Friday, 18. September 2026
AfD

Landtagswahl MV: SPD zieht in Umfrage an AfD vorbei

Kurz vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die SPD erstmals knapp vor der AfD. Schwesig setzt auf einen personalisierten Wahlkampf – mit Wirkung.

Redaktion · 18. September 2026, 08:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 18.09.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Wenige Tage vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich ein historisch enges Rennen ab. Laut einer aktuellen Umfrage liegt die SPD erstmals wieder knapp vor der AfD – 37 zu 36 Prozent. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig führte einen stark auf ihre Person zugeschnittenen Wahlkampf, der bewusst auf Distanz zur Bundespartei setzte. Das Ergebnis könnte ein Foto-Finish am Wahltag werden.

Schwesigs personalisierter Wahlkampf zeigt Wirkung

Die 52-jährige Ministerpräsidentin wählte eine Strategie, die ihr Kritiker als „amerikanisierten Wahlkampf” vorwerfen: Sie stellte die eigene Person ins Zentrum und distanzierte sich klar von der Bundespolitik der SPD und deren Führungsfiguren wie Olaf Scholz oder Lars Klingbeil. Stattdessen holte sie bei der Abschlussveranstaltung in Rostock lieber sozialdemokratische Amtskollegen aus anderen Bundesländern auf die Bühne.

Bei Ortsterminen wie in Demmin pflegte Schwesig den direkten Kontakt zur Bevölkerung. Das Bild mit dem Bäcker, der Waffeln in Herzform für sie backte, steht sinnbildlich für ihr Leitthema: Bürgernähe. Diese Inszenierung scheint bei den Wählerinnen und Wählern anzukommen.

Klare Abgrenzung zur AfD – ohne Gesprächsverweigerung

Schwesig zieht eine deutliche Linie zur AfD: Sie betonte, dass sie zwar den Dialog mit AfD-Wählerinnen und -Wählern ausdrücklich suche und diese in ihren Bürgerdialogen willkommen seien. Eine Regierungsbeteiligung der Partei schließt sie jedoch kategorisch aus.

Ihre Begründung ist unmissverständlich. Sie nennt konkrete Kritikpunkte an der AfD im Nordosten:

  • Kandidatur von Personen mit extremistischem Hintergrund
  • Aufstellung eines vorbestraften Kandidaten (Bankraub)
  • Inhaltliche Positionen, die nach Schwesig Bildung und Sicherheit im Land gefährdeten

Die klare Polarisierung – „Ich oder die AfD” – ist dabei bewusst gewählt und strukturiert den gesamten Wahlkampf der SPD-Spitzenkandidatin.

AfD und CDU reagieren unterschiedlich auf die Lage

AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm zeigte sich von Schwesigs scharfen Attacken wenig überrascht. Er hatte die Polarisierungsstrategie der Ministerpräsidentin bereits früh erwartet und sieht den Zweikampf zwischen SPD und AfD als eigentliche Kernauseinandersetzung der Wahl. Zugleich verweist er darauf, dass andere, nur wenige Tage ältere Umfragen die AfD noch vor der SPD sehen – das letzte Wort ist also noch nicht gesprochen.

Der eigentliche Verlierer der Entwicklung ist die CDU. Mit lediglich 6 Prozent in der jüngsten Umfrage droht ihr das schlechteste Ergebnis bei einer Landtagswahl in der Geschichte der Bundesrepublik. Holm kommentierte dies lapidar: Die CDU komme einfach nicht auf die Füße – das sei die Konsequenz des Zweikampfs zwischen SPD und AfD.

Fotofinish am Wahltag erwartet

Die Umfragelage bleibt widersprüchlich: Während eine aktuelle Erhebung die SPD knapp vorne sieht, zeigen ältere Daten die AfD noch in Führung. Beide Parteien trennen nur ein Prozentpunkt – das liegt deutlich innerhalb der statistischen Schwankungsbreite solcher Erhebungen.

Mecklenburg-Vorpommern könnte damit zum Stimmungsbarometer für die politische Stärke der AfD im Osten Deutschlands und gleichzeitig zum Test für die Reichweite eines stark personalisierten SPD-Wahlkampfs werden. Ob Schwesigs Strategie aufgeht oder Holm am Ende doch die Nase vorn hat, entscheidet sich am kommenden Sonntag.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

RE

Redaktion

Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Schnell, klar und rund um die Uhr aktualisiert.

Kommentar schreiben

Mehr aus Innenpolitik

Alle Beiträge →