fortgesetzt werde.

Diese Position stößt in der CDU auf Widerstand, spiegelt aber eine breitere Debatte darüber wider, wie die etablierten Parteien mit dem Erstarken der AfD strategisch umgehen sollen.

Deutschlandtag der Jungen Union überschattet von internem Streit

Eigentlich sollte der bevorstehende Deutschlandtag der Jungen Union im Zeichen politischer Forderungen stehen — etwa nach Reformen bei Rente und Steuern sowie einem anderen Kurs des Bundeskanzlers. Doch der Rückzug von Nathusius und die damit verbundenen internen Auseinandersetzungen drohen die inhaltliche Agenda in den Hintergrund zu drängen.

Der Fall zeigt, wie eng politische Profilierung, interne Parteidisziplin und finanzielle Verantwortung miteinander verknüpft sind. Für die Junge Union stellt sich nun die Frage, wie sie die entstandene Lücke — sowohl personell als auch in puncto digitaler Sichtbarkeit — füllen will. Der Ausgang des Deutschlandtags dürfte zeigen, ob die Organisation den internen Konflikt hinter sich lassen oder ob er die Nachwuchsorganisation von CDU und CSU weiter beschäftigen wird.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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