Friday, 18. September 2026
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Klopp und Patriotismus: „Die Fahne zurückholen”

Jürgen Klopp sprach bei seiner ersten Kader-Pressekonferenz als Bundestrainer emotional über Patriotismus und den Wunsch, die Deutschlandfahne zurückzuerobern.

Redaktion · 17. September 2026, 18:45 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.09.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Bei seiner ersten Pressekonferenz als Bundestrainer hat Jürgen Klopp ein klares gesellschaftliches Zeichen gesetzt. Auf die Frage von Bild-Redakteur Christian Falk, ob das schwarz-rot-goldene Adidas-Logo auf dem Nationaltrikot eine persönliche Bedeutung für ihn habe, sprach Klopp über Patriotismus, Nationalstolz und seinen Wunsch, die Deutschlandfahne symbolisch „zurückzuholen”. Die emotionale Aussage sorgte unmittelbar für Aufsehen und intensive Reaktionen in den Medien.

Klopp: „Die Fahne zurückholen” – ein persönliches Bekenntnis

Klopp betonte, dass er die Deutschlandfahne nicht länger jenen überlassen möchte, die sie missbrauchen. Er wünsche sich, dass das Schwenken einer deutschen Fahne wieder als selbstverständlicher Ausdruck von Freude und Zugehörigkeit wahrgenommen werde – ohne Argwohn oder politische Zuschreibung.

„Ich möchte Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen”, sagte Klopp und räumte gleichzeitig ein, unsicher zu sein, ob das Wort überhaupt unbelastet verwendet werden könne. Den Begriff „positiver Patriotismus” nahm er bereitwillig an – als Beschreibung dessen, was er empfindet, wenn er die Rolle des Bundestrainers ausfüllt.

Klopp zog dabei eine direkte Parallele zur Kaderzusammenstellung: Genauso wie er beim Kader nicht auf Lücken, sondern auf vorhandene Stärken geschaut habe, solle man auch als Gesellschaft öfter auf das Gute blicken, das Deutschland zu bieten hat.

Symbole und ihre Geschichte: Schwarz-Rot-Gold als Farben der Freiheit

Bild-Chefautor Peter Tiede reagierte sichtlich bewegt auf Klopps Worte. Er erinnerte an einen Vorfall in Sachsen-Anhalt, bei dem Nationalfahnen bei einer Demonstration verboten worden seien – und stellte die rhetorische Frage, was es bedeute, wenn Schwarz-Rot-Gold aus einem „bunten” Bündnis ausgeschlossen werde.

Tiede verwies auf die historischen Wurzeln der deutschen Nationalfarben:

  • Schwarz-Rot-Gold sind die Farben der Freiheit und Revolution aus dem frühen 19. Jahrhundert.
  • Das Lützowsche Freikorps trug diese Farben in den Befreiungskriegen gegen Napoleon.
  • Die Farben wurden später zum Symbol der demokratischen Bewegung von 1848.
  • Erst die Fußball-WM 2006 half vielen Deutschen, die Fahne wieder unbefangen zu zeigen.

Tiede schilderte eindringlich, wie er 2006 am S-Bahnhof Yorkstraße in Berlin erlebt hatte, wie eine Gruppe junger, vielfältiger Menschen „Deutschland, Deutschland” gerufen hatte – ein Moment, der ihm die Nackenhaare aufgestellt habe, weil er als etwas völlig Selbstverständliches und Fröhliches wirkte.

Politische Einordnung: Was Klopp besser macht als Politiker

Sowohl Tiede als auch sein Gesprächspartner hoben hervor, dass Klopp mit seiner Aussage genau das geleistet habe, was Bundeskanzler Friedrich Merz nach eigener Aussage anstrebe: die Menschen emotional abzuholen. Der entscheidende Unterschied sei jedoch die Authentizität.

„Es geht ja um jeden selbst”, betonte Tiede. Die Frage, wie man zu seinem Land stehe, könne nicht an Politiker delegiert werden. Klopp habe zudem einen wichtigen kommunikativen Fehler vermieden: Er habe niemanden ausgegrenzt. Seine Botschaft sei inklusiv gewesen – ohne Angriff auf die AfD, ohne Schelte, aber mit einer klaren Positionierung gegen politische Vereinnahmung nationaler Symbole.

Kritisch merkten beide an, dass es ein Zeichen gesellschaftlicher Schieflage sei, wenn die Deutschlandfahne vor allem aus Trotz statt aus echtem Stolz geschwenkt werde – oder wenn das Singen der Nationalhymne bereits als politisches Statement gewertet werde.

Klopp als Bundestrainer: Zwei Kader, eine Botschaft

Abseits der gesellschaftlichen Debatte gab Klopp bei der Pressekonferenz gleich zwei Kader für die Nationalmannschaft bekannt – eine ungewöhnliche Entscheidung, die am Rande auch humorvoll als Ratschlag an den Bundeskanzler interpretiert wurde: immer einen zweiten Kader im Köcher zu haben.

Klopps Auftritt zeigt, dass der neue Bundestrainer seinen Einfluss weit über den Fußballplatz hinaus versteht. Ob seine emotionalen Worte zum positiven Patriotismus eine breitere gesellschaftliche Debatte anstoßen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen – spätestens dann, wenn die Nationalmannschaft erstmals unter seiner Führung aufläuft.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (BILD). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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