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Rot-Grün-Rot in Berlin: Koalition wackelt

Eine Rot-Grün-Rote Koalition in Berlin ist noch nicht sicher: Der Streit um Vanessa Emde und ein mögliches SPD-Mitgliederveto gefährden das Bündnis.

Redaktion · 1. November 2026, 16:00 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 01.11.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Eine Rot-Grün-Rote Koalition in Berlin scheint nach der Abgeordnetenhauswahl das wahrscheinlichste Regierungsbündnis – doch der Einzug der Linken ins Rote Rathaus ist keineswegs sicher. Gleich zwei erhebliche Stolpersteine bedrohen das Zustandekommen des Dreierbündnisses: der andauernde Streit innerhalb der Berliner Linken um die Abgeordnete Vanessa Emde sowie ein mögliches Veto der SPD-Mitgliederbasis. Die politische Lage in der Hauptstadt bleibt damit trotz laufender Koalitionsgespräche äußerst fragil.

Der Fall Vanessa Emde blockiert die Linke

Im Zentrum des innerparteilichen Konflikts bei der Linken steht die Abgeordnete Vanessa Emde. Die Fraktionsspitze der Berliner Linken sieht nach eigenen Angaben keine gemeinsame Arbeitsgrundlage mehr mit ihr, nachdem Emde sich von einem gemeinsamen Antisemitismusbeschluss der Fraktion distanziert hatte. Ein formeller Fraktionsausschluss ist bislang jedoch nicht erfolgt.

Emde zeigt keinerlei Bereitschaft, die Fraktion freiwillig zu verlassen. Im Gegenteil: Beim linken Parteitag demonstrierte sie öffentlich gegen eine mögliche Rot-Grün-Rote Koalition und zeigte sich solidarisch mit Ibrahim Ibrahim – einer Person, deren politische Positionen für Grüne und SPD eine klare rote Linie darstellen.

Solange die Personalie Emde ungeklärt bleibt, steht der Koalitionseintritt der Linken auf der Kippe. Eine rasche Lösung ist derzeit nicht absehbar, was den Verhandlungsführer der Linken, Erald, in eine zunehmend schwierige Position bringt.

Auch die SPD-Basis könnte das Bündnis zum Platzen bringen

Selbst wenn die Linke ihren internen Konflikt lösen sollte, droht der nächste Unsicherheitsfaktor von einer anderen Seite: der SPD-Mitgliederbasis. Die Parteispitze der Berliner SPD spricht sich zwar grundsätzlich für das linke Dreierbündnis aus – doch die Stimmung an der Basis ist eine andere.

Die Berliner SPD-Mitglieder gelten als weniger links als die Parteiführung und stehen einem Bündnis mit der Linken teils skeptisch gegenüber. Entscheidend ist dabei ein innerparteilicher Mechanismus: Die SPD wird ihre Berliner Mitglieder am Ende über den ausgehandelten Koalitionsvertrag abstimmen lassen. Diese Mitgliederbefragung ist verbindlich.

Das bedeutet: Selbst ein fertig ausgehandelter Koalitionsvertrag könnte an der Basis scheitern – und das gesamte Dreierbündnis damit nachträglich zum Einsturz bringen.

Die wichtigsten Risikofaktoren im Überblick

  • Vanessa Emde verweigert den freiwilligen Fraktionsaustritt bei der Linken
  • Ein formeller Fraktionsausschluss steht noch aus und ist politisch heikel
  • Emdes Solidarität mit Ibrahim Ibrahim gilt für SPD und Grüne als inakzeptabel
  • Die SPD-Mitgliederbefragung über den Koalitionsvertrag ist verbindlich
  • Die Berliner SPD-Basis steht dem Linksbündnis skeptischer gegenüber als die Parteiführung

Ausblick: Berliner Koalitionspoker geht in die nächste Runde

Die Berliner Koalitionsverhandlungen befinden sich damit in einer ungewöhnlich unsicheren Phase. Während die politische Arithmetik auf ein Rot-Grün-Rotes Bündnis hindeutet, können interne Parteidynamiken das Ergebnis noch grundlegend verändern.

Für die Linke wird es entscheidend sein, den Streit um Emde zu lösen, ohne dabei die eigene Fraktion zu spalten oder wichtige Koalitionspartner zu verprellen. Gleichzeitig steht die SPD-Führung vor der Herausforderung, ihre Mitgliederbasis von einem Bündnis zu überzeugen, das an der Parteibasis auf Skepsis stößt.

Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Rot-Grün-Rot tatsächlich Realität wird – oder ob Berlin erneut in eine politische Hängepartie gerät. Das politische Berlin bleibt in Aufruhr.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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