Elif Şahin-Eralp: Glaubwürdigkeit nach Angst-Notizen in Frage
Elif Eralps versehentlich veröffentlichte Angst-Notizen im Spiegel erschüttern ihre Kandidatur als Berliner Bürgermeisterin – eine politische Einordnung.
Dieses Video wurde am 29.10.2026 von BILD auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Berliner Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp, steht nach der unbeabsichtigten Veröffentlichung interner Kommentare in einem autorisierten Spiegel-Interview massiv unter Druck. Die sogenannten Angst-Notizen zeigen, dass Eralp offenbar nicht bereit oder in der Lage war, den Namen eines mutmaßlichen Hamas-Sympathisanten zu nennen – aus Furcht vor Konsequenzen. Die Enthüllung wirft grundlegende Fragen über ihre Eignung als Regierende Bürgermeisterin der deutschen Hauptstadt auf.
Was die Angst-Notizen enthüllen
In einem autorisierten Interview mit dem Spiegel schickte Eralp nicht nur ihre überarbeiteten Antworten zurück, sondern versehentlich auch die internen Word-Kommentare, die eigentlich nie hätten veröffentlicht werden sollen. In diesen Kommentaren äußerte sie sinngemäß, einen bestimmten Namen nicht nennen zu wollen – aus Angst, auch um ihre Familie.
Konkret geht es um einen Mann mit mutmaßlichen Verbindungen zu Hamas-Sympathisanten und zur organisierten Kriminalität, der offenbar enge Kontakte in Eralps eigene Partei pflegt. Auf Wahlpartys der Linken soll er ebenso aufgetaucht sein wie der Clanchef Remo und der Terrorunterstützer Ibrahim Ibrahim, der nach der Wahl auf Facebook selbst damit prahlte, maßgeblich zum Wahlerfolg der Linken beigetragen zu haben.
Diese Konstellation beschreiben Kritiker als beispiellosen Vorgang in der deutschen Nachkriegsgeschichte: Eine Spitzenpolitikerin, die zugleich Angst vor Personen hat, die in ihrer eigenen Partei verkehren.
Glaubwürdigkeit und politische Handlungsfähigkeit
Eralp trat nach Bekanntwerden der Notizen vor die Presse und beteuerte, weiterhin als Regierende Bürgermeisterin kandidieren zu wollen. Sie erklärte, mit allen Mitteln gegen organisierte Kriminalität, Gewalt und Terror vorgehen zu wollen. Diese Aussage wird von politischen Beobachtern als wenig glaubwürdig eingestuft – gerade weil die Notizen das genaue Gegenteil belegen: eine Politikerin, die sich nicht traut, öffentlich auszusprechen, was sie intern denkt.
Besonders brisant wirkt ihr gleichzeitiges Statement, sie lasse sich von niemandem einschüchtern. Die Notizen hatten kurz zuvor das Gegenteil dokumentiert.
- Eralp nannte den Namen des betreffenden Mannes öffentlich nicht – aus eigener Angst.
- Ibrahim Ibrahim feierte den Linken-Wahlerfolg öffentlich als eigenen Beitrag.
- Clanchef Remo erschien auf Wahlpartys der Partei.
- Eralp erwähnte in den Kommentaren explizit die Angst um ihren Ehemann und ihre Familie.
- Trotz allem bekräftigte sie öffentlich ihren Anspruch auf das Bürgermeisteramt.
Koalitionsfrage: SPD und Grüne unter Zugzwang
Der Vorfall stellt auch die potenziellen Koalitionspartner SPD und Grüne vor eine schwierige Lage. Beide Parteien hatten trotz länger bekannter Vorwürfe – darunter antisemitische Äußerungen aus dem Linken-Umfeld und die engen Verbindungen zur organisierten Kriminalität – weiterhin Bereitschaft zu Koalitionsverhandlungen signalisiert.
Kritiker sehen darin eine Mischung aus Ideologie und Machtinteresse. Eine Koalition mit der CDU wäre theoretisch möglich, würde jedoch innerparteiliche Widerstände in beiden Parteien auslösen. Berliner Jüdinnen und Juden hatten bereits zuvor gewarnt, dass die Verbindungen der Linken zu Hamas-Sympathisanten zu eng seien, um eine Regierungsbeteiligung zu verantworten.
Für SPD-Politiker wie Steffen Krach, der die Wahl deutlich verloren hat, steht nun die eigene politische Zukunft auf dem Spiel. Die Entscheidung, mit der Linken oder alternativ mit der CDU zu koalieren, dürfte über seine weitere Karriere mitentscheiden.
Einordnung: Was das für Berlin bedeutet
Die Affäre rund um die Angst-Notizen geht über den persönlichen Fall Eralp hinaus. Berlin als deutsche Hauptstadt steht symbolisch im Fokus nationaler wie internationaler Beobachter. Investoren und ausländische Partner orientieren sich an politischen Signalen aus der Hauptstadt.
Eine Stadtregierung, deren Spitzenkandidatin öffentlich dokumentiert Angst vor Personen aus dem eigenen Parteiumfeld hat, sendet ein gravierendes Signal: dass nämlich Akteure mit Verbindungen zu Islamismus, Terrorunterstützung und Clan-Kriminalität faktisch Einfluss auf politische Entscheidungen ausüben könnten – ohne demokratisches Mandat. Die Frage, wer in Berlin tatsächlich regiert, ist damit keine rhetorische mehr, sondern eine, die der Stadtgesellschaft und den Koalitionspartnern eine klare Antwort abverlangt.
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