Tabaksteuer steigt: Fast 12 Euro pro Schachtel
Der Bundestag hat eine deutliche Tabaksteuer-Erhöhung beschlossen: Bis 2030 soll eine Schachtel Zigaretten fast 12 Euro kosten. Der Bundesrat soll zustimmen.
Dieses Video wurde am 16.10.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.
Die Tabaksteuer in Deutschland steigt deutlich: Der Bundestag hat eine erhebliche Erhöhung der Steuer auf Tabakwaren beschlossen, der Bundesrat soll die Reform nun billigen. Für rund 20 Prozent der Deutschen über 15 Jahren, die regelmäßig rauchen, bedeutet das eine spürbare finanzielle Mehrbelastung. Bis zum Jahr 2030 soll der Durchschnittspreis für eine Schachtel mit 20 Zigaretten von derzeit rund 7,79 Euro auf 11,79 Euro steigen – ein Anstieg von fast vier Euro.
Bundestag beschließt schrittweise Steuererhöhung
Das Parlament hat die Erhöhung der Tabaksteuer mit einer klaren Mehrheit verabschiedet. Die Reform sieht vor, die Steuer auf Zigaretten und andere Tabakprodukte in mehreren Schritten bis 2030 anzuheben. Der Bundesrat ist nun aufgerufen, dem Beschluss zuzustimmen und damit den Weg für die Umsetzung freizumachen.
Die Erhöhung trifft eine nach wie vor große Bevölkerungsgruppe: Knapp ein Fünftel der Deutschen ab 15 Jahren greift regelmäßig zur Zigarette. Für diese Gruppe bedeutet die Reform eine erhebliche Mehrausgabe im Alltag – je nach Konsummenge können das mehrere Hundert Euro im Jahr sein.
Fast 12 Milliarden Euro Mehreinnahmen erwartet
Finanzminister Klingber erhofft sich durch die stufenweise Anhebung der Tabaksteuer über die kommenden Jahre kumulierte Mehreinnahmen von nahezu 12 Milliarden Euro. Diese Mittel sollen dem Bundeshaushalt zugutekommen und helfen, strukturelle Finanzlücken zu schließen.
Die Steuererhöhung folgt einem europäischen Trend: Mehrere EU-Länder haben in den vergangenen Jahren die Abgaben auf Tabakprodukte deutlich erhöht, um sowohl den Konsum einzudämmen als auch die Staatseinnahmen zu steigern. Deutschland holte mit dieser Reform nach Einschätzung von Experten lediglich auf, was andere Länder bereits umgesetzt haben.
Auswirkungen auf Raucher und Handel
Der sprunghafte Preisanstieg dürfte nicht nur Raucher, sondern auch den Tabakhandel vor Herausforderungen stellen. Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass deutliche Preiserhöhungen den Schwarzmarkt für günstigere, oft geschmuggelte Zigaretten beflügeln können.
Die wichtigsten Eckpunkte der Reform im Überblick:
- Aktueller Durchschnittspreis: rund 7,79 Euro pro Schachtel (20 Zigaretten)
- Geplanter Preis bis 2030: 11,79 Euro pro Schachtel
- Preisanstieg: knapp vier Euro pro Schachtel
- Erwartete Steuermehreinnahmen: fast 12 Milliarden Euro kumuliert bis 2030
- Betroffene Gruppe: rund 20 Prozent der Deutschen über 15 Jahre
Kritiker der Reform warnen, dass einkommensschwache Raucher besonders stark belastet werden, da Tabakkonsum in dieser Bevölkerungsgruppe überproportional verbreitet ist. Befürworter hingegen sehen in den steigenden Preisen einen wirksamen Anreiz, das Rauchen aufzugeben.
Gesundheitspolitischer Hintergrund
Neben dem fiskalischen Ziel verfolgt die Bundesregierung mit der Tabaksteuer-Erhöhung auch gesundheitspolitische Ambitionen. Studien belegen, dass höhere Zigarettenpreise insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Einstieg ins Rauchen hemmen können.
Ob die Maßnahme tatsächlich zu einem messbaren Rückgang der Raucherzahlen führt, bleibt abzuwarten. Die Erfahrungen aus Großbritannien, Frankreich und den nordischen Ländern legen nahe, dass Preissteigerungen allein nicht ausreichen – sie müssen von Aufklärungskampagnen und Unterstützungsangeboten zur Raucherentwöhnung begleitet werden. Für die rund 14 Millionen betroffenen Raucherinnen und Raucher in Deutschland beginnt spätestens 2030 eine neue, deutlich kostspieligere Ära.
Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.