Monday, 19. October 2026
AfD

Söder beim JU-Deutschlandtag: Rede begeistert Delegierte

Beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn fordert CSU-Chef Söder Tempo bei Reformen und den Machtanspruch gegenüber der AfD – mit großer Begeisterung aufgenommen.

Redaktion · 18. October 2026, 13:45 Uhr · 3 Min. Lesezeit

Dieses Video wurde am 18.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn hat CSU-Chef Markus Söder am Sonntagvormittag für den stärksten Applaus des gesamten Parteitreffens gesorgt. Mit einem klaren Reformappell an die Bundesregierung und einem unmissverständlichen Machtanspruch der Union gegenüber der AfD riss er die Delegierten mit – und übertraf in der Stimmung offenbar sowohl Bundeskanzler Friedrich Merz als auch NRW-Ministerpräsident Henrik Wüst, die beide ebenfalls auf dem Podium gestanden hatten.

Söder fordert Tempo: „Endloses Schieben geht nicht mehr”

Der CSU-Vorsitzende machte in seiner Rede deutlich, dass er ein zögerliches Regieren für das größte politische Risiko der Union hält. „Endloses Schieben geht nun nicht mehr”, betonte Söder und mahnte die Bundesregierung, bei der Umsetzung ihrer Reformagenda endlich in die Gänge zu kommen. Die Koalition müsse jetzt liefern – konkret und sichtbar.

Besonders in der Sozialpolitik verlangte Söder rasches Handeln. Der neue Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer solle innerhalb von zwei Wochen einen sozialpolitischen Kassensturz vorlegen. Damit signalisierte Söder, dass er inhaltliche Klarheit und Tempo einfordert – nicht nur politische Rhetorik.

Laut Politikkorrespondent Rasmus Buchsteiner, der das Treffen vor Ort in Bonn begleitete, traf Söder mit dieser Botschaft einen Nerv: Viele Delegierte hätten zuletzt eine gewisse Lethargie in den Landesverbänden gespürt, den Glauben daran verloren, die Dinge noch drehen zu können.

Machtanspruch: Union will AfD wieder einholen

Söder formulierte beim JU-Deutschlandtag einen klaren strategischen Kurs: Die Union müsse wieder die Nummer 1 im bürgerlichen Lager werden. Eine Linksorientierung lehnte er ausdrücklich ab.

Wörtlich sagte er: „Wir sind liberal. Wir sind konservativ, wir sind Mitte und wir sind Mitte rechts. Und deswegen muss unser Ziel sein, die Nummer 1 im bürgerlichen Lager zu sein, die AfD wieder einzuholen, um dann einen Führungsanspruch für die Zukunft zu definieren.”

Dieser Machtanspruch kam bei den Delegierten gut an. Nach den Wahlniederlagen vom September sei die politische Stimmung gedrückt gewesen, so Buchsteiner – Söders Rede habe die Junge Union sichtlich aufgerichtet.

Stimmungsvergleich: Söder übertrifft Merz und Wüst

Die Reaktionen auf die drei prominenten Redner des Wochenendes fielen deutlich unterschiedlich aus:

  • Henrik Wüst (Freitag): solide, aber ohne besondere Begeisterungswellen
  • Friedrich Merz (Samstag): gefeiert, aber nicht mit vergleichbarem Jubel
  • Markus Söder (Sonntag): lautstarker Applaus, emotionale Aufbruchsstimmung

Buchsteiner beschrieb die Atmosphäre als „ganz andere Stimmung” im Vergleich zu den Vortagen. Söder habe „die Herzen der Delegierten gewonnen”. Auch in der anschließenden Fragerunde, in der vereinzelt kritische Fragen – etwa zur Mütterrente – gestellt wurden, blieb die Grundstimmung positiv.

Warnung vor politischem Stillstand

Söder nutzte seinen Auftritt auch, um eindringlich vor den Folgen politischer Tatenlosigkeit zu warnen. Das Aufschieben von Reformen sei wie der „politische Tod” – Angstschweiß gewinne keine Wahlen, so seine pointierte Botschaft. Die Union müsse Stärke und Gestaltungswillen ausstrahlen, um Wählerinnen und Wähler zurückzugewinnen.

Der Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn hat damit vor allem eines gezeigt: Innerhalb der Union ist Söder derzeit derjenige, der die Parteibase emotional am stärksten mobilisieren kann. Ob dieser Schwung in konkrete Reformschritte der Bundesregierung mündet, wird sich in den kommenden Wochen erweisen – spätestens wenn Arbeitsminister Schweitzer den geforderten Kassensturz vorlegen soll.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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