Thursday, 17. September 2026
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Märkte am Morgen: Fed erhöht Zinsen – Börsen unter Druck

Die Fed hat die Leitzinsen erneut angehoben – mit spürbaren Folgen für Dow Jones, Gold und Einzelwerte wie Allianz, Vonovia und Bilfinger. Der Marktüberblick.

Redaktion · 17. September 2026, 08:17 Uhr · 4 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 17.09.2026 von DER AKTIONÄR TV auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die US-Notenbank Federal Reserve hat erneut die Leitzinsen angehoben – eine erwartete Entscheidung mit unerwarteten Marktreaktionen. Fed-Chef Jerome Powell und seine Kollegen sorgten mit dem Zinsschritt für deutlichen Druck an den Aktienmärkten, wobei vor allem Finanzwerte schwächelten. Gleichzeitig signalisierte die Notenbank, weitere Zinserhöhungen nicht auszuschließen. Der Markt preist eine Wahrscheinlichkeit von rund 53 Prozent für einen weiteren Schritt bereits im Oktober ein – ein Szenario, das viele Anleger überrascht.

Zinserhöhung der Fed: Reaktion an Wall Street und Dow Jones

Der Dow Jones reagierte unmittelbar auf den Zinsentscheid und verlor rund 590 Punkte – auf den ersten Blick ein markanter Rückgang, gemessen an der Indexgröße von rund 35.000 Punkten jedoch lediglich etwa ein Prozent. Von einem Ausverkauf kann daher kaum gesprochen werden.

Besonders unter Druck gerieten Finanzwerte, darunter Goldman Sachs, das unter eine wichtige Unterstützungsmarke rutschte und damit zusätzlichen Verkaufsdruck auslöste. Der Grund: Kurzfristig profitieren Banken zwar von steigenden Zinsen durch höhere Margen, mittelfristig wächst jedoch die Sorge vor einer wirtschaftlichen Abkühlung mit sinkendem Konsum und schwächerem Investmentgeschäft.

Heute Morgen zeigen sich die Futures wieder deutlich erholt. Auch die asiatischen Börsen legten kräftig zu, was für einen freundlichen Handelsstart in Europa spricht.

Ölpreis stabil, Goldpreis unter Druck

Am Rohölmarkt herrscht relative Ruhe auf hohem Niveau. Brent-Öl notiert knapp über 105 US-Dollar je Barrel. Nach einem rasanten Anstieg in den vergangenen zwei bis drei Wochen, der die Märkte in Aufruhr versetzt hatte, fehlen aktuell neue Impulse. Handfeste Fortschritte in geopolitischen Fragen bleiben aus, sodass der Ölpreis auf dem erhöhten Niveau verharrt – was wiederum die Erholung an den Aktienmärkten leicht stützt.

Der Goldpreis geriet infolge der Zinserhöhung erwartungsgemäß unter Druck. Steigende Zinsen machen Gold als zinsloses Asset relativ weniger attraktiv. Dennoch bleibt physisches Gold für viele Anleger eine sinnvolle Beimischung, gerade mit Blick auf geopolitische Risiken und die hohe Staatsverschuldung. Langfristig zählt Gold zu den besten Anlageklassen der vergangenen 25 Jahre – kaum ein anderes Asset hat eine vergleichbare Wertentwicklung seit der Jahrtausendwende gezeigt.

Einzelwerte im Fokus: Apple, Vonovia, Siemens Energy und Allianz

Apple zeigt sich auf sehr hohem Kursniveau stabil. Analysten zweifeln zwar an den Verkaufszahlen des iPhone 18 Pro im Vergleich zum Vorgängermodell, doch Investoren setzen darauf, dass deutliche Preiserhöhungen die Gewinnentwicklung stützen. Ob Konsumenten daraufhin ein Upgrade überspringen, bleibt abzuwarten.

Bei Vonovia bleibt die Lage angespannt. Steigende Zinsen und politische Debatten über mögliche Zwangsversteigerungen belasten den Immobilienwert. Eine nachhaltige Stabilisierung ist bislang nicht in Sicht.

Siemens Energy litt zuletzt unter der Verunsicherung rund um den KI-Sektor. Warnungen führender KI-Experten vor einer zu schnellen Entwicklung sorgten für Nervosität, die auch auf Energieversorger ausstrahlte – obwohl der steigende Energiebedarf durch Rechenzentren langfristig ein starkes Argument für den Sektor bleibt. Auf dem aktuellen Niveau gelten die Kurse mittelfristig als attraktiv.

Die Allianz ist zuletzt stark gelaufen. Die Bank of America hat die Coverage mit einem „Underperform”-Rating und einem Kursziel von 485 Euro wiederaufgenommen, was das weitere Aufwärtspotenzial begrenzt. Dennoch gilt die Allianz als erstklassiger Dividendenwert:

  • Stabile und wachsende Dividendenausschüttungen
  • Solides Geschäftsmodell über Versicherung und Asset Management
  • Geringe Volatilität im Vergleich zu Wachstumswerten
  • Bei Rücksetzer in Richtung 400 Euro attraktives Einstiegsniveau

Bilfinger mit Gewinnwarnung – Stellenabbau droht

Bilfinger hat die Anleger mit einer deutlichen Gewinnwarnung überrascht. Die erhofften Impulse aus dem zweiten Halbjahr bleiben aus. Das Unternehmen senkte seine Umsatzprognose auf eine Spanne von 5,3 bis 5,7 Milliarden Euro, nachdem zuvor noch 5,4 bis 5,9 Milliarden Euro in Aussicht gestellt worden waren.

Zusätzlich kündigte Bilfinger ein Sparprogramm an, das möglicherweise mit einem Stellenabbau verbunden sein wird. Die schwache Nachfrage im Kerngeschäft ist der hauptsächliche Treiber der Prognoserevision. An der Börse könnte die Aktie dadurch die Tiefststände vom Spätsommer erneut testen.

Der heutige Handelstag verspricht insgesamt Bewegung: Nach den positiven Signalen aus Asien und von den US-Futures dürften die europäischen Märkte mit Gewinnen in den Tag starten. Entscheidend wird sein, ob die Erholung am Nachmittag auch von der Wall Street bestätigt wird – und wie Anleger die weiter offene Zinsfrage der Fed in den kommenden Wochen bewerten.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (DER AKTIONÄR TV). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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