Radikale Milieus bei Berliner Linken: Experte warnt
Ein Islam- und Clan-Experte warnt vor dem Einfluss radikaler Milieus auf die Berliner Linke – und zweifelt an der Regierungsfähigkeit der Spitzenkandidatin.
Dieses Video wurde am 29.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Der Einfluss radikaler und antisemitischer Milieus auf die Berliner Linke steht im Fokus einer wachsenden Debatte. Ehren Güverzin, Islam- und Clan-Experte der Alhamra Gesellschaft e.V., schlägt Alarm: Die Partei habe gezielt Wahlkampf in arabisch geprägten Milieus betrieben – darunter auch antisemitischen Kreisen – und sei dabei Allianzen eingegangen, deren Tiefe nun öffentlich sichtbar werde. Er bezeichnet die Situation als ein klares Alarmsignal für die Berliner Politik.
Wahlkampf in radikalen Milieus: Eine bewusste Strategie?
Güverzin beschreibt, wie die Berliner Linke im Wahlkampf gezielt clan-nahe und antisemitische Milieus angesprochen habe. Diese Strategie sei nicht zufällig, sondern bewusst gewählt worden, um in bestimmten Stadtteilen Stimmen zu gewinnen.
Ein interner Vorfall, der nach Angaben des Experten durch ein Versehen an die Öffentlichkeit gelangte, habe das Ausmaß dieser Verflechtungen deutlich gemacht. Die Allianz zwischen der Partei und diesen Milieus gehe demnach weit tiefer als bislang bekannt.
Besonders brisant: Die Spitzenkandidatin der Partei für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin soll sich laut Güverzin mehrfach überlegt haben, ob sie bestimmte Probleme öffentlich anspreche oder bestimmte Namen nenne – ein Verhalten, das der Experte als Zeichen politischer Abhängigkeit wertet.
Regierungsfähigkeit der Berliner Linken in der Kritik
Güverzin stellt die Regierungsfähigkeit der Berliner Linken grundsätzlich infrage. Er richtet sich dabei auch direkt an mögliche Koalitionspartner:
- SPD und Grüne sollten aus den jüngsten Enthüllungen Konsequenzen ziehen.
- Eine Regierende Bürgermeisterin aus den Reihen der Linken sei keine gute Wahl für die Sicherheit Berlins.
- Die Regierungsfähigkeit der Partei sei unter diesen Umständen nicht gegeben.
Die Einschätzung des Experten fällt damit deutlich aus: Wer strukturelle Verbindungen zu extremistischen oder kriminellen Netzwerken aufbaue, könne keine verantwortungsvolle Stadtpolitik betreiben.
Schweigen zu Hamas und Islamismus: Ein Muster seit dem 7. Oktober
Güverzin verweist auf ein Muster, das er nach dem Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 selbst erlebt habe. Wer die Hamas als Terrororganisation bezeichne oder den muslimischen Antisemitismus in Berlin kritisiere, sei von der Berliner Linken systematisch als Rassist diskreditiert worden.
„Wenn man die Stimme erhebt gegenüber all den antisemitischen Kräften, die in Berlin die Hamas abfeiern, wurde man von der Berliner Linken als rassistisch geframed”, so der Experte. Der Vorwurf des antimuslimischen Rassismus sei gezielt eingesetzt worden, um kritische Stimmen zu delegitimieren.
Dieses Vorgehen habe sich nach dem 7. Oktober in verschärfter Form gezeigt. Wer über Islamismus oder muslimischen Antisemitismus spreche, sei von der Partei angegriffen worden – anstatt dass die Partei die Probleme selbst adressiert hätte.
Einordnung: Berliner Sicherheitspolitik auf dem Prüfstand
Die Debatte um den Einfluss radikaler Milieus auf die Berliner Linke wirft grundsätzliche Fragen zur Sicherheitspolitik in der Hauptstadt auf. Berlin gilt seit Jahren als Brennpunkt für Clan-Kriminalität, organisierte Strukturen aus arabisch geprägten Großfamilien sowie islamistische Netzwerke.
Wenn eine Partei, die Regierungsverantwortung anstrebt, in diesen Milieus nicht nur Wähler sucht, sondern dabei eigene politische Handlungsfähigkeit einschränkt, ist das ein strukturelles Problem – nicht nur für die Partei selbst, sondern für die gesamte Stadtgesellschaft. Die Frage, ob die Berliner Linke unter diesen Voraussetzungen eine tragfähige Regierungspartei sein kann, dürfte die politische Diskussion in der Hauptstadt in den kommenden Wochen weiter bestimmen.
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