Friday, 2. October 2026
Alpen

Schweizer Gletscher schmelzen so schnell wie nie

Die Gletscherschmelze in der Schweiz hat sich in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt. Was die Ursachen sind und welche Folgen das für Millionen Menschen hat.

Redaktion · 1. October 2026, 19:15 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 01.10.2026 von ntv Nachrichten auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Die Gletscherschmelze in der Schweiz hat ein historisches Ausmaß erreicht. Am Concordiaplatz im Herzen des Großen Aletschgletschers — dem größten Gletscher der Alpen — ist der Eisverlust mit bloßem Auge erkennbar: Sechs Meter weniger Eis im Vergleich zu den Vorjahren, kein Schnee mehr in Sicht. Die vergangenen fünf Jahre waren dabei die verlustreichsten seit Beginn der Messungen vor rund 100 Jahren — und der Eisverlust hat sich gegenüber früheren Zeiträumen praktisch verdoppelt.

Rekordverluste in den letzten fünf Jahren

Seit Messbeginn hat es keine fünfjährige Periode gegeben, die auch nur annähernd so große Eisverluste verzeichnete wie die jüngste. Der Vergleich mit älteren Aufnahmen und Pegelmarken macht das Ausmaß deutlich sichtbar: Wo früher mächtige Schneefelder lagen, ist die Gletscheroberfläche heute blank und dunkel.

Experten machen vor allem zwei klimatische Faktoren für diese Entwicklung verantwortlich. Zum einen führten schneearme Winter dazu, dass die schützende Schneedecke dünn ausfiel und früh verschwand. Zum anderen setzten Hitzewellen und Rekordtemperaturen im Sommer dem freigelegten Eis ungebremst zu. Ohne isolierende Schneeschicht absorbiert das Gletschereis mehr Sonnenstrahlung und taut deutlich schneller.

Ursachen: Schneemangel und Hitzesommer

Das Zusammenspiel beider Faktoren erweist sich als besonders verheerend. Eine dünne Winterschneedecke schützt das darunterliegende Eis kaum und schmilzt bereits im Frühjahr. Sobald das Eis selbst freigelegt ist, setzt die sommerliche Hitze direkt an — ein Effekt, der sich durch den Klimawandel zunehmend verstärkt.

  • Schneearme Winter reduzieren den natürlichen Schutz der Gletscher.
  • Häufigere und intensivere Hitzewellen beschleunigen die Eisschmelze im Sommer.
  • Steigende Durchschnittstemperaturen verhindern eine ausreichende Regeneration der Gletscher.
  • Dunkle Gletscheroberflächen ohne Schneebedeckung absorbieren mehr Wärme.

Folgen: Wasserversorgung und Naturgefahren in Gefahr

Die Konsequenzen der Gletscherschmelze beschränken sich nicht auf die Bergwelt. Als gefrorene Süßwasserspeicher sichern Gletscher die Wasserversorgung von Millionen Menschen — ihr Schwund gefährdet diese Versorgung langfristig erheblich. Gleichzeitig tragen schmelzende Gletscher zum globalen Meeresspiegelanstieg bei.

Hinzu kommen unmittelbare Gefahren in den Alpenregionen selbst: Instabile Berghänge, häufigere Erdrutsche und zunehmende Überschwemmungen sind direkte Folgen des schwindenden Eises, das bislang als natürliche Stütze der Gebirgslandschaft fungierte.

Auch deutsche Alpengletscher vor dem Verschwinden

Die Entwicklung macht an der Schweizer Grenze nicht halt. Im deutschen Zugspitzgebiet gilt der Nördliche Schneeferner als einer der ersten Gletscher, die vollständig verschwinden werden — ebenso wie die Gletscher in den Berchtesgadener Alpen.

Nach Einschätzung von Klimaforschern dürfte bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts die Hälfte aller Alpengletscher verschwunden sein. Ob und wie viele davon noch gerettet werden können, hängt maßgeblich davon ab, wie konsequent die globale Klimapolitik handelt. Die Alpen sind damit nicht nur ein Barometer des Klimawandels — sie stehen exemplarisch für die weltweite Bedrohung von Gebirgsökosystemen.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (ntv Nachrichten). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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