Vanguard FTSE Global All Cap ETF: Neuer Maßstab

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Dieses Video wurde am 21.08.2026 von WELT Nachrichtensender auf YouTube veröffentlicht. Zum Original-Video auf YouTube.

Der weltweit zweitgrößte Vermögensverwalter Vanguard hat diese Woche gleich drei neue ETFs auf den deutschen Markt gebracht – und einer davon hat das Potenzial, den bisherigen Bestseller FTSE All-World ETF vom Thron zu stoßen. Der neue Vanguard FTSE Global All Cap ETF ist der breiteste in Deutschland erhältliche ETF überhaupt und gleichzeitig einer der günstigsten. Für Anleger, die ein ETF-Depot aufbauen oder optimieren wollen, lohnt sich ein genauer Blick auf das neue Produkt, seine Kosten und die entscheidenden Unterschiede zum bisherigen Platzhirschen.

Was der FTSE Global All Cap ETF enthält – und was ihn besonders macht

Der neue ETF bildet den FTSE Global All Cap Index ab, der rund 10.000 Unternehmen aus aller Welt umfasst und damit 98 bis 99 % des investierbaren Weltaktienmarkts abdeckt. Der ETF selbst hält per Sampling gut 7.000 Titel. Die laufenden Kosten (TER) betragen lediglich 0,07 % pro Jahr – das entspricht 7 Euro jährlich auf eine Anlagesumme von 10.000 Euro.

Zum Vergleich: Ein ähnlich breites Produkt, der SPDR MSCI ACWI IMI, kostet 0,17 %, und Vanguards eigene ESG-Variante des All Cap sogar 0,24 %. Aufgelegt wurde der ETF am 18. August, an der deutschen Börse ist er unter dem Ticker VGLA in Euro notiert – sowohl in einer thesaurierenden als auch in einer ausschüttenden Anteilsklasse. Bis zur vollen Handelbarkeit bei Brokern können noch ein bis zwei Wochen vergehen.

FTSE All-World vs. All Cap ETF: Wo liegen die Unterschiede?

Der bisherige Vanguard-Bestseller in Deutschland ist der FTSE All-World ETF, der nach einer jüngsten Gebührensenkung 0,14 % kostet. Er enthält nur Large- und Mid-Caps – rund 3.800 Aktien – und deckt damit etwa 90 bis 95 % des Weltmarkts ab. Der neue All Cap packt zusätzlich Small Caps oben drauf und kommt so auf die erwähnten 98 %.

Die größten Positionen sind in beiden Produkten nahezu identisch:

  • Nvidia: ca. 4 % (All Cap) bzw. 4,5 % (All-World)
  • Apple: ca. 3,8 % (All Cap) bzw. 4,3 % (All-World)
  • Microsoft: ca. 3 % in beiden Produkten
  • Dahinter folgen Amazon, Alphabet, TSMC und Broadcom

Der US-Anteil liegt im All Cap bei 62 %, beim All-World bei 63 %. Die Top-10-Positionen machen im All Cap 21 %, beim All-World 23 % aus. Small Caps verwässern die Schwergewichte also nur minimal – sorgen aber für etwas mehr Diversifikation.

Rendite-Vergleich: Haben Small Caps wirklich geholfen?

Eine zentrale Frage für Anleger: Lohnt sich die breitere Streuung durch Small Caps tatsächlich? Die historischen Daten der vergangenen sieben Jahre zeigen ein gemischtes Bild. Seit Juli 2019 lieferte der All-World ETF einen Total Return von 143 % (rund 13,4 % pro Jahr), der All-Cap-Index dagegen 17 Prozentpunkte weniger kumuliert – also rund 13,0 % pro Jahr.

Die Wissenschaft spricht vom sogenannten Size-Faktor: Small Caps sollen langfristig eine Renditeprämie liefern – eine These, für die Eugene Fama den Nobelpreis erhielt. In der Ära der Mega-Tech-Konzerne hat diese Prämie jedoch nicht geliefert. Wer den All Cap kauft, wettet auf ein mögliches Comeback der Nebenwerte. Bleibt es aus, laufen beide ETFs nahezu deckungsgleich – der All Cap ist dabei aber günstiger und breiter diversifiziert.

Für wen lohnt sich welches Produkt – und was ist mit bestehenden Positionen?

Für Neueinsteiger oder Anleger, die einen Sparplan starten wollen, ist der neue All Cap ETF die naheliegende erste Wahl: maximale Breite, minimale Kosten, breitere Diversifikation. Wer dagegen bereits den All-World im Depot hält, sollte nicht vorschnell verkaufen. Auf realisierte Kursgewinne fällt sofort Kapitalertragssteuer an, und die Gebührenersparnis von 0,07 Prozentpunkten benötigt viele Jahre, um diesen Einmaleffekt wettzumachen.

Die elegantere Lösung: Den Altbestand liegen lassen und künftige Sparraten in den neuen ETF umleiten. Ergänzend bietet Vanguard noch den FTSE Global Small Cap ETF (0,22 %) und einen FTSE Developed World ex-USA ETF (0,12 %) an – letzterer für Anleger, die ihren Amerika-Anteil gezielt reduzieren möchten.

Zwei Wermutstropfen bleiben: Der ETF ist brandneu, weshalb Tracking-Differenz, Spreads und Liquidität sich erst noch beweisen müssen. Eine niedrige Kostenquote allein macht noch keinen guten ETF. Anleger sollten die Entwicklung in den kommenden Monaten im Blick behalten – der Vanguard FTSE Global All Cap hat aber durchaus das Zeug, zum neuen Maßstab für das Ein-ETF-Depot zu werden.

Hinweis: Dieser Artikel wurde KI-gestützt erstellt und kann Fehler oder Ungenauigkeiten enthalten. Das verwendete Beitragsbild ist das YouTube-Vorschaubild des Original-Videos. Sämtliche Urheberrechte am Video, am Vorschaubild und an den darin enthaltenen Inhalten liegen beim jeweiligen YouTube-Kanal-Betreiber (WELT Nachrichtensender). Bei Fragen oder Anliegen zur Nutzung bitte über das Impressum kontaktieren.

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